Peter Hogenkamp
Alle 220 Artikel von Peter Hogenkamp auf neuerdings.com:
Apple Store Zürich:
Apple Retail Stores:
Eröffnung in Genf und Zürich
Am Donnerstag, 25.09.2008 und am Freitag, 26.09.2008 ist es endlich soweit: Apple eröffnet die ersten Retail Stores auf dem europäischen Kontinent.
“Die Schweiz hat seit langem den höchsten Mac-Marktanteil der Welt. Zürich und Genf sind großartige, kosmopolitische Städte, also gute Standorte für uns. Die Schweizer sind zudem sehr technologieaffin.” Das sind laut Ron Johnson, Leiter der Retail-Abteilung bei Apple, die Gründe dafür, warum die ersten Apple-Stores in der Schweiz und nicht in Nachbarländern wie Deutschland oder Frankreich eröffnet werden. Das Konzept der Apple Retail Stores sei es, so Johnson weiter in einem Interview mit dem Tagesanzeiger, eine helle, freundliche Atmosphäre für die Kunden zu bieten:
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Apple Keynote “Let’s Rock”:
Das iPod-Rocken lässt etwas nach
Steve Jobs stellte in San Francisco die neuste Generation iPods vor. Wir waren fast live dabei – bei der Liveübertragung in London – und konnten die Geräte auch schon anfassen.
Auffällig war, dass der neu aufgelegte iPod Classic nur wenige Bemerkungen wert war: Er ist dünner als vorher und hat nun 120 GB statt vorher 80 GB.
Obwohl der Classic bei einigen langjährigen iPod-Fans, die 16 oder 32 GB als eine Beleidigung ihrer Musiksammlung empfinden, immer noch beliebt ist, scheint Apple in dieses Modell nicht mehr viel zu investieren.
Für das lukrative AppStore-Business braucht es eben die iPhone/iPod-touch-Linie.
iPod Nano
Als nächstes wurde der neue iPod nano gezeigt. Vermutlich ist der letzte nano mit dem Breitbildformat weniger gut angekommen als die beiden Vorgänger, denn die vierte Auflage kehrt zum Hochformat zurück.
Durch das vom iPhone und vom iPod touch bekannte «Accelerometer» (Bewegungssensor) versucht der nano, das beste aus beiden Welten zu verbinden, indem man das Bild auch ins Querformat kippen kann. Den einzigen Szenenapplaus erntete Jobs mit der Demonstration des Features «Shake to Shuffle»: Schütteln des iPod schaltet ihn in den Zufallswiedergabe-Modus um. Ein netter Scherz.
iPod Touch
Auch mein Anfasserlebnis blieb eher unspektakulär. «Doooch, der ist aber wirklich viel dünner, guck mal genau hin», wurde ich von einem netten Apple-Mitarbeiter zur Begeisterung gemahnt. Na gut.
Preise für den iPod touch: Deutschland: 8 GB 219 Euro, 16 GB 279 Euro, 32 GB 379 Euro. Schweiz: 8 GB CHF 339, 16 GB CHF 439, 32 GB CHF 579. Günstiger als bisher, aber immer noch teuer. Natürlich treiben in der Schweiz die SUISA-Gebühren nach wie vor die Preise in die Höhe.
Im Grundrauschen: Zwei neue Ohrhörer-Sets, ein billigeres mit Skip-Tasten und Lautstärkeregler, das trotzdem nicht beiliegt, sondern 29 Dollar kostet, und ein teureres, angeblich gutes für 79 Dollar. Das heisst im Umkehrschluss, dass die mitgelieferten Ohrhörer bis auf weiteres so schlecht bleiben werden, wie sie immer waren. – Der Upgrade der Firmware von iPhone und iPod touch für bisherige Benutzer. Mit der Version für den iPod touch (8.99 EUR / CHF 11 von 1.x auf 2.1, gratis von 2.0) ist man rechtzeitig fertig geworden; die Version für das iPhone dagegen soll erst am Freitag folgen, was vermutlich nicht beabsichtigt war.
Fazit
Das horrende Innovationstempo, das Apple in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat, lässt sich ganz offenbar nicht halten – der letzte wirklich grosse Coup war die iPhone-Ankündigung im Januar 2007, seitdem sieht man vor allem Derivate (wie die Ausweitung der vom iPhone bekannten Features nach unten) und Evolutionen. Zwar befeuern die Medien den Hype unvermindert, aber das Spektakel «eine letzte Sache noch:» bleibt aus.
