Hot Watch, Omate TrueSmart, inWatch One:
Drei schlaue Wunder

Drei neue Smartwatches buhlen um dein Handgelenk, zwei davon benötigen nicht einmal ein Smartphone in der Nähe, weil sie selbst schlau genug sind. Wir stellen euch Hot Watch, Omate TrueSmart und inWatch One kurz vor.

Dick Tracys Armbanduhr wird Wirklichkeit...

Dick Tracys Armbanduhr wird Wirklichkeit…

Wenn es um Smartwatches geht, gibt es im Prinzip zwei große Trends: Entweder sind sie als zweites Display des Smartphones am Handgelenk gedacht. Kollege Frank Busch hatte beispielsweise die Metawatch Frame für euch getestet. Oder sie sind Smartphones im Uhr-Format wie die Neptune Pine. Und bevor sich wieder jemand beschwert: Ja, entsprechende Produkte gibt es nicht erst seit 2013, sondern schon viele Jahre. Jetzt aber sind Technik und Nutzungsgewohnheiten an einem Punkt angekommen, dass die kleinen Handgelenks-Schlaumeier für die berühmt-berüchtigte breite Masse interessant werden.

Hot Watch, Omate TrueSmart, inWatch One
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Hot Watch

Die Hot Watch ist ein Kickstarter-Projekt und nimmt für sich in Anspruch, die schlaueste unter den schlauen Uhren zu sein. Das haben wir allerdings schon häufiger gelesen… Eine besondere Idee ist der “Private Call”: Hier dient die Hand sozusagen als Headset. Ein Lautsprecher tönt in die Handinnenfläche, die man sich ans Ohr hält. Auf diese Weise soll man also via Smartwatch telefonieren können, ohne dass die Umgebung alles mitbekommt. Ob es dann nicht doch einfacher wäre, das Smartphone aus der Tasche zu holen, sei einmal dahingestellt.

Die Hot Watch hat einen Touchscreen und lässt sich alternativ über spezielle Gesten bedienen. Malt man ein “U” aufs Display, wird sie beispielsweise entsperrt (= unlock). Möchte man sie entsperren und danach eine Nummer wählen, ist das der Buchstabe “D” (= dial). Und kommt man gar auf die absurde Idee, auf seiner Uhr die Uhrzeit ablesen zu wollen, ist es der Buchstabe “C” (= clock). Einen eingehenden Anruf kann man praktisch locker aus dem Handgelenk ablehnen: Einmal die Uhr zu schütteln reicht. Und wer auflegen will, kann das durch eine Winkgeste tun.

Als Anzeige steht ein 1,26 Zoll Diagonale messendes E-Paper-Display zur Verfügung. Über Bluetooth 4.0 verbindet sich die Uhr mit einem Smartphone.

Ein Problem vieler Smartwatches ist heutzutage ihr oftmals eher mäßig ansprechendes Design. Die Hot gibt es dafür in mehreren Varianten von “Basic” über “Edge” und “Classic” bis “Curve”.

Eine andere Frage ist der Akku: Drei Tage Standby werden versprochen.

Rund 100 Euro soll man via Kickstarter vorschießen, um sich eine Hot Watch inklusive Versand zu sichern. Die Auslieferung ist noch für Dezember 2013 versprochen.

Alle Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite.

Omate TrueSmart

Omate TrueSmart

Omate TrueSmart

“Wirklich schlau” will die Omate TrueSmart sein. Während Konkurrenten nur so tun als ob und auf ein Schlau-Fon in Bluetooth-Reichweite angewiesen sind, kann sie auch für sich allein stehen. Ein 1,3 GHz Dual-Core-Prozessor steckt drin, Android 4.2.2 dient als Betriebssystem. Mit 512 MB RAM und 4 GB eingebautem Festspeicher steht sie auf dem Datenblatt ordentlich da. Über eine MicroSD-Karte mit bis zu 32 GB Kapazität kann man den Speicherplatz erweitern. Für 2G/3G-Mobilfunk steckt man eine Micro-SIM ein, WLAN nach 802.11 b/g/n ist ebenfalls verfügbar. Darüber hinaus sind eine 5-Megapixel-Kamera und GPS im Gehäuse untergebracht. Das Display hat eine Diagonale von 1,5 Zoll und verfügt über 240 x 240 Pixel. Nicht zuletzt ist die TrueSmart wasser- und staubgeschützt.

