Airo:
Fitness-Armband will Kalorienaufnahme und Stresslevel messen

Und noch ein Fitness-Armband… Moment! Airo verspricht eine interessante Sonderfunktion: Mit Hilfe eines Spektrometers will es die Kalorienaufnahme und die Qualität unserer Nahrung analysieren und gegen Stress wirken. Ein Gesundheits-Armband für wirklich alles – wenn es denn die Versprechen halten kann.

Airo Gesundheitstracker. Alle Bilder: Airo

Airo Gesundheitstracker. Alle Bilder: Airo

Wer gedacht hatte, Fitness-Armbänder könnten nur Schritte zählen, der wird mittlerweile eines Besseren belehrt. Erst in dieser Woche haben wir euch Push vorgestellt, ein Fitness-Armband für den Kraftraum. Und nun will Airo noch einen drauf setzen: Das Gadget dreier Studenten an der Universität im kanadischen Waterloo (da wo auch Blackberry sitzt), will unseren Stresslevel analysieren und uns vor schlechter Nahrung bewahren.

Ein Spektrometer im Armband selbst setzt LEDs ein, um den Blutkreislauf zu untersuchen. Es will darin etwa Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett erkennen und auch Kalorien zählen können. Einen Beweis allerdings, ob das wirklich funktioniert, bleibt das Startup bisher schuldig. Und erst in einem Jahr soll das Armband fertig sein.

Airo: Gesundheitsarmband für alles
AIRO_inlineAIRO_on_armAIRO_on_woodAiro Gesundheitstracker. Alle Bilder: Airo
Founders - E, N, AFounders_seated - A, N, EFounders_side - E, N, ADie drei Airo-Gründer mit einem Prototypen ihres Armbands

Das verlangt eine Menge Vertrauensvorschuss. Das Video zum Projekt ist dafür schon fertig. Und was dort auf charmante Weise präsentiert wird, klingt nach der eierlegenden Wollmilchsau:

Das Armband protokolliert Bewegungen und Entfernungen, etwa bei Lauf- und Radsport, misst den Kalorienverbrauch aber eigenständig, statt ihn nur näherungsweise zu berechnen. Der Schlaftracker weckt den Träger mit einer sanften Vibration, wenn laut Schlafphasenanalyse der beste Zeitpunkt zum Aufstehen ist (vorher bitte sicherstellen, dass euer Arbeitgeber Gleitzeit erlaubt). Der Vibrationsalarm würde sich ebenfalls melden, wenn der Träger sich zu viel Stress aussetzt. Hier kämen Messsensoren für den Puls zum Einsatz.

Alles wird natürlich in einer schönen App grafisch aufbereitet, die sich auch mit Tipps meldet, wie man etwa den gerade überbordenden Stress wieder reduzieren kann. Dass man dabei natürlich vergleichen kann, wie viel Kalorien man aufgenommen und wie viele verbraucht hat, versteht sich von selbst.

Die drei Airo-Gründer mit einem Prototypen ihres Armbands

Die drei Airo-Gründer mit einem Prototypen ihres Armbands

Realistisch machbar?

Wie immer, wenn uns eierlegende Wollmilchsäue versprochen werden, schrillen hier alle Alarmglocken und es stellt sich die Vertrauensfrage: Kann das Startup die Versprechen überhaupt halten? Der geplante Starttermin ist noch ein Jahr entfernt. Es gibt ausnahmsweise einmal keine bunte Kickstarter-Aktion, mit der man um Spenden wirbt. Laut GigaOm ist das Projekt aber mit 85.000 Dollar vorfinanziert. Fünf Mitarbeiter hat das Projekt inzwischen; die drei Gründer Naman Kumar, Emmanuel DeVries und Abhilash Jayakumar eingerechnet. Man kann Airo jetzt schon zu einem Preis von 149 Dollar plus 10 Dollar internationale Versandkosten vorbestellen. Der reguläre Verkaufspreis soll 199 Dollar betragen. Die Macher sowie GigaOm versäumen leider zu erwähnen, ob es sich dabei um kanadische oder um US-Dollar handelt, auch wenn das finanziell kein großer Unterschied ist.

