Headflat:
Seltsame Kopfhalterung verspricht neuartige Smartphone-Kontrolle

Eine neue Erfahrung könnte Headflat vermutlich wirklich sein: Die Kopfhalterung für aktuelle Smartphones möchte schon in Kürze für verhältnismäßig wenig Geld ein gewisses Google-Glass-Gefühl vermitteln und die Nutzungsmöglichkeiten von Android- oder iOS- Geräten erweitern.

Controller und Kopfhalterung. (Foto: Headflat)

Controller und Kopfhalterung. (Foto: Headflat)

Das von der gleichnamigen Headflat GmbH entworfene Zubehör sieht ähnlich wie eine Schildkappe aus. Das Headflat wird direkt am Kopf befestigt, ein leichtes Gestänge wird mit einer Halterung vor den Augen befestigt. In diese wiederum steckt man ein beliebiges Smartphone. Fertig ist die Vorrichtung, die beispielsweise beim Schauen von Videos oder Lesen von E-Books die Hände freihalten soll. Das Display des Smartphones befindest sich rund 24 Zentimeter von den Augen entfernt.

Schon auf den offiziellen Fotos sieht das Gadget dezent befremdlich aus, für die Öffentlichkeit ist Headflat vermutlich eh nicht gedacht. Sehr wohl aber für die heimischen vier Wände oder allgemein für Freizeitaktivitäten. Denn unter anderem soll die Konstruktion prima dazu geeignet sein, ferngesteuerte Vehikel zu kontrollieren. Durch die integrierten Sensoren des Smartphones  steuert man beispielsweise die AR.Drone mittels Bewegungen von Kopf und Oberkörper.

Headflat
Ferngesteuerte Fahrzeuge mit Headflat steuert. (Foto: Headflat)Für Spiele optimal geeignet. (Foto: Headflat)Für Spiele optimal geeignet. (Foto: Headflat)Headflat besteht aus dem Controller und dem Kopfaufsatz. (Foto: Headflat)
Auch im Liegen verwendbar. (Foto: Headflat)Zum Schauen von Filmen gedacht?! (Foto: Headflat)eBooks lesen. (Foto: Headflat)Controller und Kopfhalterung. (Foto: Headflat)
So groß wie ein 60-Zoll-Bildschirm. (Foto: Headflat)

Zum Spielen

Wichtig ist den Machern die Möglichkeit, mit Headflat Spiele zu verwenden. Dem Paket liegt ein Gaming-Controller bei, der über Bluetooth Kontakt zum Smartphone herstellt. Im Optimalfall benutzt man das Pad und schaut auf den Bildschirm aus geringer Entfernung – man muss das Smartphone schließlich nicht in den Händen halten. Android und iOS werden hier gleichermaßen unterstützt. Das gilt auch für die bereits vorhandenen und geplanten Augmented-Reality-Apps, die mittels Headflat neuartige Spielerfahrungen garantieren sollen.

Ferner hält die Headflat GmbH das eigene Produkt für Video-Telefonate oder gar für das Erlernen von Musikinstrumenten für sinnvoll. Ob es letztlich wirklich eine Bereicherung für Smartphone-Besitzer ist? Das kann jeder schon jetzt selbst entscheiden. Denn via Kickstarter wollen die Schöpfer 100.000 US-Dollar einsammeln. Wird das Ziel bis Anfang Mai 2013 erreicht, soll das fertige Headflat im August 2013 ausgeliefert werden. Möchte man schon jetzt Geld vorschießen, kostet ein Bundle mit Kopfhalterung und Controller für „Early Birds“ 49 US-Dollar (37 Euro), regulär liegt der Preis wohl bei 79 US-Dollar (61 Euro).

Einen gewissen Unterhaltungsfaktor besitzt übrigens das offizielle Kickstarter-Video. Unfreiwilliger Humor, seltsam schielende Mitarbeiter, komische Handpuppen – man nimmt sich nicht allzu ernst, hat es den Anschein. Ob das für das Verkaufen des eigenen Produktes förderlich ist? Das werden wir bald sehen. Aktuell hat man gerade einmal etwas mehr als 10 Prozent der anvisierten Summe erreicht. Und persönlich gesehen bin ich mir wirklich unsicher, ob ich Headflat wirklich freiwillig tragen möchte. Wird das nicht nach ein, zwei Stunden unangenehm…?

Weitere Details auf der offiziellen Webseite und der Kickstarter-Projektseite.

Kollege Jens hat übrigens ein Interview mit Headflat-Macher Dirk Keune geführt.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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5 Kommentare

  1. Hallo Neuerdings-Team und frohe Ostern. Da hat sich ein Fehler in unserem Pressetext eingeschlichen. Es ist ein Abstand von 24cm zum Auge und nicht 13cm. Das wäre zu kurz. Um Eure Frage kurz zu beantworten: Man kann den headflat bequem über mehrere Stunden tragen. Gelkissen, andere Stoffe und eine gute Balance der Kappe schaffen viel Komfort. Und JA, wir gehen selbst sehr offen und witzig mit unserer Erfindung um. Sieht doch schon sehr seltsam aus und auch ich als Erfinder würde das Teil nur mit vorgehaltener Waffe im freien tragen. Scherz bei Seite. Es macht wirklich sehr viel Spaß und der headflat ist was neues. Lässt man die Optik mal bei Seite bekommt man echt was geboten. Man muss es halt ausprobieren. Wir freuen uns über jeden Support den wir bekommen. Viele Grüße und frohe Ostern! ;)

    • Hallo Dirk, vielen Dank für den Hinweis. Ich habe die Zentimeter-Angabe entsprechend korrigiert.

  2. Durchaus interessant als Homegadget – wenn ich mir überlege so Videotelefonie mit der Freundin zu machen, während ich beim kochen bin. Why not & give it a try

  3. Sieht erstmal total albern aus, aber den Versuch könnte es wert sein. Wenn der Tragekomfort stimmt, ist es vielleicht tatsächlich möglich, einen Film so zu genießen – nur weiß ich nicht, wie sehr der Nahfokus auf 24 Zentimeter den Spaß trüben würde.

    • Hallo Tobias, Du hast Recht. Sieht witzig aus und ich würde das draußen auch nicht tragen ;) Macht aber sehr viel Spaß ;) Die Entfernung vom Gerät zum Auge wurde mit 2 Augenärzten erarbeitet. Die passt seht gut. Man kann locker 2 Stunden einen Film schauen ohne das es für die Augen anstrengend wird. Viele Grüße

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