Zeit, spürbar

Aus der Reihe “Interessante Konzepte” heute: Die Blindenuhr. Gut, Uhren für Blinde gibt es mittlerweile einige, die meisten sprechen dem Benutzer die Uhrzeit vor. Designer Arnaud Lapierre hat in Zusammenarbeit mit Swatch eine Uhr entwickelt, die die Zeit spürbar macht. Passenderweise heißt das Uhrenkonzept “Sens”.

Sens Watch Konzept

Die Uhr besteht aus zwei Keramik-Ringen. Mit Hilfe von Braille-Schrift kann der “Leser” genau erkennen, wo sich die 12-Uhr-Position befindet. Mit Hilfe des Abstands der Ringe zum 12-Uhr-Punkt lässt sich lesen, wie spät es genau ist. Mit Hilfe eines eingebauten Kunststoffrings kann man den Wecker stellen und beim zwischenzeitlichen Aufwachen erkennen, wie viel Zeit man noch bis zum Aufstehen hat.

Ein Konzept nur für Blinde? Finde ich persönlich nicht. Wie oft habe ich nachts schon schmerzverzerrt das Licht angemacht, nur um zu wissen, wie spät es ist…

[via Yanko Design]

Kunterbunte Kleinanlage

Stilbewusste Radiofreunde schwören schon seit Jahren auf das Tivoli Audio, dessen Design mittlerweile schon häufig kopiert wurde. Als Kopie kann man das Sonoro Audio Cubo nicht bezeichnen, auch wenn die Optik eine ähnliche ist.

Sonoro Cubo

Das System bietet Radio, CD-Player und einen Anschluss für Geräte wie MP3-Player. Wem der eingebaute Lautsprecher nicht reicht, der kann dank Line-Out Ausgang auch alternativ normale Lautsprecher anschließen. Besonders interessant finde ich beim Cubo die Farbauswahl. Neben klassischer Holzoptik gibt es das Gerät auch mit lackierten Oberflächen in diversen Farben.

Mit einem Preis von 255 Euro ist der Cubo sicher nichts für jeden Geldbeutel, aber was tut man nicht alles für eine stilvolle Wohnungseinrichtung…

Sonoro Audio [via technabob]

Teletubbies auf Drogen

Booru Booru

Booru Booru

Was krabbelt denn da aus dem Sommerloch?… Bei diesen kleinen Plüschdingern namens BooRu-BooRu handelt es sich nicht etwa um Kuscheltiere, sondern um batterbetriebene Lautsprecher mit eingebautem Radio (oder andersrum). Nebst Musik aus dem Äther kann man via Line-In auch eine Soundquelle seiner Wahl anschliessen.
Wie Paul Strass von Technabob jedoch korrekt bemerkt, sehen die Biester aus wie Teletubbies auf Drogen. Die Tasten befinden sich übrigens in den Ohren und Augen, sowie im Bauch der kleinen Viecher. Für umgerechnet knapp ?30 kann man damit sein Büro ziemlich sicher kinderfrei halten. Mein kleiner Nachbar (3 Jahre alt) jedenfalls hätte garantiert Angst vor den BooRu-BooRu Lautsprechern.

» Story Shop

[via Übergizmo]

Nostalgisches für die Schulter

Space-Invaders-Tasche

Space Invaders war ein Phänomen. Dieses japanisch-amerikanische Game aus dem Jahr 1978 kann ohne Zögern als eins der einflussreichsten Videospiele der Geschichte der Bildschirmunterhaltung genannt werden. Viele können sich sehr lebhaft der langsam herannahenden Pixel-Aliens entsinnen.

Da an Kindheitserinnerungen gemahnendes Zubehör stets umsatzkräftig verkauft wird, steigt jetzt auch die koreanischen DCX Design Complex ins Geschäft mit Andenken an bessere, schönere, farbigere, mit Scanlines durchsetzte Zeiten ein und bieten uns diese Schultertasche – Understatement inklusive.

Geldmacherei? Könnte man meinen. Nichtsdestotrotz juckt?s uns Geeks beim Anblick dieser schwarzen PVC-Schönheit. Die Kreditkarte liegt so nah, und 42000 koreanische Won (ca. 45.50$) sind auch kein unüberwindbares Hindernis, um den Sprung zwischen 2007 und 1978 zu meistern. Wenn man es denn schafft, sich im rein koreanischen Store zurechtzufinden.

DCX Design Complex (koreanisch)
[Via Technabob]

Geräte-Jongleur im Netzwerk

Keyspan liefert einen USB-Netzwerk-Server aus, der für wenig Geld beliebige USB-Geräte (ausser Video/Audio) im Heimnetz verfügbar macht.

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Solche kleinen Helferlein, die namentlich externe Harddisks oder Drucker für alle Rechner am eigenen Heimnetzwerk zur Verfügung stellen (unabhängig davon, ob der “Hauptrechner” läuft), gibts zwar zu Hauf. Aber bisher beherrschen nur wenige von ihnen den Umgang mit verschiedenen Typen von Geräten – es sei denn, man kauft sich den NSLU2 von Linksys und wandelt ihn dank umfangreicher Hacker-Software in einen vollwertigen Linux-Server um. Der Keyspan-Server kann aber vieles bereits von Haus aus:

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Sommerloch:
Gadgetblogs bewegungslos

Jeden ersten Montag im Monat erscheinen hier die neuerdings.com-Gadgetblogcharts.

