Peter Hogenkamp

 

Alle 235 Artikel von Peter Hogenkamp auf neuerdings:

Withings Waage im Test:
Upload ja bitte, Twittern nein danke

Withings Waage stellt Gewicht, Körperfett und alles andere an ermittelten Daten ins Netz. Braucht’s das? Unbedingt – selbst, wenn man es niemandem sagen will.

Withings Web-Waage mit iPhone

Withings Web-Waage mit iPhone

Das Gewicht ist, wie das Gehalt, eigentlich eine recht private Angelegenheit. Ich würde jedenfalls beides nicht gern öffentlich nennen. Aus anderen Lebensbereichen teile ich aber durchaus viel bei Twitter & Co. mit.

Wie ist nun die Waage von Withings zu beurteilen, die private Daten ins Netz stellt und damit eher von der mitteilungsfreudigen Sorte ist?

Bis zu einem gewissen Grad ist sie noch recht konventionell: Sie misst Gewicht, Körperfett, Wasser und errechnet den BMI (und erkennt dabei den jeweiligen Benutzer wieder). Dann gehts aber los: Per WLAN-Funktionalität. Sobald die drahtlose Netzverbindung per USB-Kabel eingerichtet ist, stehen die Türen offen für eine ganze Reihe von Online-Services.

Withings Wifi-Waage mit iPhone-App
wp-contentuploadsweb-9-wiscale_screenshot_detailview.jpgwp-contentuploads4-connected-bodyscale-view.jpgwp-contentuploads2-connected-bodyscale-persp.jpgwp-contentuploadsweb10-wiscale_screenshot_graphsview.jpg
wp-contentuploadsweb-5-connectedbodyscale_iphone_h.jpg

» weiterlesen

Mili Power Pack im Test:
Mobile iPhone-Wiederbelebung

Das Mili Power Pack von Raikko gibt dem iPhone mehr Energie in den Akku. Ganz ohne Steckdose. Dabei macht der Aufsteck-Akku das iPhone nicht zu pummelig und liegt auch an das Handy gesteckt gut in der Hand, wie wir im Test rausgefunden haben.

Das Mili Power Pack liegt gut in der Hand

Das Mili Power Pack liegt gut in der Hand

Als iPhone-Nutzer lebt man in konstanter Angst vor frühzeitigem Akku-Ableben. Intensivnutzer kennen Tage, an denen man versucht, sich mit 10 Prozent Rest-Akku zur nächsten Steckdose durchzuschlagen. Präventivmassnahmen: Helligkeit runterdrehen, 3G und WiFi deaktivieren, nicht mehr in jeder 15-Sekunden-Pause auf dem Ding rumdaddeln oder weitere Sperenzchen. Nützts was? Ja. Machts Spass? Nein.

Diese eher schwache Akkuleistung des iPhone wurde oft kritisiert, und bei der grossen Verbreitung des Apple-Geräts erstaunt es nicht, dass hier Drittanbieter mit Akkupacks in die Bresche springen. Wie etwa der deutsche Hersteller Raikko. Er verspricht mit seinem “Mili Power Pack” (Affiliate-Link) unter anderem bis zu 390 Stunden mehr Standby-Zeit und 6.5 Stunden mehr Sprechzeit (siehe technische Daten (PDF)). Dieser Komfort kostet rund 70 Euro.

Mili Power Pack: Akku-Verstärkung fürs iPhone
mili_rundummili_outinmili_frintMili_anschluesse
Mili_anschluesse2MilimiteiphoneIMG_6551bearbeitet

» weiterlesen

«Kindle2» von amazon in Europa:
Erster Bote einer neuen Generation

Den E-Book-Reader «Kindle» von amazon haben wir hier bei neuerdings.com bereits getestet. Seit kurzem funktioniert das Gerät auch in Europa – und zeigt uns, wo die Reise hingeht.

Seit zwei Wochen teste ich nun den «Kindle» von amazon. Das Gerät, genau genommen heisst es ja «Kindle2», ist nicht neu, daher ist ein Test der Hardware und Software eigentlich für uns globale Geister etwas veraltet. Peter Sennhauser hatte im März schon einen ausführlichen, dreiteiligen Testbericht abgeliefert (hier der Teil I: «Auspacken und Staunen»).