Der neue iPod nano ist sehr schön und wird sich sicher gut verkaufen. Der iPod toch ist auch toll, aber er war es auch vorher schon, und für Besitzer des letzten Modells scheint es nicht wirklich zwingend, sich die neue Generation zu leisten. Die heute am meisten herausgestellte Musikempfehlungs-Funktion «Genius» ist bei anderen Diensten wie last.fm längst Standard.
Umso wichtiger ist für Apple der sehr erfolgreiche Start des AppStore (100 Millionen Downloads in 60 Tagen, wobei die meisten gratis sein dürften), was sich an der klaren Fokussierung auf die AppStore-fähigen Geräte auch zeigt.
iPhone 3G:
178 MB in zwei Wochen August
Ich habe mit «meinem» Test-iPhone 3G vom Schweizer Netzbetreiber Swisscom in zwei Wochen August grade mal 178 MB Traffic gemacht, wie der Screenshot zeigt.
Dies ohne jede Hemmung (ist ja ein Testgerät mit Testkonto :-), habe auch immer fleissig per UMTS YouTube-Videos zu gucken versucht, Apps von unterwegs aus dem Store runtergeladen, und einige Zugfahrten mit WLAN-Einsätzen auf dem iPhone-Datenkonto gemacht.
Ich würde also die Schwelle von 1 GB bei weitem nicht erreichen, wohl aber die 250 MB, die mit dem mittleren Abo kommen (und die 100 MB sowieso).
Wieviel Traffic machst Du mit Deinem iPhone 3G?
Spezialangebot nicht nur fürs iPhone:
Swisscom verschenkt die Restlaufzeit - vier Wochen lang
Wer vor einem Jahr bei Swisscom ein neues Handy mit Vertragsbindung gekauft hat, müsste eigentlich für ein reguläres iPhone tief in die Tasche greifen. Swisscom hilft mit einem Sommerspezialangebot - das nur vier Wochen läuft, aber nicht aufs iPhone beschränkt ist.

In der Schweiz gibt es im Gegensatz zu Deutschland noch keine iPhone-Bestandskunden, die man durch unsinnig teure Upgrade-Angebote verprellen könnte - aber natürlich gibt es Millionen von Kunden, deren 12- oder 24-Monats-Vertrag im Moment gerade nicht ausläuft. Wie bereits beim Launch angekündigt, präsentiert Swisscom nun ein Treueangebot für «Kunden, die aufgrund ihrer Vertragsrestlaufzeit eigentlich nicht berechtigt sind, ein vergünstigtes Handy zu beziehen».
iPhone 3G:
44 Minuten iPhone-Video-Demo jetzt auch auf Deutsch
Apple hat die iPhone-Video-Demo auf Deutsch übersetzt und für das iPhone 3G angepasst. Wir sagen, welche Stellen die interessanten sind (Also Achtung: Spoiler).
Wer schon ein iPhone 3G hat, muss im Moment vor allem eins damit machen: Kollegen und Freunde daran rumdrücken lassen. Wenn man schon ein Jahr mit dem Bedienkonzept vertraut ist (vom iPhone oder dem iPod touch), vergisst man gerne, dass fast der ganze Rest der Welt noch die iPod-Classic-Bedienung kennt und deswegen auch heute am liebsten noch Funktionen wie Drehen und Multitouch anschaut. UMTS, GPS und Push sind da längst nicht so beeindruckend und auf dem Büroflur eh schwierig zu demonstrieren.
Wer daher sein iPhone möglichst schnell wieder haben will, kann es zumindest probieren mit dem Satz: «Ich schick Dir einen Link, dort sieht man alles viel besser.» Denn die iPhone-Video-Demo von Apple gibt es jetzt auch auf Deutsch.
Orange:
«Yes, we have it - not!»
OK, zuviel Orange-Bashing ist auch langweilig. Aber: Einer jeht noch, einer jeht noch rin?
Ich: «We have it? Stimmt das?»
Er: «Ähm. Nein.»
Ich: «Wie viele hattet Ihr denn?»
Er: «15 Stück.»
Ich: «Oh. Und wieviel Vorbestellungen?»
Er: «Einiges mehr.»
Ich: «Und heute morgen standen auch etwa 15 Leute vor der Tür, oder?»
Er: «Ja, etwa. Aber elf von denen hatten vorbestellt.»
Fazit 1: Es ist alles noch viel verrückter als man denkt. Im Kreis 5 bestellen die Leute vor und stellen sich dann vor Türöffnung an.
