Pirate3D Buccaneer:
Dieser neue 3D-Drucker will den Massenmarkt erobern

Mit günstigem Preis, schickem Design und einsteigerfreundlicher Bedienung will der Pirate3D Buccaneer den 3D-Drucker-Markt entern. Manche bezweifeln allerdings, dass die Macher ihre großen Versprechungen einhalten können.

Mit Design, Preis und einfacher Bedienung will der Pirate3D Buccaneer begeistern.

Mit Design, Preis und einfacher Bedienung will der Pirate3D Buccaneer begeistern.

Wer sich für einen 3D-Drucker interessiert und nicht tausende Euro oder Franken ausgeben will, wird bislang vielfach auf Bausätze verwiesen. Dazu braucht man nicht nur ein gewisses handwerkliches Talent, die Maschinen versprühen zugleich den spröden Charme eines Techniklabors. So manchen erinnert das an die Anfangszeit der Microcomputer, wo Bausätze ebenfalls stark verbreitet waren. Mit dem Apple II brachte damals ein heute bestens bekannter Hersteller einen Rechner auf den Markt, der nicht nur vollständig zusammengebaut und einsatzbereit war, sondern auch noch gut aussah. In diese Richtung denken offenbar ebenfalls die Macher des Pirate3D Buccaneer. Er erinnert dabei nicht zufällig an den PowerMac G4 Cube von Apple.

Pirate3D Buccaneer
pirate3d-buccaneer-3d-printer-01pirate3d-buccaneer-3d-printer-02pirate3d-buccaneer-3d-printer-03Mit Design, Preis und einfacher Bedienung will der Pirate3D Buccaneer begeistern.
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pirate3d-buccaneer-3d-printer-09Das Druckmaterial ist in einem eigenen Gehäuse untergebracht, man ist aber nicht etwa auf die Cartridges des Herstellers angewiesen.pirate3d-buccaneer-3d-printer-11pirate3d-buccaneer-3d-printer-12
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Der Buccaneer will mit schöne Design und kleiner Stellfläche dabei auch jene Interessenten ansprechen, die ihren 3D-Drucker nicht im Hobbykeller, sondern im Büro oder Wohnzimmer stehen haben möchten. Ein Filter soll dafür sorgen, dass er beim Drucken keine Gerüche verbreitet.

Das Äußere ist dabei nicht nur als Lockmittel für Ästheten gedacht, sondern soll zugleich Technik-Laien die Angst vor dem 3D-Druck nehmen. Ganz nach Apples Motto geht es dabei um Reduktion: So gibt es am Gehäuse keinen einzigen Knopf und angeschlossen wird der Buccaneer drahtlos. Das Druckmaterial befindet sich in einem Extragehäuse aus Aluminium und Acryl.

In einem Punkt nehmen sich die 3D-Piraten aber den Elektronik-Obst-Hersteller aus dem kalifornischen Cupertino nicht zum Vorbild: beim Preis. Während Apple bekanntlich das Premiumsegment abgrast, soll der Buccaneer umgerechnet nur 270 Euro kosten. Damit wäre er zwar nicht der billigste am Markt, aber im Vergleich zu Konkurrenten wie dem Makerbot Replicator mal eben knapp 1.300 Euro günstiger. Und das wäre sicher ein Preis, bei dem sich so mancher zu einem Spontankauf hinreißen lassen würde, der schon eine Weile gedanklich um 3D-Drucker herumschleicht.

Das Druckmaterial ist in einem eigenen Gehäuse untergebracht, man ist aber nicht etwa auf die Cartridges des Herstellers angewiesen.

Das Druckmaterial ist in einem eigenen Gehäuse untergebracht, man ist aber nicht etwa auf die Cartridges des Herstellers angewiesen.

Der Buccaneer soll dabei mit 100 Microns dieselbe Auflösung wie der Replicator haben. Mit 150 x 100 x 120 mm ist die maximale Objektgröße allerdings erheblich geringer. Und letztlich sagt die Auflösung selbst erst einmal nicht viel aus, denn nur Praxistests können zeigen, wie gut der Buccaneer wirklich funktioniert. In der Bildergalerie oben und auf Facebook kann man sich Probe-Ausdrucke ansehen und sich selbst ein Bild machen.

Manche, wie die Kollegen von TechCrunch, haben bei alldem erhebliche Zweifel, dass der Pirate3D Buccaneer wirklich alle Erwartungen erfüllen kann. Angesichts des günstigen Preises und des zugleich aufwändigen Gehäuses müsse schließlich an irgendeiner Stelle gespart werden. Eine Logik, der man sich nur schwer entziehen kann.

Aktuell bewirbt sich Pirate3D darum, das Projekt über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorfinanzieren zu lassen. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann hier seine E-Mail-Adresse hinterlassen.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Demnächst wird also jede Menge dreidimensionaler Plastikmüll daheim produziert.
    Die Technik ist sicher interessant, aber gibt es neben der Befriedigung des nerdigen Spieltriebs einen tatsächlichen Nutzen im Heimgebrauch?

    • Lieber Paul,
      Natürlich gibt es einen Nutzen von 3D Druckern.
      Du kannst zum Beispiel, wenn du gerade das Bedürfnis verspürst jemanden umzubringen, eine Waffe ausdrucken, wie es vor einiger Zeit in Amerika der Fall war.
      Dort wurde ein “Bauplan” von einer Handfeuerwaffe online gestellt. Der Schlagbolzen war ein Nagel und du konntest nur einen Schuss abgeben aber im Zweifelsfall reicht ein Schuss!
      Natürlich kannst du auch zum Beispiel einen bunten Flaschendeckel ausdrucken. *Hui*
      Ich denke, wenn man später größere Dinge ausdrucken (replizieren) kann wird die ganze Geschichte interessanter.

3 Pingbacks

  1. [...] Pirate3D Buccaneer: Dieser neue 3D-Drucker will den Massenmarkt erobern Wer sich für einen 3D-Drucker interessiert und nicht tausende Euro oder Franken ausgeben will, wird bislang vielfach auf Bausätze verwiesen. Dazu braucht man nicht nur ein gewisses handwerkliches Talent, die Maschinen versprühen zugleich den spröden … Read more on neuerdings.com [...]

  2. [...] wenn wir schon mal bei dem Thema 3D-Drucker sind: Der Pirate3D Buccaneer will ebenfalls den Markt stürmen. Dieser ist zwar nicht in Erfurt zu sehen gewesen, soll aber der Vollständigkeit halber hier auch [...]

  3. [...] 3D-Drucker, in einem sehr an Apple-Geräte angelehntem Design, sorgt natürlich für Aufsehen. Auch Jan Tißler (neuerdings) sieht Pa­r­al­le­len: „Das Äußere ist dabei nicht nur als Lockmittel für Ästheten [...]

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