Die Europäer testen ihn natürlich trotzdem jetzt noch. Gion Mathias Cavelty von der Schweizer «Weltwoche» zum Beispiel freut sich, etwas postpubertär, dass keine Schweizer Autoren im Kindle Store sind. Dann bringt er aber doch noch einen nützlichen Serviceteil:

» weiterlesen

iPhone 3G S:
Ein erster Test

Software schlägt Hardware – aber Hardware reizt. Ein erster Test des iPhone 3G S.

iPhone3G S - Ist es so schnell wie versprochen (Bild: Apple)

iPhone3G S - Ist es so schnell wie versprochen (Bild: Apple)

Seit rund 50 Stunden habe ich das neue Betriebssystem iPhone OS 3.0 auf dem “alten” iPhone 3G, und seit rund 20 Stunden habe ich das neue iPhone 3G S zum Testen. Noch ist schwer zu sagen, wie sehr ich mich an die neuen Hardware-Spielereien gewöhnen werde. Eins ist klar: Die neue Software schlägt in diesem Fall klar die neue Hardware, die vielen Verbesserungen am Betriebssystem sind viel wichtiger als die Handvoll neuen Hardware-Features. Die entscheidende Frage ist also: Wie geekig muss man sein, um auf die neuen Hardware-Tricks nicht verzichten zu können?

» weiterlesen

Kurztest Windows Live:
Jetzt mit Facebook Connect

Microsoft hat seinen Dienst “Windows Live” aufgebohrt und vernetzt diesen nun mit anderen Diensten.

Windows Live - Jetzt auch mit Facebook Connect

Windows Live - Jetzt auch mit Facebook Connect

Windows Live habe ich eigentlich nicht so richtig auf dem Schirm. Das hat nichts damit zu tun, dass ich den Dienst nicht leiden kann. Ich bin kein “Windows-Hasser” und nutze deren Dinge dort, wo es für mich Sinn macht. Aber der Messenger spielte bei mir bisher keine Rolle, weil die Freunde auf ICQ, AIM, Faccebook und Twitter verteilt sind. Auf Windows Live waren bisher keine. Dachte ich jedenfalls. Microsoft hat die Tage die Funktionen von Windows Live erweitert und man kann den Dienst zum Beispiel mit Facebook Connect verbinden:

» weiterlesen

Handy-Lernen:
Die guten alten Vokabelkärtchen kommen aufs iPhone

Zwischendurch mal etwas von der CeBIT: Nur für Leute ohne schlechte Erinnerungen an die Schulzeit: Die Firma mobilinga aus Bremen bringt unsere alten Vokabellernkärtchen aufs iPhone.

Die Software hat zwei Funktionen: Zum einen kann ich mir im Urlaubsland die spanische Phrase für «Wo ist denn hier die Toilette?» auf dem Handy anzeigen und «vorlesen» lassen. Gespeichert sind «die wichtigsten 1001 Phrasen» pro Sprache. 1000 hätten es für mich auch getan, aber nun gut.

Zum anderen kann ich mit derselben Datenbank auch Vokabeln (also eigentlich Phrasen) lernen. Die Software simuliert ein Lernkärtchen inklusiv Umdreh-Animation. Danach kann ich klicken, ob ich die Antwort wusste oder nicht, entsprechend kommt sie, «nach optimalen didaktischen Kriterien», was auch immer die sind, irgendwann wieder, damit ich es irgendwann kapiere.

Die Software gibt es für das iPhone und die Google-Android-Plattform. In Apples AppStore ist sie im Moment gerade im Review-Prozess. Der Preis steht noch nicht fest.

Apple Store Zürich:
Von Kopfschütteln bis Gänsehaut

Apple eröffnet nach Genf den zweiten Schweizer Retail Store in Zürich. Die Magie liegt nicht im Laden, aber möglicherweise im Konzept.

