HP Pavilion:
Großes Chromebook mit schwachem Akku

Nach Samsung, Acer und Lenovo hat nun auch HP ein eigenes Chromebook offiziell vorgestellt. Es ist deutlich größer als bisherige Modelle, allerdings maximal genauso gut ausgestattet. Eine echte Alternative zu einem Windows-Laptop ist das nicht, aber darum scheint es Google und HP auch nicht zu gehen.

HP Pavilion Chromebook

HP Pavilion Chromebook

Lange behandelte Google die eigene Chromebook-Reihe wie ein Stiefkind. Doch seit einigen Monaten scheint die Liebe neu entflammt zu sein. Google gibt plötzlich Vollgas bei den Chromebooks, setzt auf Wachstum, niedrige Preise und neue Partner aus der Riege der PC-Hersteller. Die beiden aktuellen Chromebook-Modelle von Samsung und Acer sind in den USA ab 250 US-Dollar respektive 200 US-Dollar zu haben. Samsungs neues Chromebook überzeugt sogar technisch. Nun hat auch HP ein eigenes Chromebook vorgestellt, das günstig zu haben sein wird.

HP Pavilion Chromebook
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Erste Screenshots, technische Daten und Preise waren bereits vor Wochenfrist aufgetaucht, nun hat HP sie bestätigt: Das Pavilion Chromebook wird in den USA knapp 330 Dollar kosten und verfügt über folgende Eigenschaften:

  • Einen 14-Zoll-Screen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln
  • Ein großes Keyboard mit großem Trackpad
  • Einem 1,1 GHz Dual-Core-Prozessor (Intel Celeron).
  • 2 GB RAM (aufrüstbar bis 4 GB).
  • Akku mit 37 Wh. Akkulaufzeit laut HP bis 4h 15min, Akku auswechselbar.
  • 16 GB interner Speicher (SATA SSD).
  • HDMI-Ausgang, 3x USB, SD-Karten-Leser, Ethernet-Buchse, Köpfhörerausgang, Micro-Eingang
  • Gewicht: 1,8 kg, Höhe zugeklappt 2 cm
  • TrueVision HD-Webcam

Die Ausstattung dürfte sich auf Augenhöhe mit dem Acer C7 bewegen. Den Prozessor schätzt Engadget als etwas leistungsfähiger ein als den des Samsung Chromebooks. Statt Intel verwendet Samsung aber auch ein System on a Chip mit ARM-Architektur, wie es normalerweise in Tablets zu finden ist. Aufgrund der geringeren Leistungsaufnahme kommt das Samsung Chromebook deswegen mit 6,5 Stunden Akkulaufzeit aus. Der vermeintlich stärkere Prozessor (Tests müssen das noch beweisen) und der deutlich größere Bildschirm verringern dafür die Akkulaufzeit des HP Pavilion.

HP immerhin zeigt, dass es geht. Die Modelle von Samsung und Acer der aktuellen Chromebook-Generation sind von der Größe her bessere Netbooks. Das Pavilion mit seinem 14-Zoll-Bildschirm ist nun ein “echter” Laptop, auch wenn er aufgrund seiner Maße und der Akku-Laufzeit nicht unbedingt als Gerät für unterwegs prädestiniert ist. Der Pavilion Chromebook ist mehr ein Rechner für Zuhause auf der Couch. Immerhin gibt es Chromebooks jetzt an mehreren Fronten: Lenovos Thinkpad X131e Chromebook richtet sich vor allem an Schüler. Es ist mit 430 US-Dollar aber auch das teuerste der aktuellen Generation.

Preislich kann man da nicht viel falsch machen

Ich frage mich mittlerweile allerdings, wem Google mit den Chromebooks eher das Wasser abgräbt: Dem verhassten Nebenbuhler Microsoft und dessen Windows 8/RT, oder doch eher anderen Linux-Anbietern? Es gibt nicht gerade viele Laptops der namhaften Hersteller, die mit Linux-Distributionen wie Ubuntu vorinstalliert ausgeliefert werden. Wenn, dann liegen diese preislich meist unter den Windows-Varianten. So konkurrieren Googles Chromebooks also auch mit Linux. Eine echte Alternative zu Ubuntu oder Windows 8 sind sie nicht – sollen sie aber vielleicht auch gar nicht sein.

Google scheint es darum zu gehen, vor allem jungen Leuten hier etwas Neues zu geben: ein anarchisches System, auf das bisher noch keine Nutzergruppe Anspruch erhebt. Das auf Geräten daher kommt, die gar nicht einmal so hässlich sind. Zu einem Preis, zu dem man nicht viel falsch machen kann. Acer berichtete im abgelaufenen Quartal bereits von Verkaufszahlen von 5 bis 10 Prozent Chromebooks im US-Geschäft seiner PC-Sparte. Ich bin gespannt, ob auch andere Hersteller irgendwann solche oder gar bessere Zahlen nennen werden. Und ob die neue Chromebook-Generation nun auch endlich bald einmal in den deutschsprachigen Raum kommt.

 

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2 Kommentare

  1. Ich sehe als Zielgruppe Leute die nicht viel von Computern verstehen und auch nur einfache Dinge wie Internet, Email und ein bisschen Office machen wollen. Da soll die Kiste nur funktionieren. Keine Viren und Trojaner. Um Updates nicht kümmern. Einfache Bedienung. Keine Spiele.
    Für 5 – 10 % der Anwender würde ein Chromebook dafür reichen.

    Dem verhassten Nebenbuhler Microsoft

    Hab ich da was verpasst? Das heißt doch Neudeutsch “die Marktbegleiterinnen und Marktbegleiter”. Bitte immer schön korrekt bleiben und auch keine sexistischen Bemerkungen einfließen lassen.

  2. Also mich spricht das Chromebook überhaupt nicht an. Das Design und die Funktionsvielfalt fehlen mir. Aber sicher wird es für den Preis seine Zielgruppe finden.

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