Mobile Betriebssysteme:
Endlich Mut zur Revolution

In diesem Jahr sollen mit Blackberry 10, Jollas Sailfish OS, Tizen, Ubuntu und Firefox OS mindestens fünf neue mobile Betriebssysteme auf den Markt kommen. Neue Versionen von iOS und Android werden erwartet. Jeder der Anbieter setzt dabei auf clevere Innovationen, doch so recht wagt sich keiner damit aus der Deckung. Noch nicht.

Notifications: Seit Android 4.2 lassen sich Benachrichtigungen im Sperrbildschirm direkt bearbeiten

Notifications: Seit Android 4.2 lassen sich Benachrichtigungen im Sperrbildschirm direkt bearbeiten

Auf den ersten Blick ist man ein wenig ernüchtert: Sailfish OS und Firefox OS, die in diesem Jahr neu starten sollen, setzen nach wie vor auf endlose App-Wüsten. Es wird einen Sperr- und einen Startbildschirm geben, wie man ihn von Android und iOS kennt. Mehr als fünf Jahre nach dem Start des ersten iPhones sehen also selbst neue Systeme im Prinzip immer noch so aus. Die App, das inflationäre Buzzwort der heutigen Zeit, bleibt im Vordergrund und versperrt die Bahn für längst vorhandene Innovationen.

Mobile Betriebssysteme
SiriUbuntuPhoneMessagesHomescreenUbuntuForPhones
WP 8S by HTC Atlantic Blue 3viewsJollaSailfish3FirefoxOS3Blackberry10DevAlphaB8
SailfishOS4Android42NotificationsBlackBerry10AndroidWidgets


Denn die findet man mittlerweile zahlreich. Und man täte auch Sailfish und Firefox Unrecht, sie nur auf ihre Ähnlichkeit mit iOS und Android zu reduzieren. Doch noch traut sich niemand so recht, ein ganzheitliches Konzept umzusetzen, bei dem der altgediente App-Screen nur noch eine Menüfunktion ist und nicht mehr im Mittelpunkt steht. Ein Blick auf den Status Quo und die bereits vorhandenen Killerfunktionen der verschiedenen Systeme – mit ihren Kinderkrankheiten:

  • Google Now. Das “mitdenkende” Feature in Android 4.1 und 4.2 mit seinen Informationskarten erreicht man über einen Druck auf die Home-Taste. Warum nicht gleich auf den Sperrbildschirm mit Google Now oder das Feature auf den Startscreen legen? Warum überhaupt noch einen Unterschied zwischen Sperr- und Startscreen? Noch immer dominiert bei Android eine hässliche Mischung aus Apps und Widgets das Erscheinungsbild. Man ahnt, dass Google bereits deutlich mehr vorhat, aber noch traut man sich nicht so recht, einen Schritt weiter zu gehen.
  • Räume. Wie Tarzan von Liane zu Liane, so springt der Anwender heute von App zu App. Die Kommunikation zwischen Apps ist noch in keinem mobilen OS zufriedenstellend gelöst. Über Tarzan brach dann schließlich doch die Zivilisation herein, für den mobile Smartphone-Nutzer bietet Microsoft in Windows Phone 8 (WP8) sogenannte Räume an. Eigentlich eine gute Idee, die sich an das Private Network Path anlehnt: WP8 bietet die Funktionen mehrerer Anwendungen an einer Stelle: Neue Statusupdates, Chat, Datenaustausch, To-Do-Liste, Kalender. Alles gesammelt für die Kontakte, mit denen man am meisten kommuniziert. Das Problem: Räume gibt es nur für WP8. WP7- und iPhone-Anwender können nur die Kalenderfunktion teilen, die Nutzer anderer Systeme sind ausgeschlossen. Einladungen funktionieren nur über SMS. Wollte Microsoft damit erfolgreich sein, würde es die Funktion als App auch für andere Systeme zur Verfügung stellen.
  • Notification Center. Derzeit habe ich ein Phone mit Android 4.0 im Test und werde regelmäßig dreimal darüber informiert, wenn jemand einen Facebook-Status von mir kommentiert. Erst seit Android 4.1 gibt es überhaupt die Möglichkeit, einzelne Apps aus den Notifications zu verbannen. Nach wie vor sind mir Benachrichtigungen zu sehr Beiwerk als zentraler Ausgangspunkt. Ich will alle Informationen aus verschiedensten Apps nur einmal bekommen und an einer Stelle bearbeiten können ohne das Notification Center jemals verlassen zu müssen. Android 4.2 geht hier einen wichtigen Schritt nach vorne, indem es erlaubt, Benachrichtigungen im Sperrbildschirm zu bearbeiten. Aber auch hier wird man noch auf Apps umgeleitet. Blackberry 10 startet im Blackberry Hub erste zaghafte Versuche, alles an einer Stelle zu sammeln.
  • Cleveres Multitasking. Sailfish OS stellt geöffnete Anwendungen nicht nur in einer Miniaturansicht dar (wie Android, Windows Phone, Firefox OS und Blackberry 10 das auch können), man kann sie dort auch bedienen. Es ist eine Mischung aus Multitasking und Widgets. Zwar steht zu befürchten, dass Jollas bald erscheinendes System ein Nischenprodukt bleibt. Das kontrollierbare Multitasking allerdings wird etwas sein, das sich kein System in Zukunft entgehen lassen kann. Stellt euch da auf zahlreiche Adaptionen der Idee ein.
  • Siri. Ob Sprachsteuerung jedermanns Sache ist, sei dahingestellt. Siris wohl cleverste Option ist allerdings, Suchergebnisse aus mehreren Quellen an einer Stelle zu bündeln. Eine Idee, die in seiner bisherigen Form nicht weit genug geht und für andere Sprachen als Englisch einfach noch zu schlecht funktioniert. Aber auf dem Grundkonzept lässt sich aufbauen.
  • Homescreen. Eine kluge Funktion im angekündigten Ubuntu for Phones scheint der Homescreen zu sein, der den Unterschied zwischen Sperrbildschirm und Startbildschirm verschwimmen lässt. Schaltet man das Gerät ein, erhält man bereits persönliche Informationen und kann jede wichtige App über eine Leiste aufrufen. Der Trend könnte dahin gehen, dass man das Smartphone direkt aus dem Sperrbildschirm heraus bedienen kann.
  • Gestensteuerung. Wir sahen es im Samsung Galaxy S3 und sehen es auch aktuell im Sailfish OS, Blackberry 10 und dem angekündigten Ubuntu für Phones: Es wächst der Wunsch, das Smartphone allein mit Gesten zu steuern, statt mit ein bis vier Menüknöpfen. Die erforderlichen Gesten etwa bei Sailfish OS wirken intuitiv und leicht erlernbar. Andere Systeme werden sich daran orientieren.