Fragt sich nur noch, ob gleichzeitig ein ausreichend großer Akku hineinpasst. Dazu gibt es noch keine Angaben. Und nur die Praxis kann zeigen, inwiefern sich die Uhr vernünftig bedienen lässt. Die Macher setzen hier wohl vor allem auf Sprachbefehle. Alles in allem könnte die TrueSmart eine interessante Alternative für jene Situationen sein, in denen man sein empfindliches Smartphone lieber zu Hause lässt.

Preis und Erscheinungstermin der Omate TrueSmart stehen noch nicht fest. Mehr Informationen in diesem Bericht und auf der Facebook-Fanpage.

inWatch One

InWatch One

InWatch One

Die inWatch One aus China ist der Omate TrueSmart in vielerlei Hinsicht ähnlich: Displaygröße und -auflösung sind gleich, der Prozessor ist ähnlich stark, sie setzt ebenfalls auf Android und hat Mobilfunk selbst eingebaut. Die eingebaute Kamera ist mit 2 Megapixel schlechter aufgelöst. Mit 1 GB RAM und 8 GB Festspeicher ist sie von Haus aus besser ausgestattet, aber dafür gibt es keinen Slot für MicroSD-Karten. Der Akku eine Kapazität von 500 mAh, was für bis zu 120 Stunden Standby reichen soll. Man kann die Uhr für rund 220 Euro direkt in China bestellen. Geschützt gegen Wasser und Staub wie die TrueSmart ist die inWatch One bei alldem nicht.

Weitere Informationen in diesem Bericht. Hier die offizielle Website.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. ” an einem Punkt angekommen, dass die kleinen Handgelenks-Schlaumeier für die berühmt-berüchtigte breite Masse interessant werden.”

    Ach echt? :D
    Ich frage mich nach wie vor: Wer WILL so etwas? Ich weiß dass die zahlreichen Kickstarter-Projekte seit Monaten wirklich gut laufen, aber Kickstarter ist quasi per Definition ein Geek-Portal.

    Smartwatches könnten eines Tages wirklich das next big thing à la smartphone werden, aber erst dann wenn irgendjemand ein Feature (oder besser ein Featureset) erfindet bei dem die breite Masse sagt: Das ist richtig gut, das bräuchte ich auch. Das ist momentan absolut nicht der Fall. Telefonieren?
    Mal abgesehen davon dass es völlig affig aussieht und ich es schon alleine deshalb niemals tun würde: Wofür habe ich denn ein Handy? Notifications über eingeganene E-Mail etc.? Ok…ernsthaft: So furchtbar, als dass ich eine E-Mail lieber auf einem Mini-Display an meinem Handgelenk entzifferen würden finde ich das Handy aus der Tasche holen jetzt wirklich nicht.

    Unterm Strich: Eine Daseinsberechtigung für diese Dinger ist nach wie vor nicht in Sicht. Auch nicht bei den 3 neuen Smartwatches.
    Es ist nicht ausgeschlossen das jemand wirklich mal einen geilen Use Case findet, aber wirklich dran glauben tue ich nicht. Massenmarkt-Produkte haben es alle an sich dass sie ein offensichtliches Problem lösen oder bestehendes gravierend einfacher machen. Alleine die Tatsache dass bereits jahrelang nach einem Problem gesucht wird dass diese Smartwatch lösen könnte zeigt, dass es keine gibt.
    Smartwatches sind ein klassisches Technologie-Produkt. Von Geeks für Geeks. Mit dem Massenmarkt werden diese Geräte nie etwas zu tun haben.

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