OLPC Laptops sollen auch normal zu kaufen sein

OLPCWie BBC heute gemeldet hat, sollen die OLPC “100$ Laptops” (neuerdings hat schon mal darüber berichtet) ab 2008 auch von der breiten Öffentlichkeit gekauft werden können. Zuerst sollen aber diesen Sommer über 5 Millionen Stück an Brasilien, Argentinien, Uruguay, Nigeria, Libyen, Pakistan und Thailand ausgeliefert werden. Nächstes Jahr sollen dann die Geräte auch in der westlichen Welt erhältlich sein. Der Clou dabei ist, dass man zwei Geräte kaufen muss: eines erhält man selber, das andere wird in ein Entwicklungsland gesendet. So wies inzwischen ausschaut, wird der Laptop jedoch etwas mehr als $100 kosten (BBC spricht von circa $150, also total $300 wenn man sich selbst einen zulegen will). Um die Logistik- und Vertriebskosten möglichst gering zu halten, sind auch schon Gespräche mit eBay über eine mögliche Partnerschaft im Gange. Ich glaube, dass dieses Konzept Erfolg haben könnte. In der Computer-affinen Szene wird man ziemlich sicher bereit sein, $300 für einen OLPC zu zahlen (ich wärs jedenfalls). Hoffen wir, dass das Projekt Erfolg haben wird.

Weiterführende Links:
OLPC

[via BBC]

Spätschicht bei Apple Schweiz wegen iPhone

Apple Computers, Inc., scheint es mit der Geheimhaltung wirklich ernst zu meinen. Es sieht so aus, als würden auch die Ländergesellschaften nur ausgewählte Pressemitteilungen schon im voraus, einige erst nach der Präsentation bekommen. Das Resultat sind lustige Sprachmix-Versionen – und Spätschicht bei Apple Schweiz.

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Apple TV – cool, mehr nicht

Apple TV wurde ja bereits letzten Herbst (damals noch unter dem Namen iTV) angekündigt. Nun wurde das fertige Produkt von Apple-Chef Steve Jobs an der MacWorld vorgestellt.

Apple TV

Apple TV

Das Prinzip ist schnell erklärt: “Apple TV brings iTunes to the big screen”. Sprich, mittels Apple TV kann man die auf dem Computer (Mac oder PC) gespeicherte iTunes Bibliothek auf dem Fernserher anschauen bzw. anhören, wobei man den Content entweder Streamen oder auf der 40GB Festplatte speichern kann. Da wir in 2007 leben, funktioniert das natürlich auch via WLAN. Für das Streaming von Videos benötigt man jedoch mindestens ein WLAN mit 802.11g Standard oder, wenns mans gleich richtig machen will, 802.11n (freundlicherweise hat Apple auch noch gleich einen neuen AirPort Extreme im 802.11n Protokoll auf den Markt gebracht). Feinde der unbeschränkten Drahtlosigkeit können Apple TV auch mit einem normalen Netzwerkkabel an den Computer anschliessen (wieso man das möchte, ist mir jedoch schleierhaft). Für die Verbindung mit dem Fernseher stehen folgende Ports zur Verfügung: HDMI, Optical Audio, Composite Video und Composite Audio. Ferner verfügt Apple TV über einen USB-Port. Dieser wird aber bloss für “Wartungsarbeiten” benötigt. Da Apple TV nur Auflösungen bis 720p unterstützt, werden HD-Freunde wohl etwas enttäuscht sein.

Apple TV Ports

Apple TV Ports

Das Konzept an sich finde ich cool, aber irgendwie macht Apple TV nicht so Sinn, wenn man in iTunes weder Filme noch Serien kaufen kann. Zudem fehlt ein TV-Tuner und die Möglichkeit, auf der Festplatte zu recorden. Peter Sennhauser, unser “Mann in Amerika”, hatte da eine gute Idee: wenn man einen TV-Tuner z.B. an einen Mac mini anschliesst, könnte man die ganze Sache auch so aufzeichnen und dann über Apple TV streamen. Dies würde natürlich voraussetzen, dass Apple TV nicht nur die iTunes Bibliothek, sondern auch andere auf dem Computer gespeicherte Filme wiedergeben kann (auf dieser Page hier sieht es in dieser Hinsicht jedoch etwas düster aus). Jedenfalls schauen wir mal, dass wir so ein Teil möglichst schnell testen können. Dies düfte gar nich mehr so lange dauern, denn hierzulande kommt Apple TV im Februar auf den Markt und soll ?299 bzw. CHF 429 kosten.

Weiterführende Links:
Apple TV (englisch)
Apple TV (deutsch)

Byebye Palm, es war eine schöne Zeit…

Das iPhone macht den glücklosen König der Handhelds endgültig platt.