Fazit 2: Zu forsche T-Shirt-Kommunikation kann nach hinten losgehen.
iPhone 3G in der Schweiz:
Orange verschläft den Launch
Während iPhone und Swisscom zur Zeit grösste Medienpräsenz haben (teilweise redaktionell, teilweise mit Werbung erkauft), hört man von Konkurrentin Orange gar nichts. Orange hat den Launch schlicht und einfach verschlafen.

Während Swisscom feiert, muss Orange draussen bleiben - hier versehentlich von einem Agenturfotografen abgebildet, der ein Orange-iPhone vor einem Swisscom-Logo ablichtete. (Foto: Keystone)
In den letzten Wochen und Tagen war das neue iPhone 3G in den Schweizer Medien omnipräsent. Werbung hat allerdings fast ausschliesslich Swisscom (und ihre Reseller) geschaltet. Konkurrentin Orange schaffte es gerade mal, die Abopreise einige Tage vor dem Erstverkaufstag bekannt zu geben, dann herrschte - bis auf die eigene Website und Mailing-Aktionen an bestehende Kunden - jedoch Funkstille.
iPhone-3G-Launch in der Schweiz:
Knappheit hüben wie drüben
Geräteknappheit an allen Enden: Über 500 «Consumer» rangeln sich in der Schlange, die letzten 30 gehen mit leeren Händen nach Hause, und auch von den 100 Journalisten bekommt nicht jeder ein Testgerät.
Think different. Das iPhone ist anders, und entsprechend war auch der Launch irgendwie eine seltsame Geschichte. Über 100 Journalisten drängelten sich ab 22.30 Uhr im Zürcher In-Vegi-Restaurant «Hiltl», wohin Swisscom zur Pressekonferenz geladen hatte. Carsten Roetz, Pressesprecher, moderierte, Christian Petit, Leiter Privatkunden, erzählte von den Tollheiten, mit denen Swisscom im Schweizer Markt aufwartet, Urs Schaeppi, Leiter Grosskunden, berichtete, wie toll das iPhone als Business Handy ist (siehe «Einige Neuheiten gibts trotzdem»). So weit, so normal.
Um 23.45 Uhr durften alle Journalisten die Strassenseite wechseln und sich gegenüber vor dem Shop das Gewimmel anschauen - im Medien-Programm vermerkt als «Transfer zum Swisscom-Shop an der Füsslistrasse, Start des Mitternachtsverkaufs». Auf einem Podest stehend trafen wir alte Bekannte und schlossen neue Freundschaften, etwa mit Barnaby Skinner von der SonntagsZeitung. Wohl niemand wollte mit den Leuten in der Schlange tauschen, erst recht nicht, als sich kurz vor Mitternacht plötzlich direkt vor der Tür einige Dutzend Leute in die Schlange drängelten. Nach mehreren vergeblich gezählten Countdowns der Massen wurden die Türen schliesslich pünktlich um Mitternacht geöffnet. Ein grosses Geschiebe setzte ein, die Stadtpolizei eilte den sichtlich überforderten privaten Security-Leuten zu Hilfe und zog ein rot-weisses Baustellenband, das dann die Securitaner von Hand des Rest des Abends hielten.
iPhone 3G:
Alles, was man wissen muss (in der Schweiz)
In 12 Stunden beginnt der Verkauf des ersten iPhones in der Schweiz. Wir haben die wichtigsten «administrativen» Fragen zu Verträgen und Kosten nochmal zusammengestellt.
Welche Tarife gibt es?
Hier sind die Tarife von Swisscom, hier die Tarife von Orange (jeweils durchklicken, nicht direkt verlinkbar).
Und wer ist billiger?
Wie bei allen Handyverträgen: Es kommt darauf an. Beide Anbieter bilden im wesentlichen ihre bisherigen Abos ab, und auch bei denen hängt es vom Telefonierverhalten ab, wo man günstiger fährt. Orange hat Gratisminuten und Gratisgespräche zu den drei Lieblingsnummern, Swisscom hat den günstigen Stundentarif; Swisscom hat nur 24-Monate-Abos (die lang werden könnten, weil sicher in dieser Spanne das nächste iPhone folgt), Orange hat auch eine 12-Monate-Variante; Orange hat bei allen Abos 1 GB Datenverkehr inklusive, Swisscom hat den Preis für den zusätzlichen Datenverkehr pro Tag bei 5 Franken gedeckelt - und so weiter. Einen ersten guten Anhaltspunkt bietet ein iPhone-Tarifrechner.
Was kostet mich denn das iPhone insgesamt in den 24 Monaten?





















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