Wenn die drei Gründer ihr Versprechen halten können und Airo tatsächlich all das in Aussicht Gestellte können wird, dann sei ihnen meine Unterstützung gewiss. So aber zweifle ich noch und kann mir nicht denken, dass viele Interessenten dazu bereit sind, die Versprechen zum jetzigen Zeitpunkt schon finanziell zu unterstützen. Wenn die Entwicklung in diesen Schritten weitergeht, dann könnten ja auch Nike, Fitbit, Jawbone, Withings und andere der zahlreichen Hersteller für Fitness-Gadgets in der Zwischenzeit mit ähnlichen Funktionen experimentieren. Ein Jahr ist eine lange Zeit.

Mehr Informationen auf der offiziellen Website zum Airo.

Gefunden bei GigaOm

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

Mehr lesen

Moff: Alltagsgegenstände in Spielzeuge verwandeln

13.3.2014, 0 KommentareMoff:
Alltagsgegenstände in Spielzeuge verwandeln

Man nehme ein paar Sensoren, entwickle eine App und fertig ist das smarte, trendige Wearable Gadget für den Massenmarkt? Auch der Erfinder von Moff möchte mit einem Armband für Aufsehen sorgen - unter anderem bei Kindern, die alles mit diesem in ein Spielzeug verwandeln können.

Wristify: Nie wieder frieren dank eines schlauen Armbands

25.10.2013, 3 KommentareWristify:
Nie wieder frieren dank eines schlauen Armbands

Nie mehr zu kalt im Winter, nie mehr zu heiß im Sommer: ein Armband namens Wristify will Träger davor schützen zu frieren. Durch kleine Impulse kann es die Körpertemperatur leicht verändern und damit unser Temperaturempfinden beeinflussen.

TapTap: Smartes Pärchenarmband für Fernbeziehungen

23.10.2013, 4 KommentareTapTap:
Smartes Pärchenarmband für Fernbeziehungen

Dank Videotelefonie-Diensten wie Skype ist man geliebten, aber weit entfernten Menschen heutzutage so nah wie noch nie. Was aber fehlt, ist eine Berührung des Gegenübers. Die Macher von TapTap haben sich hierfür eine doch sehr niedliche Lösung einfallen lassen.

TomTom Runner Cardio und Multi-Sport Cardio: Pulsmessung jetzt auch ohne Gurt

4.4.2014, 4 KommentareTomTom Runner Cardio und Multi-Sport Cardio:
Pulsmessung jetzt auch ohne Gurt

TomTom hat seine GPS-Sportuhren „Runner“ und „Multi-Sport“ um Modelle mit dem Zusatz „Cardio“ ergänzt. Ihre Spezialität: Sie können nun auch den Puls messen und das ganz ohne den von manchen als lästig empfundenen Brustgurt. Damit reagiert TomTom zugleich auf verschärfte Konkurrenz von Smartwatches.

Fitbit Flex ausprobiert: Überwachung mit positivem Effekt

25.3.2014, 6 KommentareFitbit Flex ausprobiert:
Überwachung mit positivem Effekt

Wie lebt es sich so mit einem Aktivitäts-Tracker wie dem Fitbit Flex am Handgelenk? Motiviert er wirklich dazu, aktiver zu leben? Wie funktionieren Aufzeichnung und Synchronisation? Wir haben es ausprobiert

Healbe GoBe: Automatischer Kalorienzähler und Fitnesscoach

14.3.2014, 3 KommentareHealbe GoBe:
Automatischer Kalorienzähler und Fitnesscoach

Darauf haben anscheinend viele gewartet: Der automatische "Körper-Manager" GoBe ist auf der Crowdfunding-Plattform ein großer Hit. Er verspricht, viele lästige Aufgaben abzunehmen, wie z.B. die aufgenommenen Kalorien manuell zu erfassen.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder