gStick:
Neue Mausalternative in Stiftform

Präzises und ermüdungsfreies Arbeiten verspricht die gStick Mouse. Sie kommt in Form eines dicken Stiftes daher und ist damit natürlich nicht die erste ihrer Art. Auf Kickstarter konnte sie einen Erfolg landen und geht nun in Produktion.

gStick Mouse

gStick Mouse

Gordon Alan Stewart aus Anchorage, Alaska, wollte eigentlich nur online einen Vertrag unterzeichnen und stellte fest, wie schwierig das mit seiner normalen Maus zu bewerkstelligen war. Er kam auf die Idee, dass eine Maus in Stiftform hier besser geeignet wäre, machte sich auf zum Baumarkt und baute seinen ersten Prototypen. Drei Jahre Entwicklungszeit später ist die “gStick Mouse” fertig zur Produktion. Dank eines erfolgreichen Kickstarter-Projekts ist ihr Marktstart bereits finanziell gesichert.

gStick Mouse
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gStick Mouse

Wir hatten bereits Stiftmäuse für euch getestet, wie beispielsweise die Genius Pen Mouse und die Penclic D2. Hundertprozentig überzeugen konnten sie meine Kollegin Gabriele beide nicht. Letztlich hängt es u.a. sehr von der eigenen Arbeitsweise ab, ob eine Stiftmaus einen Vorteil bringt. Wer häufig zwischen Tastatur und Maus wechselt, kann bei der Genius Pen Mouse nicht einfach blind hingreifen. Man muss den Stift aktiv wieder vom Schreibtisch aufnehmen, ihn korrekt in der Hand positionieren und in diesem Fall auch noch abwarten, bis er aus seinem Ruhezustand erwacht ist. Die Penclic D2 hingegen ist eher wie eine Maus geformt, aus der ein Stift herausragt. Dadurch kann man sie bedenkenlos abstellen und wieder in die Hand nehmen.

Die gStick Mouse wiederum ist wie die Genius Pen Mouse ein reiner Mausstift. Man legt ihn also ab und nimmt ihn wieder auf. Entsprechend dürfte der gStick besser für Nutzer geeignet sein, die über längere Zeit mit der Maus arbeiten. Ein Beispiel ist hier die Bildbearbeitung. Der gStick konkurriert dann also eher mit Grafiktabletts. Ein Argument für den gStick ist an dieser Stelle, dass er höchst mobil ist und sogar in die Hosentasche passt. Die Präzision eines Grafiktabletts sollte man aber wahrscheinlich nicht erwarten. Es ist und bleibt eine Maus.

Klassisch mit Kugel

Interessanterweise setzt der gStick für die eigentliche Abtastung ganz klassisch auf eine rollende Kugel. Ob das besser ist als die optische Variante hängt wieder von den eigenen Nutzungsgewohnheiten ab. Damit der gStick zuverlässig funktioniert, liegt ein Mauspad bei. Um die Kugel reinigen zu können, lässt sich die Spitze abnehmen.

Drei bis fünf Monate soll die Stiftmaus mit einer Batterie oder einem Akku im Format AAA halten. Die Verbindung zum Computer wird per USB-Wireless-Dongle oder per Bluetooth hergestellt. Der gStick soll sowohl unter Windows und Mac als auch Linux funktionieren.

Die Kickstarter-Kampagne war ein voller Erfolg: Nach 24 Stunden war das Mindestziel von 40.000 US-Dollar bereits erreicht. Am Ende kamen gut 130.000 US-Dollar zusammen. Nun geht es an die massenhafte Produktion. Dabei soll sich das finale Modell noch von dem Prototypen unterscheiden, den man in den Fotos sieht. Die Tasten werden beispielsweise einen Hauch tiefer positioniert, das Scrollrad wird noch stärker zu den Seiten hin abgerundet und das gesamte Finish wird hochwertiger.

Preis und Lieferbarkeit

Wer sich für den gStick interessiert, kann ihn vorbestellen. Umgerechnet rund 30 Euro werden für Maus plus internationalen Versand fällig. Die Bluetooth-Variante kostet noch einmal rund 7,50 Euro mehr. Ab Januar 2014 sollen die Stiftmäuse/Mausstifte ausgeliefert werden.

Weitere Informationen hier auf der Website.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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