Thema: Kunst
Alle 27 Artikel zum Thema Kunst auf neuerdings:
Arduino-Projekt “Volume and Noise”:
Rodrigo Alonso N+ew Hocker:
Sitzmöbel aus Elektroschrott
Wohin mit den ganzen technischen Überresten der letzten Jahre? Mit den beigefarbenen Tastaturen und veralteten Hauptplatinen? Den kabelgebundenen, unergonomischen Mäusen? Der chilenische Künstler Rodrigo Alonso zeigt mit seinen N+ew Hockerunikaten, wo es langgeht.

Rodrigo Alonso N+ew Hocker (Quelle: Rodrigo Alonso)
No More Electronic Waste lautet das Motto, oder kurz: N+ew! Das ist der Name einer Installation des Künstlers Rodrigo Alonso, die aus ungewöhnlichen Sitzmöbeln besteht. Auslöser war laut Rodrigo die traurige Tatsache, dass es in seinem Heimatland Chile sehr schwierig bis unmöglich ist, Elektroschrott zu recyceln. Einzig die Firma
Recycla, von der auch der Künstler sein Material erhalten hat, widmet sich dieser wichtigen Aufgabe.
Beim Betrachten der N+ew Hocker dürfte in vielen Geeks der Wunsch aufkommen, ihren sich auftürmenden Elektroschrott nicht zu entsorgen, sondern in Form zu bringen. Und zwar in die die Form einzigartiger Hocker.
Besitzen statt entsorgen lautet das Motto. Rodrigo Alonso hat Tastaturen, Kabel, CDs, Platinen, Taschenrechner und weitere elektronische Gerätschaften, die lange über ihr Ablaufdatum hinaus waren, zu einer Reihe faszinierender Sitzmöbel umgestaltet. Einzige Zutat ausser den elektronischen Bauteilen: Kunstharz.
Draw Top:
Aus Laptopdeckel mach’ Leinwand
Analoge Zeichenkunst trifft Digitale Technik: Mit Drawtop können Geek und Geekesse ihrer Kreativität freien Lauf lassen und zwar auf dem Laptopdeckel.

