Embrace+:
Smart-Armband statt Smartwatch

Braucht man wirklich ein weiteres Display am Handgelenk, nur weil man sein Handy einfach mal in der Tasche lassen möchte? Die Macher des Embrace+ sagen ganz klar: Nein, braucht man nicht. Alles was man braucht, ist ein Armband, das sich mit dem Smartphone verbindet und bei Neuigkeiten in unterschiedlichen Farben leuchtet und blinkt sowie bei Bedarf vibriert.

Schöne Menschen tragen leuchtende Armbänder. Ganz klar.

Schöne Menschen tragen leuchtende Armbänder. Ganz klar.

Wenn es um Smartwatches geht, wird die Auswahl ständig größer – die Displays auch. Es scheint dabei schwierig, eine Smartwatch zu entwerfen, die nützlich ist und den Träger zugleich nicht wie einen Nerd aussehen lässt. Die Macher des Armbands Embrace+ gehen da den Weg des “weniger ist mehr”: Ein Display gibt es gar nicht erst. Als Nutzer kann man stattdessen festlegen, in welchen Farben das Armband leuchten und in welchem Rhythmus es blinken soll, sobald das verbundene Smartphone bestimmte Ereignisse meldet. Für ganz dringende Benachrichtigungen kann es gar vibrieren.

Embrace+ – das smarte Armband
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In der ersten Version funktioniert Embrace+ mit Android-Handys und iPhones. Es kann auf folgende Ereignisse reagieren:

  • Anrufe (für bestimmte Kontakte oder Gruppen)
  • SMS
  • E-Mail
  • Instagram
  • Twitter
  • Tumblr
  • Facebook
  • LinkedIn
  • Skype
  • Kalender-Erinnerungen
  • Alarm und Timer
  • Handy-Akku fast leer
  • Handy nicht mehr in der Nähe

Die Macher erklären, dass sie auch mit Diensten wie WhatsApp oder Vine zusammenarbeiten möchten. Genauere Angaben gibt es dazu allerdings nicht. Für manche dürfte das schon eine erhebliche Einschränkung sein.

Die Einstellungen nimmt man über die kostenlose App auf seinem Smartphone vor. Hier kann man auch Profile anlegen, so dass man beispielsweise auf Arbeit über andere Dinge informiert wird als in der Freizeit.

Mit dem Charme von Leuchtstäben

Der Akku des Embrace+ soll zehn Tage durchalten, wenn man 100 Benachrichtigungen am Tag von je sechs Sekunden Länge zu Grunde legt. Bereits nach zehn Minuten sei das Armband dann via USB wieder voll aufgeladen. Es soll in drei verschiedenen Größen angeboten werden und in gewissen Grenzen wasserfest sein – die Dusche, Schwimmzüge im Pool oder ein Training im Regen sollen ihm nichts anhaben können. Das ist jedenfalls der Plan, denn ob Embrace+ das entsprechende Siegel bekommt, steht noch nicht fest.

Der Vorteil des Embrace+ ist dabei, dass es zunächst dezenter ist als die meisten Smartwatches. Allerdings verrät das Smart-Armband natürlich nur sehr grob, was gerade passiert. Hier ist der Nutzer gefordert, es so einzustellen, dass es nicht die ganze Zeit blinkt und leuchtet und vibriert… Zudem scheinen die Benachrichtigungen nur einmal aufzuleuchten. Hat man das Armband dann nicht im Blick, verpasst man sie doch wieder.

Mich erinnert es ja sowieso mehr an diese Leuchtstäbe, die auf Stadtfesten & Co. verkauft werden. Inwiefern das zum eigenen Modestyle passt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Preise und Verfügbarkeit

Nach Einschätzung der Macher wird das Embrace+ ab Juni 2013 ausgeliefert. Im Moment suchen sie auf Kickstarter nach Unterstützern. Hier haben sie noch knapp zweieinhalb Wochen Zeit, ihr Ziel von 220.000 US-Dollar zu erreichen. Aktuell sind es unter 50.000 US-Dollar. Ein Armband inklusive Versand bekommt man für umgerechnet rund 45 Euro.

Alle Informationen auf der Kickstarter-Projektseite. Gefunden bei Gizmag.

Embrace+ im Video

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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3 Kommentare

  1. Ein bisschen mehr dürfte es schon sein…
    z.b. Ein einzeiliges (eInk-) Display, auf dem Nummer, Termintitel o.ä. dann steht.
    Dazu das LED-Blinken einfach an die Funktion der Handy-LED und der Nachrichtenleiste koppeln, damit man es nicht zusätzlich konfigen muss.
    ‘in gewissen Grenzen wasserfest’ ist ja sehr auslegbar. Duschen und schwimmen/tauchen (in üblichen Schwimmbecken) muss schon drin sein.

    Gab von SonyEricsson mal eine Bluetooth-Uhr, die Hauptsächlich eine ganz normale Armband-Uhr war und zusätzlich ein Display hatte. Zu der Zeit gabs aber noch keine wirklichen Smartphones und es funktionierte nur mit passenden SE-Handys.

  2. Ich finde die Idee soooo super und würde es mir sofort kaufen. Hoffe das es bald auf dem deutschen und österreichischen Markt verfügbar sein wird.

    Der der es nicht mag, muss es ja nicht haben und alle anderen haben dann ihre Freude damit :-)

    Nice to have*

    Ps: wenn der Preis noch ein bisschen runter geht zb.: zw. 25 und 29€ fände ich als einen angemessenen Preis dafür.

  3. Mochte kaufen aber wo Internet finde nicht bin Schweiz

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