Sansa Express:
Der bessere Shuffle?

Der Festspeicher-Konzern Sandisk macht an der CES seine Absichten manifest, mit Mediaplayern in allen Formfaktoren der übermächtigen Konkurrenz von iPod und Zune (najaaa…) den Rang abzulaufen – und wird mit jedem vorgestellten gerät überzeugender.

Apples kleinster iPod namens Shuffle hat zwar den Formfaktor vom USB-Stick auf einen Ansteck-Clip gewechselt, hat aber noch immer keinen Bildschirm zur Kontrolle der abgespielten Musikstücke – Sandisks “Express” dagegen sieht aus wie der alte Shuffle, hat aber ein paar beeindruckende Verbesserungen gegenüber dem Apple-Stick.

Zunächst weist der 1-Gigabyte-Player ein kleines organisches Display (OLED) auf, mit dem man die Playlist betrachten und Musikstücke gezielt auswählen kann; ausserdem verfügt er über einen Micro-SD-Schlitz, in den man die derzeit verfügbaren Micro-Speicherkärtchen (am besten von Sandisk…) bis 2 Gigabyte stopfen kann und damit eine ganz gehörige Kapazität erreicht. Und wer damit nicht zufrieden ist, der schaltet ganz einfach um auf Radio: Einen FM-Empfänger hat Sandisk dem Winzling auch noch verpasst.

Der Spass kostet noch dazu mit 60 rund 10 Dollar weniger als Apples Shuffle und sieht nicht viel schlechter aus.

Der HP-Microsoft-Home-Server

An der CES hat Bill Gates laut Engadget in der Keynote erklärt, weshalb er glaubt, dass die Konsumenten reif sind für einen Server in jedem Haus.

Ich glaub, es gibt nur einen Grund: Weil Microsoft gerne zusammen mit Hewlett-Packard die entsprechenden Geräte/Software verkaufen möchte.

Zum Beispiel den HP MediaSmart, das ist diese Kiste hier, die zusammen mit der neuen “Microsoft Windows Home Server”-Software die digitale Zentrale in jedem Haushalt werden soll, auf der alle Dateien und Musik, Videos und die digitalen TV-Aufnahmen gespeichert werden und von jedem PC oder mit entsprechendem Adapter ausgerüsteten Unterhaltungsgerät abgerufen werden können (unsereins hat sowas ja längst mit einem alten PC und Linux gelöst…).

Keine Angaben zu Preis und Technik, soweit. das Gerät soll automatische Sicherungskopien anlegen, einfach zu bedienen und simpel zu erweitern sein und dergleichen.

Macht aber nichts, die Konkurrenz ist eh schon da. Etwa die wie immer falsch, zu früh oder unglücklich vermarktende Sony mit ihrem LocationFree TV-Server. Oder Apple mit dem zweifellos heute von Steve Jobs präsentierten Gerät, das Video und Musik in der Wohnung via Funktechnik auf alle angeschlossenen Geräte weiterleiten kann.

Sansa Connect:
Der bessere Zune?

Die Speicherspezialisten aus Milpitas zielen mit ihren Mediaplayern à la Sansa View und Sansa Express nicht nur auf Apple mit der iPod-Linie, sondern nimmt jetzt auch das Hause Microsoft mit seinen ehrgeizigen Zune-Plänen ins Visier: Der 4-Gigabyte MP3-Player Sansa Connect weist selbstredend auch ekine Harddisk, sondern nur stromsparenden Flash-Speicher und einen Slot für Micro-SD-Kärtchen mit 2 Gigabyte Kapazität auf. Vor allem aber ist der Player mit dem 2,2 Zoll-Bildschirm Wifi-enabled – will heissen, er baut seine verbindung zum PC (oder direkt zu den Downloaddiensten, ab denen Musik gekauft werden kann), via Funknetzwerk auf. dabei können anders als bei Microsofts Zune auch öffentliche Hotspots für die direkte Verbindung ins Internet für en Zugriff auf die Musikspeicher oder ein persönliches Fotoalbum genutzt werden. Das befähigt ihn auch, Internet-Radio zu empfangen. Zudem verfügt das Funk-gerät natürlich auch über die ad-hoc-Verbindung zu andern Playern, die es wie Microsofts Zune erlauben, Musik mit Freunden zu “teilen”.

In den USA kommt der kommunikative Geselle im späten März für 250 Dollar auf den Markt.

