Pixel:
Interaktiver Bilderrahmen für Retro-Kunst

Digitale Bilderrahmen sind etwas aus der Mode gekommen. Trotzdem lassen sich die Macher von “Pixel” nicht beirren. Mit ihrem interaktiven Stück Technik wollen sie Retro-Liebhaber begeistern.

Ein Retro-Bilderrahmen. (Foto: Kickstarter)

Ein Retro-Bilderrahmen. (Foto: Kickstarter)

Pixel sieht auf den ersten Blick tatsächlich wie ein nostalgischer Bilderrahmen aus Omas Wohnzimmer aus. In dem Wandschmuck steckt allerdings moderne Technik. Verbaut werden 1.024 LEDs, die jeweils einer Auflösung von 32×32 Bildpunkten entsprechen. Die so entstandene Fläche kann über Bluetooth 4.0 mit Inhalten gefüllt werden. Die Resultate sind absichtlich pixelig, um so einen perfekten Retro-Charme zu erzeugen – anders ginge es aufgrund der LEDs ohnehin nicht.

Pixel
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pixel_bild_2Ein Retro-Bilderrahmen. (Foto: Kickstarter)

Wozu das gut sein soll? Mittels eines Android-Smartphones oder Tablets ist es möglich, Kontakt zu Pixel aufzunehmen und so neue Impressionen auf das LED-Panel zu bringen. Auch Animationen stellen kein Problem dar, auf Wunsch bastelt man sich einige Kunstwerke selbst – mit entsprechenden Bildbearbeitungsprogrammen am Rechner oder auf dem Tablet. Diverse Apps mit erstellten Pixel-Bildern gibt es schon jetzt bei Google Play.

Interaktion und Unterhaltung

Witzig klingt weiterhin, dass Pixel über einen Entfernungssensor verfügt. Nähert sich jemand dem Bilderrahmen, kann dieser so aktiviert werden und etwas zur Unterhaltung präsentieren. Das ist deshalb praktisch, weil man die LEDs auch abschalten kann und dadurch die Spiegelfläche auf der Innenseite des Gerätes zum Vorschein kommt. Sozusagen kann man Pixel also als regulären Wandspiegel mit potentiellem Überraschungseffekt verwenden.

Technisch baut Pixel übrigens auf dem IOIOMint Board auf, die Software-Basis ist Open Source und darf von Entwicklern verbessert oder erweitert werden. Denkbar wären weitere Einsatzmöglichkeiten – vielleicht sogar als Bildschirm für nostalgisch anmutende Videospiele? Die Inhalte könnten vom Smartphone gestreamt werden. In jedem Fall besitzt Pixel bereits Anschlüsse für weitere Sensoren. Wozu diese in Zukunft genutzt werden, ist derzeit noch unklar.

Bei Kickstarter

Das kreative Projekt der jungen Technikfreunde ist leider noch nicht ganz fertig. Darum möchte das Team bei Kickstarter 8.000 US-Dollar einsammeln. Und das klappt: Die doppelte Summe wurde längst erreicht, die Schwarmfinanzierung war also erfolgreich. Möchte man selbst Geld vorschießen, geht es ab 99 US-Dollar (zirka 80 Euro) los. Für diesen Preis erhält man allerdings eine abgespeckte Version mit 16 x 16 LEDs (512 Pixel insgesamt). Empfehlenswert ist also das größere Modell für 149 Dollar (rund 120 Euro). In beiden Fällen erhält man allerdings nur die Hardware, die man selbst verbauen muss. Für 200 Dollar bekommt man schließlich ein fertiges Gerät, der Standard-Preis wird wohl ab April 2013 bei 249 Dollar (zirka 200 Euro) liegen. Kein Schnäppchen also.

Das folgende Video stellt das Projekt vor:

Weitere Details auf Kickstarter.com und auf ledpixelart.com.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten,  darunter Polygamia.de und GamingGadgets.de.

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Ein Kommentar

  1. Tolle Idee! Diese digitalen Bilderrahmen gefallen mir optisch viel besser als die üblichen – richtig gut!

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