High End 2014:
Reale und virtuelle Lautsprecherboxen

Die High End ist „die Messe für den guten Ton“, womit nicht das gute Benehmen gemeint ist, sondern tatsächlich höchste Audio-Qualität. Inzwischen gibt es allerdings auch virtuelle Lautsprecher, wenn auch ohne Ton. Wir haben die Messe besucht.

Mit Nubert AR kann man via Smartphone oder Tablet schauen, wie gut die PC-Boxen auf den Schreibtisch passen. (Alle Fotos: W.D.Roth)

Mit Nubert AR kann man via Smartphone oder Tablet schauen, wie gut die PC-Boxen auf den Schreibtisch passen. (Alle Fotos: W.D.Roth)

Nubert hat eine neue Serie von PC-Lautsprecherboxen herausgebracht, die Studioqualitäten haben und die wir auf neuerdings.com bereits getestet haben. Will man die akustischen Qualitäten testen, kann man sich diese Lautsprecher in die eigenen vier Wänden zuschicken lassen. Manchmal aber will man zunächst nur die optische Wirkung erproben, also wie die Box neben dem Monitor wirkt, ob sie eher zu groß oder zu klein ist, ob die Schreibtischlampe dann überhaupt noch auf den Tisch passt etc. Dafür kann man sich den Aufwand mit der Zusendung und Rücksendung einer dann doch nicht passenden Box nun ersparen: Eine App zaubert die Box per Virtual Reality auf den Schreibtisch.

Die passende App ist für Android und iOS erhältlich. Auf ein Smartphone oder Tablet geladen wird dann die Lautsprecherbox dreidimensional in das aufgenommene Bild eingefügt, wenn man ein Blatt mit einem speziellen Logo dahin legt, wo die Box später stehen soll.

Den Klang kann das Smartphone oder Tablet natürlich nicht hinzufügen. Doch wenn dieses System auch für die weiteren Nubert-Boxen ausgebaut wird, kann der Familie vor der beziehungsgefährdenden unerwarteten Anlieferung etlicher großer Kisten gezeigt werden, wie es im Wohnzimmer zukünftig aussehen könnte.

High-End
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Eine weitere zur High End gezeigte Neuerung ist die Nubert nuPro AS-250 – eine aktive Stereobox, die wie ein Center-Lautsprecher eines Surround-Systems unter den Fernseher gestellt werden kann, wenn dessen eingebaute Lautsprecher den Ansprüchen des Zuschauers nicht genügen, aber kein AV-Verstärker vorhanden ist.

Sehr kuriose Boxen gab es auch von anderen Herstellern zu sehen, wie ihr in der Fotogalerie oben entdecken könnt. Während die riesigen Silbatone-Kinolautsprecher fast 100 Jahre alt sind und nur aus historischen Gründen gezeigt wurden, erscheinen auch die Vierkanal-Lautsprecher mit Messinghorn von Bemax Audio / Livingvoice wie Steampunk in Vollendung. Hierzu gehört auch noch ein Subwoofer-Horn.

Hörner sind die eine eher ungewohnte Lautsprechervariante, die einen sehr hohen Wirkungsgrad hat, doch auch einen sehr hohen Platzbedarf. Flachlautsprecher sind die andere. Göbel unterstützt seine Flachlautsprecher beim Modell Epoque Reference inzwischen jedoch durch konventionelle Tieftöner.

Neue alte Technik gab es auch bei Wolf von Langa zu sehen: Feldspulenlautsprecher, deren Magnetfeld nicht mit Permanentmagneten, sondern Elektromagneten erzeugt wird. Einst wurde diese Technik verwendet, weil Permanentmagneten noch nicht die benötigte Feldstärke für einen hohen Lautsprecher-Wirkungsgrad erzeugen konnten – die Feldspule diente dann gleichzeitig als Siebglied im Radionetzteil, was aber Brummstörungen zur Folge hatte. Heute ist dagegen die Regelbarkeit des Lautsprechers über die Stärke des Felds von Interesse, mit der dieser auf den jeweiligen Raum anpassbar sein soll und die geringere Verzerrung gegenüber Lautsprechern mit Permanentmagnet.

 

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