Keine Taser für Europäer

Wer “Consumer Electronics Show” (CES, die Grossveranstaltung in Las Vegas, woher uns grade all die Gadget-Meldungen um die Ohren fliegen) mit “Messe für Unterhaltungselektronik” übersetzt, muss über die Bücher: Die Firma “International Taser”, Herstellerin der umstrittenen Stromschocker, mit denen unter vielen anderen Zwischenfällen kürzlich ein paar wildgewordene Campus-Polizisten an der Uni Los Angeles einen widerspenstigen Bibliotheksbesucher “gezähmt” haben, bietet ab sofort den neuen persönlichen Taser C2 mit (349$) oder ohne (249$) Laser-Zielgerät für den privaten Gebrauch Schutz an.

In vier modischen Farben ist die Stromkanone verfügbar, die den “Phasern” aus Raumschiff Enterprise so wunderbar ähnelt.

Und hier kommt der Dämpfer an alle, die grade eine Bildgalerie derjenigen Leute vor sich sehen, die sie gern mal tasen (nicht zu verwechseln mit teasen) würden: Das Gerät darf nicht nach Übersee verkauft werden, wie die Webseite von “Taser International” (???) verkündet…

LG Z1 – ebenfalls für SideShow gerüstet!

Letzte Woche haben wir über das Z1 Notebook von LG berichtet. Damals war ausser den grundlegenden Eigenschaften noch nicht viel bekannt. Mit diesem Post auf CrunchGear wurden nun zwei weitere (nicht gerade irrelevante) Facts bekannt. 1.) das Z1 sieht auch aussen hammermässig aus und 2.) verfügt das chice Notebook ebenfalls über einen Zweitscreen für das Vista-Feature Sideshow (siehe auch den Post über das Asus W5Fe). So wies ausschaut, wird dieses Zweitdisplay mit einem Chocolate-ähnlichen Touchpad gesteuert – cool!

LG Z1 SideShow

[via CrunchGear]

SanDisk Sansa View – What a beauty!

Sandisk Sansa View

Sandisk Sansa View

SanDisk hat heute den Sansa View vorgestellt, womit SanDisk zum ersten Mal vom MP3-Player mit Videofunktion zum Archos-ähnlichen Multimediaplayer geht. Der Sansa View verfügt über ein 4 Zoll Display (über die Auflösung ist noch nichts bekannt aber ich tippe mal auf 640 x 480 Pixel) und ein 8GB Flashdrive, welches zusätzlich über den SD-Slot (SDHC-fähig) erweiterbar ist. Da zur Zeit SDHC-Karten mit einer Kapazität von bis zu 4GB erhältlich sind, kommt man so auf 12GB äusserst stromsparenden Speicherplatz. Welche Formate genau abgespielt werden können, ist noch nicht bekannt, jedoch soll PlaysForSure schon mal unterstützt werden (hat das eigentlich eine Praxisrelevanz?). Jedenfalls hoffe ich, dass man nicht alle Filme zuerst in Quicktime Movies konvertieren muss (wie beim Sansa e200), denn das wäre erfahrungsgemäss eher mühsam. Cool am Sansa View ist, dass man ihn auch an einen Fernseher anschliessen kann (über einen 30-Pin Kabel – DVI hat doch total 29 Pins…), wobei der View auch ein HD-Signal (bis 1080i) übertragen kann. Eine Akkuladung soll bis zu 4h Videowiedergabe oder 10h Soundwiedergabe ermöglichen, was für einen Transatlantikflug nicht gerade viel ist, für das tägliche Pendeln in die nächstgrössere Stadt aber wohl ausreichen dürfte. Bei uns wird der Sansa View im zweiten Quartal auf den Markt kommen und dürfte wohl so um die ?250 kosten (in den USA kostet er $300, aber bei uns ist ja alles teurer). Ich melde mich jedenfalls schon freiwillig für einen Test.

Weiterführende Links:
SanDisk Sansa View

[via CrunchGear]

Drei neue Nseries Handys von Nokia

Im Rahmen der CES wurden heute von Nokia drei neue Handys vorgestellt. Darunter hats ein Kamera-Handy im wahrsten Sinn des Wortes sowie zwei weitere Multimedia-Power-Handys.

N93i

N93i

Das Nokia N93i ist wahrlich ein Kamerahandy. Mit der 3.2 Megapixel Kamera sind schärfste Fotos sowie Videos in “DVD-Qualität” (640 x 480 Pixel ist für mich nicht DVD-Qualität) mit bis zu 30fps möglich. Rüstet man das N93i mit einer 2GB microSD-Karte aus (im Lieferumfang ist eine 1GB Karte enthalten), sind bis zu 90 Minuten Video oder bis zu 1250 Fotos möglich. Das 2.4 Zoll Display mit 16 Millionen Farben (jedoch “nur” mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel) dürfte das Betrachten von Videos zum Genuss machen und dank der TV-Out Buchse kann man das N93i auch gleich an einen Fernseher anschliessen. Ferner verfügt das auf S60 basierende N93i natürlich über modernste Kommunikationstechnologie: UMTS, WLAN, Bluetooth und und und. Dass das Kamerahandy jedoch bis zu knapp 12 Tage mit einer Akkuladung auskommen soll, ist wohl das absolute Best-Case Szenario im Labor. Für rund ?600 (ohne Mehrwertsteuer) wird man das N93i schon bald sein eigenen nennen können.