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Rot: Apple Aktie. Grün: Blackberry- (Rim) Aktie. Blau: Palm-Aktie…

Ich denks mir jedes Mal, wenn Jobs auf der Bühne so tut, als ob Apple was erfunden habe: das gibts doch längst. Und ich denk auch jedesmal: Und wieso haben die Vorgänger es nicht geschafft, es so cool und funktionell zu machen?

Zum Beispiel das iPhone: Seit mehr als zehn Jahren hat die ehemalige 3Com und spätere Palm die Nase vor allen andern, wenn es um PDA geht. Apple war zwar mit dem Newton vorher schon da, aber das Ding nicht funktioniert, und Palm hat es schliesslich mit “Graffiti” zum Funktionieren gebracht. Die Palm-Software war bis heute allen andern Handheld-Betriebssystemen haushoch überlegen, und ich war ein Fan der Produkte (aber schon bald nicht mehr der Firma) – bis heute.

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Jobs sagt den Mobildiensten, wo’s lang geht

Bilder von Steve Jobs’ Triumph über die Smartphone-Industrie

blog3

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Ich habs bis zuletzt nicht geglaubt: ein iPhone macht Apple von der Qualität der Telkos abhängig. Aber die Demo des Geräts, der ich heute morgen zusammen mit 4000 andern beigwohnt habe, hat mich überzeugt – Apple hat mal wieder ein Gerät zusammengestellt, das nicht nur in sämtlichen Belangen besser ist als alle andern. Die Zusammenarbeit mit dem US-Mobilnetzanbieter Cingular beweist auch, dass Steve sich den Dienstleistern nicht ausliefern will.

Der ins iPhone eingebaute “Visual-Voicemail”-Service ist nämlich keine Geräte-eigenschaft, sondern ein neuer Service, den Cingular für das iPhone aufschaltn muss – Voicemails können einzeln per Klick auf den Bildschirm abgerufen werden und müssen nicht mehr mühsam eine nach der andern angehört werden.

Das beweist, dass Jobs der Telekom-Industrie sogar Verbesserungen aufzwingen kann, welche diese nicht gern hat. Umgekehrt scheint Cingular auch seinen Standpunkt klargemacht zu haben: Die wollen wohl ihren eigenen Musikdienst auch auf dem iPhone implementieren, ansonsten hätte Jobs sicher auf die nahtlose Integration des iTunes-Shop auf dem iPhone hingewiesen – davon war aber bisher keine Rede. Weitere Bildlein von Steve Jobs auf der Bühne nach der Pause.

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Apple iPhone – nun ist es definitiv da!

Schon seit einiger Zeit wurde gerätselt und gemunkelt – nun ist es definitiv da: Apples iPhone.

Ich glaube, dass es schon lange her ist, seit es im Vorfeld einer Keynote Speech von Steve Jobs einen so grossen Hype gegeben hat. Kommt das iPhone? Kommt es nicht? Nun steht fest: es kommt – und wie … Ich gebe einfach mal schnell einige Fakten durch und lasse die Bilder für sich sprechen:

- das iPhone ist Handy, MP3-Player iPod und “Surf-Gerät” in einem
- gesteuert wird es über einen 3.5 Zoll Touchscreen im Format 16:10 (nach etwas Pythagoras und etwas Trigonometrie zwecks Verifizierung komme ich zum Schluss, dass das Display 7.5cm x 4.5cm gross ist). Mit 160ppi (!) sollte somit eine Auflösung von 480 x 270 Pixel resultieren (aber eventuell sind meine Mathe-Künste auch nicht mehr die besten)
- der Touchscreen schaltet sich automatisch aus, wenn er in die Nähe des Gesichts kommt (z.B. wenn man telefoniert)
- mit einer Dicke von 1.16cm ist es dünn, sehr dünn
- als OS dient Mac OS X (!), wodurch auch iTunes, Safari und Konsorten auf dem iPhone laufen
- ins Internet gelangt man via WLAN oder via EDGE
- bis zu 8GB Speicher sorgen für genügend Platz für Soundfiles usw.
- in den USA ist es ab Juni erhältlich (4GB für $499 und 8GB für $599, beide mit einem Zweijahresvertrag bei Cingular), hierzulande gegen Ende 2007

    iPhone

    iPhone

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    Sonys teurer Winzling

    Und noch ein Ultraportabler: Sony kündigt die Ankunft des Vaio UX Micro an, der in Europa den wohlklingenden Namen VGN-UX1XN tragen wird. Nicht ganz nachvollziehbarer Unterschied der beiden Abkömmlinge eines Japanischen Vorfahren ist die Preisdifferenz: Das ultraportable Vista-Gerät wird in den USA für 2500$ über die Theke gehn, in Europa (United Kingdom) werden allerdings 2000£ fällig – das sind bei aktuellem Wechselkurs 2979 Euro, wohingegen der US-Preis 1917 Euro ausmacht. Anders gesagt: wäre da nicht das Problem der anders angelegten Tastatur, so würde es sich lohnen, den Kauf des Mini-Vaio mit einem Ausflug nach New York zu verbinden…

    Vielleicht sind die Geräte ja ganz fest verschieden – Engadget weiss das auch noch nicht so genau. Jedenfalls kommt der Leichtgewicht-PC ohne Harddisk und bringt dafür 32 Gigabyte Flash-Speicher, was eine kürzere Startzeit des neuen Windows Vista und längere Batterielebenszeit verspricht (und Sony die Hoffnung auf den Verkauf der brandneuen 8-Gigabyte Memorysticks).

