Casetop:
Mach dein Smartphone zum Laptop

Mit dem Kickstarter-Projekt “Casetop” wird das eigene Smartphone zu einem einfachen Laptop. Das soll sowohl mit iPhones, als auch mit zahlreichen Android-Handys und BlackBerry-10-Geräten funktionieren.

John Andrus mit dem Casetop.

John Andrus mit dem Casetop.

Dass Smartphones “Computer in der Hosentasche” sind, ist inzwischen mehr als nur ein Spruch: Mehrkern-Prozessoren im Gigahertz-Bereich und teils erstaunlich leistungsfähige Grafik heben die kleinen Alleskönner auf ein Niveau, das vor einigen Jahren noch dem klassischen PC vorbehalten war. Warum sollte man aber diese Rechenkraft eigentlich in der Hosentasche verkümmern lassen? John Andrus stellt deshalb das Casetop vor: Man steckt sein Smartphone ein und erweitert es so zu einem simplen Laptop.

Casetop
John Andrus mit dem Casetop.casetop-02casetop-03casetop-04

John Andrus betont dabei vor allem, dass das Casetop unabhängig von Hersteller oder Betriebssystem funktioniere. Das Smartphone muss Video-out und Bluetooth beherrschen. Hier gibt es eine Kompatibilitäts-Liste, die allerdings nicht vollständig sei. Solange das eigene Handy HDMI oder einen anderen Video-Output beherrsche, soll es mit dem Casetop funktionieren.

Zudem sei das Gehäuse auf Langlebigkeit ausgelegt, wird versprochen. Anstatt es schon nach zwei oder drei Jahren auszutauschen, soll man bis zu zehn Jahre daran Freude haben und defekte Einzelteile leicht austauschen können. Da es auf bekannte Standards wie Micro-USB und HDMI setzt, sei es auch zukunftssicher.

Vielleicht auch mit Touchscreen

Da Rechenpower und Speicher vom eingesteckten Smartphone kommen, können die Macher des Casetop die Zahl der Elemente im Gehäuse reduzieren. Dafür liefern sie einen 11,6-Zoll-LED-Bildschirm, eine normalgroße Tastatur sowie einen zusätzlichen Akku mit, der das eingesteckte Handy wieder auflädt. Über 30 Stunden Laufzeit werden versprochen. Sollte die Kickstarter-Kampagne mehr als 500.000 US-Dollar einbringen, soll die Display-Auflösung auf 1.920 x 1.080 Pixel verbessert werden, aktuell sind 1.280 x 720 Pixel versprochen. Noch sinnvoller wäre ein Touchscreen, aber der ist erst ab 3 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt.

Das Gehäuse selbst ist aus weißem Kunststoff, die vorn angebrachte Halterung für das Smartphone gibt es in einer von sieben Farben. Ob es auch noch ein schwarzes Gehäuse gibt, ist aktuell offen.

Wer das Projekt unterstützen will, erwirbt sich für umgerechnet rund 205 Euro ein Anrecht auf ein Casetop inklusive internationalem Versand. Im Dezember 2013 soll es lieferbar sein.

Weitere Informationen auf der Kickstarter-Projektseite und der offiziellen Website.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

Casetop im Video

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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6 Kommentare

  1. Gefällt mir ganz gut, bis zu dem Punkt, an dem ich mir die Aufhängung des Smartphones anschaue. Das sieht in meinen Augen nicht sehr elegant aus. Ich kann mir auch vorstellen, dass schreiben auf der Tastatur dazu führt, dass man ständig auf den Touchscreen kommt. Wenn ich mein Smartphone irgendwie verstecken kann, sei es indem ich mein Smartphone in das Gerät reinschieben könnte oder es hinten dranpabben kann, dann wäre es weniger… fummelig.

  2. Find ich gut! Eine flexible und abgespeckte Version von Moto Atrix und Asus PadFone.

  3. Naja, die Idee ist gut, vorallem da die lestung von Handys wohl eher steigt.
    Aber ohne Touchscreen halte ich es nicht für all zu nützlich.

  4. Finde ich eine gute Idee. Übrigens wird das Casetop jetzt auch mit deutscher Tastatur angeboten. Ich habe mir eins vorbestellt.

  5. Ok – seit dem iPhone wissen wir, dass bei Hardwaregeräten der kritische Erfolgsfaktor die Usability der Software ist.
    Stellt sich mir die Frage: Welche Software läuft auf dem Ding?

    • Wenn ich es richtig “zwischen den Zeilen” gelesen habe, ist es nur ein Anzeige/Eingabesystem, die Software des Telefons ist für das Funktionieren verantwortlich. Das ist ja das Gute darin!

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