Apple Retail Store Zürich

Apple Retail Store Zürich

Eineinhalb Stunden vor Eröffnung stehen erst 25 Leute vor dem neuen Apple Store, den man im weitläufigen Glattzentrum erstmal finden muss. Für Auswärtige: Glattzentrum? Eine Mall in der Agglo von Zürich, Richtung Flughafen, die trotz Facelifts auch schon bessere Zeiten gesehen hat. Ausgerechnet dort eröffnet einer der ersten beiden Apple Retails Stores in Kontinentaleuropa? Wir hätten ihn eigentlich eher an der Bahnhofstrasse oder am Limmatquai erwartet, wie wir auch gestern kurz schrieben.
» weiterlesen

Apple Retail Stores:
Eröffnung in Genf und Zürich

Am Donnerstag, 25.09.2008 und am Freitag, 26.09.2008 ist es endlich soweit: Apple eröffnet die ersten Retail Stores auf dem europäischen Kontinent. 

Die ersten europäischen Retail-Stores eröffnen in der Schweiz

Die ersten europäischen Retail-Stores eröffnen in der Schweiz


“Die Schweiz hat seit langem den höchsten Mac-Marktanteil der Welt. Zürich und Genf sind großartige, kosmopolitische Städte, also gute Standorte für uns. Die Schweizer sind zudem sehr technologieaffin.” Das sind laut Ron Johnson, Leiter der Retail-Abteilung bei Apple, die Gründe dafür, warum die ersten Apple-Stores in der Schweiz und nicht in Nachbarländern wie Deutschland oder Frankreich eröffnet werden. Das Konzept der Apple Retail Stores sei es, so Johnson weiter in einem Interview mit dem Tagesanzeiger, eine helle, freundliche Atmosphäre für die Kunden zu bieten:
» weiterlesen

Apple Keynote “Let’s Rock”:
Das iPod-Rocken lässt etwas nach

Steve Jobs stellte in San Francisco die neuste Generation iPods vor. Wir waren fast live dabei – bei der Liveübertragung in London – und konnten die Geräte auch schon anfassen.

Die iPod-Familie (Bild Apple)

Die iPod-Familie (Bild Apple)


iPod Classic 08 (Bild Apple)

iPod Classic 08 (Bild Apple)

Auffällig war, dass der neu aufgelegte iPod Classic nur wenige Bemerkungen wert war: Er ist dünner als vorher und hat nun 120 GB statt vorher 80 GB.

Obwohl der Classic bei einigen langjährigen iPod-Fans, die 16 oder 32 GB als eine Beleidigung ihrer Musiksammlung empfinden, immer noch beliebt ist, scheint Apple in dieses Modell nicht mehr viel zu investieren.

Für das lukrative AppStore-Business braucht es eben die iPhone/iPod-touch-Linie.

iPod Nano

iPod Nano-Aufreihung

iPod Nano-Aufreihung


Als nächstes wurde der neue iPod nano gezeigt. Vermutlich ist der letzte nano mit dem Breitbildformat weniger gut angekommen als die beiden Vorgänger, denn die vierte Auflage kehrt zum Hochformat zurück.

Durch das vom iPhone und vom iPod touch bekannte «Accelerometer» (Bewegungssensor) versucht der nano, das beste aus beiden Welten zu verbinden, indem man das Bild auch ins Querformat kippen kann. Den einzigen Szenenapplaus erntete Jobs mit der Demonstration des Features «Shake to Shuffle»: Schütteln des iPod schaltet ihn in den Zufallswiedergabe-Modus um. Ein netter Scherz.

iPod Nano

iPod Nano

Auf dem Bildschirm wirkte der nano auf mich nicht sehr ansprechend, in der Hand dagegen durchaus. Er ist noch dünner geworden, das gewölbte Glas ist wirklich schick, das Display strahlt hell und klar. Er kommt in sage und schreibe neun verschiedenen Farben, was für mich kein Killerkriterium ist (auch der iPod mit den auslaufenden Farben nicht) – aber man weiss ja, dass nicht wenige Frauen das anders sehen… Preise für den iPod nano (laut hier abgegebener Preisliste, die Preise im Onlinestore weichen komischerweise um 10 Euro ab): Deutschland: 8 GB 149 Euro, 16 GB 199 Euro. Schweiz: 8 GB CHF 229, 16 GB 299.