Im Ferienmonat Juli hat sich auch in der Rangliste der deutschsprachigen gadgetblogs nicht viel getan. Zwar lässt sich an den steigenden Linkzahlen der Frontrunner ablesen, dass sich Tech-Blogs zunehmender Beliebtheit erfreuen – aber auf die Rangliste hatte das keinen Einfluss. Die Top 15 aus 22 erfassten Blogs:

Rang Vm. Blog Blogs +/-
1 (1) Golem.de: IT-News für Profis 2671 -18
2 (2) Daily Gadget 210 12
3 (3) neuerdings.com 205 14
4 (4) Stereopoly 162 5
5 (6) Technovelty 81 7
6 (5) Macadelic 80 5
7 (7) electrobeans 67 3
8 (8) Ausgefallene Gadgets 54 1
9 (9) Technoskop – Das Gadgets Weblog 51 4
10 (10) Focus Techtoys 47 3
11 (11) PROMAGO.de 44 7
12 (13) GadGetGuide 37 -
13 (12) GADMAG.de 37 -
14 (14) GadgetMania 34 -
15 (15) Cnet Alpha 28 6

Zu den Spalten in der Liste:

  • Rang: Der aktuelle Rang des Blogs in den Blogwerk-Gadgetblogcharts.
  • Vm.: Der Rang im Vormonat.
  • Blog: Der verlinkte Name des betreffenden Blogs.
  • Blogs: Die Anzahl der auf das betreffende Blog verlinkenden Blogs gemäss Technorati.com.
  • +/-: Die Veränderungen der Zahl der verlinkenden Blogs im Vergleich zum Vormonat.

neuerdings – der Wochenrückblick Ausgabe 25

Nebst dem immer noch aktuellen ?100-Laptop aus Schweden machten diese Woche ein Öko-Auto, ein iPod-Dock Testbericht sowie eine Rückfahrkamera fürs Auto Schlagzeilen.

Woche vom 30. Juli bis zum 5. August 2007

Think City

Think City

Kommen wir gleich ohne grosse Umschweife auf den populärsten Post der vergangenen Woche: der kleine Öko-Flitzer “TH!INK City” scheint die neuerdings.com-Leser am meisten fasziniert zu haben. Das Mini-Auto aus Norwegen, welches “kohlenstoffneutral” sein soll, überrascht vor allem mit einem interessanten Verkaufskonzept: während das Auto ganz normal gekauft wird, soll die Batterie bloss geleast werden. Zudem soll, fast wie bei Dell, als einziger Absatzkanal das Internet zum Einsatz kommen. Mit $85 Millionen Venture Capital aus dem Silicon Valley will THINK, eine Firma, welche nota bene vor gar nicht so langer Zeit fast bankrott war, nun durchstarten und den Traum des “smarten” Autos wahr werden lassen.

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Die Zahl der Woche:iTunes wächst rasant

3’000’000’000

itunes7logoIch weiss, der Obsthändler aus Cupertino ist immer wieder in der Kategorie “Die Zahl der Woche” zu Gast, aber auch dieses Mal finde ich die Präsenz gerechtfertigt. Apple hat nämlich bis Ende Juli 2007 drei Milliarden Songs via iTunes Music Store verkauft. Diese Zahl ist an sich erstaunlich, was mich aber aus den Socken haut, ist die Tatsache, dass Steve Jobs erst an der MacWorld Keynote im letzten Januar gesagt hat, dass Apple via iTunes 2 Milliarden Songs verkauft habe. Sprich, für die ersten beiden Milliarden benötigte Apple knapp vier Jahre (den iTunes Store gibt es seit Frühling 2003), während die nächste Milliarde in bloss einem halben Jahr verbucht werden konnte. Das nenne ich Wachstum.

» iTunes Store Tops Three Billion Songs

Die schröckliche Schlitzer-Kamera

Sony ruft 350’000 digitale Kompaktkameras zurück. Der Boden der Cybershot DSC-T5 kann sich nach aussen biegen und Schnittwunden verursachen.

Keine Explosionsgefahr, für einmal: Die Probleme der Sony Cybershot DSC-T5 sind einem andern Horrorfilm angeglichen – sie wird zu Freddy Kruger und schlitzt ihren Beistzern die Haut an den Händen. In Japan sollen sich bereits rund dreissig Personen an der scharfkantigen Metallabdeckung verletzt haben, die sich vom Boden der Kamera nach aussen biegen und zum Rasierklingen-Täter werden kann.

Angeblich sind rund 284’000 Kameras in den USA und rund 66’000 in Japan betroffen. Zahlen zu Europa soll Sony keine veröffentlicht haben.

Betroffene Seriennummern: 4500001 – 4569350

Details der Rückruf-Aktion bei Sony.de

[Via Theregister]

Das offizielle iPhone-Werkzeug

Wie hat unser Kollege Andreas Göldi nur seine Simcard aus dem iPhone rausgekriegt? Er hat ja kaum zwei Tage nach dem Kauf des Geräts bereits über das Spezialwerkzeug verfügt, das dazu nötig ist? Wahrscheinlich genau gleich wie ich: Briefklammer aufbiegen und in das kleine Auswurfloch auf der Oberseite des iPhones stossen.

Apple lässts nicht darauf ankommen und verschickt ein Original-Tool an Kunden, die mit diesem Vorgehen Probleme haben:

Scheint bei Ikea abgeguckt: Die grafische Anleitung und der Selber-Bau-Faktor – die Briefklammer muss ja vom Anwender noch richtig aufgebogen werden.

Matt hat sich übrigens entschieden, dieses seltene Werkzeug auf Ebay zu versteigern. Bisher sind 21 Gebote in Höhe von über 40 Dollar eingegegangen.

Und wenn das Teil eine Fälschung ist – wovon auszugehen ich bereit bin – macht er vielleicht sogar ein Geschäft.

Matts Flickr-Seite
Die Versteigerung auf Ebay