    Die technischen Daten: 1.3GHz Intel Core Solo U1500 Prozessor, 4.5-Zoll Bildschirm mit 1024 x 600 Pixel, 1GB RAM, Bluetooth 2.0, 802.11g Wifi, USB 2.0, Firewire, und Memory Stick Duo, ausserdem Wireless WAN mit EDGE (hm… was genau war das jetzt wieder? Wimax? GSM 5. Generation? Irgendwas schnelles jedenfalls, oder?).

    OQO Model 02:
    Der UMPC lebt!

    blog1

    blog1

    Als ich Mitte der neunziger Jahre im Hörsaal der Uni Vorlesungen auf meinem videokassettengrossen Sharp-Handheldcomputer (unter Dos 5.0) mittippte, hätten mich die Blicke der Komilitonen und -innen schon fast umgebracht. Inzwischen tippen ihre Kids ihre SMS auf dem Handy, und wir rennen alle mit Palm-PDA oder Smartphones in der Gegend rum. Aber eigentlich hätte ich gern einen echten PC im Hosentaschenformat – beispielsweise den “OQO Model 02″

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    Sansa Express:
    Der bessere Shuffle?

    Der Festspeicher-Konzern Sandisk macht an der CES seine Absichten manifest, mit Mediaplayern in allen Formfaktoren der übermächtigen Konkurrenz von iPod und Zune (najaaa…) den Rang abzulaufen – und wird mit jedem vorgestellten gerät überzeugender.

    Apples kleinster iPod namens Shuffle hat zwar den Formfaktor vom USB-Stick auf einen Ansteck-Clip gewechselt, hat aber noch immer keinen Bildschirm zur Kontrolle der abgespielten Musikstücke – Sandisks “Express” dagegen sieht aus wie der alte Shuffle, hat aber ein paar beeindruckende Verbesserungen gegenüber dem Apple-Stick.

    Zunächst weist der 1-Gigabyte-Player ein kleines organisches Display (OLED) auf, mit dem man die Playlist betrachten und Musikstücke gezielt auswählen kann; ausserdem verfügt er über einen Micro-SD-Schlitz, in den man die derzeit verfügbaren Micro-Speicherkärtchen (am besten von Sandisk…) bis 2 Gigabyte stopfen kann und damit eine ganz gehörige Kapazität erreicht. Und wer damit nicht zufrieden ist, der schaltet ganz einfach um auf Radio: Einen FM-Empfänger hat Sandisk dem Winzling auch noch verpasst.

    Der Spass kostet noch dazu mit 60 rund 10 Dollar weniger als Apples Shuffle und sieht nicht viel schlechter aus.

    Der HP-Microsoft-Home-Server

    An der CES hat Bill Gates laut Engadget in der Keynote erklärt, weshalb er glaubt, dass die Konsumenten reif sind für einen Server in jedem Haus.

    Ich glaub, es gibt nur einen Grund: Weil Microsoft gerne zusammen mit Hewlett-Packard die entsprechenden Geräte/Software verkaufen möchte.

    Zum Beispiel den HP MediaSmart, das ist diese Kiste hier, die zusammen mit der neuen “Microsoft Windows Home Server”-Software die digitale Zentrale in jedem Haushalt werden soll, auf der alle Dateien und Musik, Videos und die digitalen TV-Aufnahmen gespeichert werden und von jedem PC oder mit entsprechendem Adapter ausgerüsteten Unterhaltungsgerät abgerufen werden können (unsereins hat sowas ja längst mit einem alten PC und Linux gelöst…).

    Keine Angaben zu Preis und Technik, soweit. das Gerät soll automatische Sicherungskopien anlegen, einfach zu bedienen und simpel zu erweitern sein und dergleichen.

    Macht aber nichts, die Konkurrenz ist eh schon da. Etwa die wie immer falsch, zu früh oder unglücklich vermarktende Sony mit ihrem LocationFree TV-Server. Oder Apple mit dem zweifellos heute von Steve Jobs präsentierten Gerät, das Video und Musik in der Wohnung via Funktechnik auf alle angeschlossenen Geräte weiterleiten kann.