Boominator:
Sonnenbetriebene Boombox ist Festivalstar und Nachbars Albtraum

Auf einem Festival kommen zwei Dinge zusammen, die sich meist gegenseitig ausschließen: Laute Musik, aber kein Strom. Der Boominator löst dieses Problem, denn er hat Solar-Panels und für trübe Tage einen leistungsfähigen Akku.

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Boominator fertig montiert und lackiert

Festivals erforderten bislang immer eine große Ladung Batterien in der Tasche, wollte man außerhalb der Bühnen Musik hören. Man macht sich zwar nicht immer Freunde, wenn man die Campingplätze der hiesigen Musikveranstaltungen beschallt, aber der eigenen Stimmung tut dies keinen Abbruch. Abbrüche gibt es ohne zuverlässige Stromquelle jedoch einige. Der Boominator verspricht hier Abhilfe.

Die verschiedenen Baustadien des Boominators
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Man kann ihn allerdings nicht kaufen. Der Boominator ist ein Projekt, das man selbst in die Hand nehmen muss. Der gut 30 Kilo schwere, mit mehreren Subwoofern, Verstärkern und Lautsprechern bestückte Holzkasten ist ein Do-it-yourself-Produkt und vielleicht genau das richtige für die bald kommenden verregneten Herbsttage in Vorbereitung auf den nächsten Festivalsommer.

Der Boominator basiert auf einer, mittlerweile etwas unvollständigen, Anleitung des Users “Saturnus” aus 2007. Saturnus hat die Anleitung veröffentlicht, um anderen Usern die Möglichkeit zu geben, sich selbst einen Boominator zu bauen. Der User anders202 hat auf Reddit die Anleitung seiner Version veröffentlicht. Er wurde bei seinem Bau von Saturnus unterstützt und bekam von ihm die Erlaubnis, dies mit den Reddit-Nutzern zu teilen. Saturnus erklärt in einem Kommentar auf Reddit selbst noch einmal die technischen Details des Boominators. Sein Boominator kam auf dem diesjährigen Roskilde-Festival zum Einsatz. In einem kleinen Video zeigt er ebenfalls die Lautstärke, die er mit dem Boominator erzielen kann.

Jetzt einige technische Daten zu seiner Version des Boominators: Zwei 12-W-Verstärker, zwei Solarpanels sowie zwei P.Audio HP-10-W-Subwoofer und zwei Monacor MP-001 Hochtöner auf jeder Seite. Zusätzlich gibt es mittig USB-Anschlüsse, um Smartphones auf dem Festival aufzuladen.

Während andere Boominator-Modelle mit Solar-Panels 6 W Strom erzeugen und bereitstellen, erreicht seine Konstruktion in der Theorie 20 W. Laut Angaben von Anders schafft der Boominator sechs Stunden Spieldauer auf höchster Lautstärke und hat dann noch genug Strom übrig, um ein iPhone dreimal komplett aufzuladen. Unter besten Sonnenbedingungen geht dem Boominator der Strom gar nicht aus. Lautsprecher und Subwoofer sind nach vorn und hinten ausgerichtet – so schafft man es, die Umgebung rund um den Boominator gleichmäßig zu beschallen.

Für alle bastelfreudigen Nachbauer gibt es noch eine detaillierte Beschreibung des Baus. Die Box hat an Materialkosten ungefähr 600 US-Dollar verschlungen – ist also weder billig, noch etwas, das man auf Festivals unbeaufsichtigt stehen lässt. Man bekommt auf der offiziellen Facebook-Seite und im Forum Hilfe bei Planung und Bau. Jedes Modell der User dort unterscheidet sich von den anderen. Hier ist Kreativität gefragt.

Wenn man den Bau aber selbst hin bekommt sollte man auf jedem Festival der Star der Campungplatzbeschallung sein. Die Dänen haben es, wie man oben sieht, auf dem Roskilde-Festival bereits vorgemacht.

 

Ricarda Riechert

Ricarda Riechert ist Autorin bei neuerdings und dem Euronics Trendblog. Sie kann sich sowohl für neue Gadgets, als auch für Fotografie begeistern. Ihre Gamingleidenschaft lebt sie bei Elvun aus.

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