iPod Touch

iPod Touch: Dünner und bis zu 32 GB Speicher

iPod Touch: Dünner und bis zu 32 GB Speicher


iPod Touch

iPod Touch

Auch mein Anfasserlebnis blieb eher unspektakulär. «Doooch, der ist aber wirklich viel dünner, guck mal genau hin», wurde ich von einem netten Apple-Mitarbeiter zur Begeisterung gemahnt. Na gut.
Preise für den iPod touch: Deutschland: 8 GB 219 Euro, 16 GB 279 Euro, 32 GB 379 Euro. Schweiz: 8 GB CHF 339, 16 GB CHF 439, 32 GB CHF 579. Günstiger als bisher, aber immer noch teuer. Natürlich treiben in der Schweiz die SUISA-Gebühren nach wie vor die Preise in die Höhe.

Im Grundrauschen: Zwei neue Ohrhörer-Sets, ein billigeres mit Skip-Tasten und Lautstärkeregler, das trotzdem nicht beiliegt, sondern 29 Dollar kostet, und ein teureres, angeblich gutes für 79 Dollar. Das heisst im Umkehrschluss, dass die mitgelieferten Ohrhörer bis auf weiteres so schlecht bleiben werden, wie sie immer waren. – Der Upgrade der Firmware von iPhone und iPod touch für bisherige Benutzer. Mit der Version für den iPod touch (8.99 EUR / CHF 11 von 1.x auf 2.1, gratis von 2.0) ist man rechtzeitig fertig geworden; die Version für das iPhone dagegen soll erst am Freitag folgen, was vermutlich nicht beabsichtigt war.

Fazit
Das horrende Innovationstempo, das Apple in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat, lässt sich ganz offenbar nicht halten – der letzte wirklich grosse Coup war die iPhone-Ankündigung im Januar 2007, seitdem sieht man vor allem Derivate (wie die Ausweitung der vom iPhone bekannten Features nach unten) und Evolutionen. Zwar befeuern die Medien den Hype unvermindert, aber das Spektakel «eine letzte Sache noch:» bleibt aus.

Der neue iPod nano ist sehr schön und wird sich sicher gut verkaufen. Der iPod toch ist auch toll, aber er war es auch vorher schon, und für Besitzer des letzten Modells scheint es nicht wirklich zwingend, sich die neue Generation zu leisten. Die heute am meisten herausgestellte Musikempfehlungs-Funktion «Genius» ist bei anderen Diensten wie last.fm längst Standard.

Umso wichtiger ist für Apple der sehr erfolgreiche Start des AppStore (100 Millionen Downloads in 60 Tagen, wobei die meisten gratis sein dürften), was sich an der klaren Fokussierung auf die AppStore-fähigen Geräte auch zeigt.

iPhone 3G:
178 MB in zwei Wochen August

siehe untere Zahl)

siehe untere Zahl)

Vor dem iPhone-Launch war in den Kommentaren hier verschiedentlich die Frage aufgekommen, wieviel Traffic man wohl machen wird. Die war im Voraus schwer zu beantworten, denn mit dem iPhone 3G würde es vermutlich aufgrund des schnelleren Netzes mehr sein als mit dem alten.

Ich habe mit «meinem» Test-iPhone 3G vom Schweizer Netzbetreiber Swisscom in zwei Wochen August grade mal 178 MB Traffic gemacht, wie der Screenshot zeigt.

Dies ohne jede Hemmung (ist ja ein Testgerät mit Testkonto :-), habe auch immer fleissig per UMTS YouTube-Videos zu gucken versucht, Apps von unterwegs aus dem Store runtergeladen, und einige Zugfahrten mit WLAN-Einsätzen auf dem iPhone-Datenkonto gemacht.

Ich würde also die Schwelle von 1 GB bei weitem nicht erreichen, wohl aber die 250 MB, die mit dem mittleren Abo kommen (und die 100 MB sowieso).

Wieviel Traffic machst Du mit Deinem iPhone 3G?