Plair:
Webvideos im Handumdrehen auf den Fernseher streamen

Die schicke kleine Box “Plair” will es so einfach wie noch nie machen, Webvideos von einem Laptop, Tablet oder Smartphone auf einen Fernseher zu streamen – oder auch auf mehrere Fernseher gleichzeitig.

Plair will mit kompaktem Design und simpler Bedienung überzeugen.

Plair will mit kompaktem Design und simpler Bedienung überzeugen.

Smart-TVs versprechen bekanntlich, uns die Inhalte des Webs und die Flexibilität eines Computers ins Wohnzimmer zu bringen. In der harten Wirklichkeit jenseits der plüschigen Werbewelt haben wir es allerdings nur all zu oft mit Geräten zu tun, die nervtötend langsam reagieren, sich nur kompliziert bedienen lassen und letzten Endes doch nicht alles können. Aber wozu eigentlich diese Umstände, wo doch so viele Menschen inzwischen einen Computer im Wohnzimmer haben – oder sogar in der Hosentasche? Die Rede ist von Laptops, Tablets und Smartphones. Es wäre doch viel logischer, Fotos und Videos von diesen Geräten an den großen Fernseher zu senden und der macht dann schlichtweg das, was er am besten kann: ein Bild anzeigen. Genau das soll “Plair” leisten.

Plair: Hardware und Apps für Android und iOS (35 Bilder)
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plair-iphone-18plair-iphone-17Plair will mit kompaktem Design und simpler Bedienung überzeugen.

Die Idee an sich ist natürlich nicht neu. Apple-Besitzer werden beispielsweise “AirPlay” kennen. Aber dazu braucht man dann doch wieder zumindest eine Apple-TV-Box, die man an den gewünschten Fernseher oder Projektor anschließt. Die Macher von Plair haben sich vor allem eines auf die Fahnen geschrieben: Es soll so simpel wie nur möglich sein.

Plair wird per HDMI an den Fernseher angeschlossen und braucht eine WLAN-Verbindung. Für das sendende Gerät gibt es entweder eine passende App (aktuell Android und iOS) oder für Laptops ein Addon für den Chrome-Browser. Wer ein Video per Laptop an den Fernseher schickt, kann währenddessen ganz normal an seinem Rechner weiterarbeiten. Denn es wird nur das Video gestreamt, nicht etwa der gesamte Bildschirminhalt. Manche werden das als Nachteil ansehen, für Plair gehört es zur Grundidee, nur eine Funktion erfüllen zu wollen. Wer mehrere Plairs hat, kann auch mehrere Fernseher zugleich von einem Gerät mit Inhalten versorgen.

Eingeschränkte Video-Auswahl in den Apps

Eine Einschränkung wird nur in den FAQs deutlich: Man kann nicht alle Videos auf den Fernseher streamen, die man auf seinem mobilen Gerät anschauen könnte. Stattdessen findet sich in der App für Android und iOS eine Auswahl von Inhalten aus “Partner-Channels”. Die größte Flexibilität hat man offenbar am Laptop, denn hier geht es je nach Website auch direkt im Browser und zudem kann man Filme abspielen, die man auf der Festplatte gespeichert hat. Mit Inhalten aus dem iTunes-Store funktioniert es allerdings grundsätzlich nicht – dem digitalen Rechtemanagement sei Dank.

Plair ist bei alldem so kompakt, das man ihn leicht überall mit hinnehmen kann (10,2 x 3,6 x 1,2 cm).

Das folgende Video gibt ein Einführung:

Dass der nette junge Mann im Video am Ende allerdings sein Laptop zuklappt, um bequem fernzusehen, halte ich für einen Fehler der Videoproduktion. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Laptop auch im Ruhezustand weiterstreamt…

Preis und Lieferbarkeit

Wer sich einen Plair kaufen möchte, muss allerdings etwas geduldig sein. Zwar handelt es sich bei der Mini-Streaming-Box einmal nicht um ein Projekt auf Kickstarter oder Indiegogo. Aber das Interesse scheint die Macher etwas überrascht zu haben. Momentan sind die Plairs je nach Farbe erst ab 4. bis 21. Juni wieder lieferbar. Ein Plair kostet umgerechnet 76 Euro zuzüglich Steuern und Versand.

Alle weitere Informationen hier auf der offiziellen Plair-Website.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. Ein Laptop muss nicht zwangsläufig beim Zuklappen des Displays in den Standby- oder Hibernation-Modus gehen.

2 Pingbacks

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