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Sony Ericsson W200i – Walkman-Handy für Einsteiger

Das heute von Sony Ericsson vorgestellte W200i soll für Einsteiger den ersten Schritt zu “music on your mobile” darstellen.

W200i

W200i

Gemäss Pressemitteilung soll das W200i einen eventuellen MP3-Player ergänzen, so dass man nicht immer beide Geräte mit sich herumtragen muss. Gemäss Steve Walker, Head of Product Marketing, verfügt das W200i mit einer Kapzität von 145MB (128MB auf einem MemoryStick und 27MB intern) über genügend Platz um die aktuell bevorzugte Playlist (ja, Playlist – nicht Playlisten) zu speichern. Da kann ich nur sagen: mein nano wiegt 40g und fasst deutlich mehr als bloss eine Playlist. Ein Walkman-Handy sollte schon etwas mehr können als bloss einen MP3-Player ergänzen (schon mal was von Konvergenz gehört?). Doch nun zurück zum W200i. Nebst der MP3-Wiedergabefunktion ist ein Radio integriert, welches man angeblich sogar als Wecker benutzen kann (ich wage aber irgendwie zu bezweifeln, dass das Radio auch ohne Headset, welches ja meist auch als Antenne dient, funktioniert). Ferner ist eine 0.3 Megapixel Kamera und ein Bildschirm mit einer Auflösung von 128 x 160 Pixel eingebaut. Freundlicherweise gehört ein USB-Kabel zum Lieferumfang, ansonsten wäre die PC-Synchronisation nämlich etwas mühsam gewesen. Da man Bluetooth beim W200i vergeblich sucht (nur ein IR-Port ist vorhanden), wäre der Transfer von MP3s oder Bildern ohne ein solches Datenkabel eine langwierige Angelegenheit. Der Akku soll für 18h Musikwiedergabe und bis zu 7h Gesprächzeit taugen. Das in Schwarz/Orange und Weiss/Orange erhältliche W200i soll gegen Ende Jahr zu einem noch unbekannten Preis auf den Markt kommen. Ich würde aber lieber etwas Geld in einen anständigen MP3-Player investieren und dafür ein Handy ohne grossen MP3-Firlefanz kaufen.

Weiterführende Links:
W200i

Selbstbau-Roboter ab Stange

iRobot feiert in den USA Riesenerfolge mit “Roomba”, einem Staubsaugerroboter, und seinen Nachfolgern. Heute stellt die Firma in las Vegas ihr neustes gerät vor – den Selbstbau-Roboter “Create”.

Im wesentlichen handelt es sich bei dem knapp 130US-$ teuren Bausatz um das Chassis in die Elektronik von Roomba ohne den Staubsaugerzusatz. Darauf können Bastler, Schulklassen oder einfach die Geeks im Silicon Valley eigene Konstruktionen anbringen. Die Elektronik ist zudem frei programmierbar.

Cnet hat einige Fotos von Anwendungsbeispielen der künftigen Haushaltshelfer.

Singende Handschellen

Irgendwie kommen mir die Dinger bekannt vor, die Cory Doctorow von Boinboing bei der britischen Firma “Grand Illusions” gefunden hat: 60 Zentimeter lange Plastikstreifen mit feinen Rippen, die so auf der Oberfläche angeordnet sind, dass Musik erklingt oder gesprochene Sätze, wenn man sie “durch die Zähne zieht”, wie Cory erklärt.

Mal abgesehen davon, dass das Zeug aussieht wie die Plastikstreifen zum verschliessen von Abfallsäcken (oder zum Fesseln von Demonstranten oder “Enemy Combatants”) – ich kann mich nebulös erinnern, irgendwann in den Achtzigern mit sowas rumgespielt zu haben.

Danach habe ich mir immer, wenn ich nach Olten auf der A1 Richtung Basel abgezweigt und über die rumpelnden Warnstreifen auf der linken Spur gefahren bin, vorgestellt, dass man die Brems-Streifen im Asphalt wohl auch mit einer Botschaft ausstatten könnte, die dann im Wageninnern widhallt. Sie sollte allerdings wohl weniger “Happy Birthday” oder “Congratulations” sagen. Und ausserdem würden einige Verrückte sofort ausprobieren, wie hoch man die Stimme werden lassen kann, indem man mit extrem überhöhtem Tempo über die Rippen prescht.