DrawTop - So wird der nutzlose Laptopdeckel zur Zeichenfläche (Quelle: Draw Top)
Sascha Pohflepp Buttons:
Blinde Kamera schießt fremde Fotos
Der Künstler Sascha Pohflepp hat mit dem Kunstprojekt Buttons eine Art blinde Kamera entwickelt, die keine eigenen Bilder schießt, sondern ein zufälliges Bild aus Flickr anzeigt, das in dem Moment geschossen wurde, in dem man selbst den Knopf von Buttons gedrückt hat.
Warum schießt man Fotos? Unter anderem, um die Erinnerung an einen Moment festzuhalten. Sascha Pohflepps blinde Kamera Buttons verknüpft die Bilder unbekannter Fremder mit eigenen Erinnerungen.
Buttons hat kein Objektiv, nur einen Knopf und ein Display. Die Fotos, die ein paar Minuten nach dem Drücken des Auslösers auf diesem Display erscheinen, hat irgendwo auf der Welt ein unbekannter Mensch gemacht und auf Flickr hochgeladen.
Buttons ist also sozusagen ein Wurmloch in die Welt, das einen die Umgebung durch die Augen eines anderen sehen lässt – jedenfalls einen Augenblick lang.
Manifold Wanduhr:
Die Uhr als kinetische Figur
Manifold ist eine in drei Designs erhältliche Wanduhr, welche im Verlauf der Tageszeit ihre Gestalt ändert, je nach Stellung der Uhrzeiger.
Die einfachen Ideen haben oft den größten Effekt, das beweist die Wanduhr Manifold sehr schön. Im Prinzip handelt es sich bei dieser Wanduhr, die besonders Designer lieben werden, um ein schlichtes, kleines, weißes Gehäuse mit einem Uhrwerk, daran zwei ebenso schlichte Zeiger.Das Besondere ist ein Stück Tyvek, eine Art synthetisches Papier, das besonders reißfest und haltbar ist, weshalb es unter anderem als Material für Versandhüllen, regenfeste Landkarten oder selbstgebaute Drachen verwendet wird. Und dieses Material macht aus der Manifold-Uhr eine ganz besondere, wie man im Video nach dem Klick sieht.
Wafaa Bilal «The 3rd I»:
Soziale Invasiv-Optik
Ein Kunstprofessor befestigt sich für ein Jahr eine Kamera am Hinterkopf.
Wissenschaftler sind verrückt, so etwas belegen nicht nur bekannte Filme wie «Der verrückte Professor» oder berühmte Mediziner à la Werner Forßmann, der den ersten Herzkatheter an sich selbst ausprobierte, sondern auch ein Professor für Kunst und Fotografie: Er ließ sich eine Kamera an den Hinterkopf schrauben – hoffentlich ist bei ihm keine Schraube locker.Professor Wafaa Bilal unterrichtet an der Tisch School of the Arts, NY und startete das Kunstprojekt The 3rd I für die Eröffnung des Mathaf: Arab Museum of Modern Art in Doha, Qatar. Zu diesem Zweck wurde eine Titanplatte an seinem Hinterkopf angebracht, ein Eingriff der unnötig ist und somit nicht von Ärzten durchgeführt wird. Deshalb fand die Befestigung des Metalls in einem Piercing Studio unter Lokalanästhesie statt. Man darf davon ausgehen, dass die Schädeldecke selbst nicht von diesem Laien angebohrt wurde, sondern die Kopfhaut das Gewicht ertragen muss. » weiterlesen
Aram Bartholl Dead Drops:
USB-Stick als toter Briefkasten
Der Künstler Aram Bartholl hat in den letzten Wochen ein Peer-to-Peer Filesharing-Netz in New York aufgebaut, das im Moment aus 5 eingemauerten USB-Sticks besteht, die als “Dead Drops”, als tote Briefkästen dienen.
Coole Idee von Aram Bartholl, einem Künstler, der mit seinen Werken vor allem eine Frage beantworten will: „In welcher Form manifestiert sich die Netz-Daten-Welt in unserem Alltag-Lebens-Raum?“ Seine neueste Installation verteilt sich über New York und besteht im Augenblick aus fünf USB-Sticks.
Er hat sie an leicht zugänglichen Stellen an öffentlichen Orten so eingemauert, dass nur der Stecker zu sehen ist. Jeder kann seinen Rechner anschließen, Daten abladen und nachsehen, was andere auf dem USB-Stick hinterlassen haben. So wird jeder USB-STick zum digitalen Dead Drop oder toten Briefkasten
Park Spark Project:
Hundehaufen als Energiequelle
Das Park Spark Project hat es sich zum Ziel gesetzt, aus Hundehaufen Energie zu erzeugen.
Hundehaufen! Noch vor wenigen Jahren kosteten sie harmlose Fußgänger jede Menge Energie beim Versuchen, diesen heimtückischen Tretminen auszuweichen. Jetzt sollen sie Energie erzeugen, jedenfalls, wenn es nach dem Park Spark Project geht, einem Zusammenschluss von Künstler, Wissenschaftlern und Marketing Consultants.
Die einfallsreichen Mitglieder haben festgestellt, dass heutzutage zwar in den meisten Parks biologisch abbaubare Tüten zur Entsorgung der Hundehaufen zu finden sind und die Besitzer diese in der Regel auch benutzen. Trotzdem erzeugen diese eingetüteten Überbleibsel auf der Müllkippe immer noch Methan, ein Treibhausgas, das die Ozonschicht zerstört.
Felix Vorreiter txtBomber:
Text-Graffiti mit Drucker statt Dosen
Designer Felix Vorreiter macht seinem Namen alle Ehre. Schon 2005 demonstrierte er den txtBomber, ein Guerilla-Werkzeug zum Bedrucken von Fassaden, das nicht viel größer ist als ein Tapezierpinsel.
Wer den txtBomber in Aktion sieht, fragt sich, wie das Teil funktioniert. Anders als der Fassadendrucker, über den wir schon berichtet haben, wird der txtBomber mit der Hand an der Wand entlanggeführt und ist deutlich transportabler.
Der txtBomber besteht aus einer Halterung mit 7 Stiften, die die Buchstaben auf die Wand “drucken”, während man mit dem txtBomber darüber fährt. Gesteuert wird die Botschaft über einen programmierbaren Arduino Mikrocontroller, der auch Projekte wie den Stein-Schere-Papier-Handschuh ermöglicht.
Dominic Wilcox Anti-Diebstahl-Sticker:
Diebstahl lohnt sich nicht
Die Anti-Diebstahl-Sticker von Dominic Wilcox sollen Auto oder Fahrrad vor Diebstahl schützen, indem sie Rostflecken und Lackkratzer vortäuschen.
Mit seinem Set von Anti-Diebstahl-Stickern hat sich der Londoner Künstler Dominic Wilcox wieder etwas einfallen lassen, wie man Alltagsgegenstände modifizieren und damit noch tauglicher für die Anforderungen des Lebens machen kann.
Die Anti-Diebstahl-Sticker täuschen Rostflecken und Kratzer im Lack von nagelneuen und unversehrten Fahrrädern oder Autos vor und halten so Diebe davon ab, die guten Stücke zu entwenden.





































































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