Eins steht fest: Endlose App-Wüsten werden in Zukunft niemandem mehr vom Hocker reißen. Moderne Systeme sammeln alle wichtigen Informationen an einer Stelle und lassen das Gerät idealerweise auch komplett von dort aus bedienen. Eine Neuigkeit auf Facebook an gleicher Stelle lesen wie die neuesten Mail ohne die Schaltzentrale jemals zu verlassen. Gleichzeitig darüber die Musik zu steuern und live über neue Sportergebnisse informiert werden, vielleicht sogar nebenbei im gleichen Fenster ein kleines Spiel spielen – das wär’s. Weitere Dinge, die das Smartphone-Leben schöner machen: Informationen, die man erhält, bevor man danach sucht (Google Now, Bing Local Scout), White Rooms statt Apps (WP8 Räume, Blackberry Hub). Und wer seinen Nutzern wirklich etwas bieten will, sollte Cluster anbieten, in denen man seine Lieblings-Apps wie in einem Baukasten miteinander verweben kann. Zum Beispiel Shazam mit Spotify mit Songkick mit Passbook. Apps werden sich in Zukunft offener präsentieren müssen, wenn sie noch eine Rolle spielen wollen.

Symphonie verzweifelt gesucht

Die meisten dieser Möglichkeiten gibt es bereits oder wie sehen sie in ersten Ansätzen. Die Anbieter greifen dabei auch gerne mal auf bereits bestehende Lösungen der anderen zurück. Google Now weiß, was man gerade will. Microsofts Feature “Local Scout” für die in WP8 integrierte Bing-Suche sammelt – sobald verfügbar – ungefragt Angebote aus der unmittelbaren Umgebung. Notifications wie von Android findet man in ähnlicher Form inzwischen in Apples iOS wieder – RIM macht sie in Blackberry 10 zu einem zentralen Element. Könnte ich, würde ich die besten Features aller Systeme zu einem zusammenfügen. Weil das nicht geht, habe ich nichts dagegen, wenn alle von einander abkupfern, solange man sich dabei nur nach vorne entwickelt.

Eine erste Abkehr vom klassischen App-Bildschirm bot Microsoft mit Windows Phone. Dabei herausgekommen ist eine bunte Spielwiese mit viel Animation, einigen Tiles mit Live-Informationen und sehr vielen Kacheln, die immer noch statisch sind. Vielen ist das zu bunt, für andere ist das nur eine Zwischenlösung, aber mutig zumindest war der Schritt. Die eigentliche Revolution wäre ein System, das oben beschriebene Elemente ins Zentrum rückt und ein völlig neues Bedienkonzept wagt: Zentrale Informationen, lokale Ereignisse, Hubs oder Unterhaltung. Dann würde sich auch der Mehrkernwahn der vergangenen Jahre endlich auszahlen: Die Technik ist mittlerweile stark genug, Informationscluster zu verarbeiten. Jetzt können die Bedienoberflächen nachziehen.

Nach allem, was ich zuletzt an Innovationen gesehen habe, traue ich diesen Coup mittlerweile am ehesten Google zu. Unser aller Suchmaschine hat im Mobilfunk in den vergangenen Jahren in meinen Augen den größten Innovationssprung hingelegt und die besten neuen Funktionen vorgestellt. Vielleicht wird schon Android 5, das ich für dieses Jahr erwarte, ein völlig neues Bedienkonzept vorlegen. Apple wird sich dann auf sein bewährtes System nicht mehr verlassen können – will man noch mitspielen, sollte iOS 7 schon ein deutlich anderes Gesicht bekommen als iOS 6. So oder so werden wir in diesem Jahr revolutionärere Ansätze sehen, und mobile Systeme schon in wenigen Jahren nichts mehr mit dem ersten iPhone OS zu tun haben.

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

Mehr lesen

goTenna: Verschlüsselte Nachrichten auch ohne Netz  senden und empfangen

22.7.2014, 3 KommentaregoTenna:
Verschlüsselte Nachrichten auch ohne Netz senden und empfangen

goTenna ist ein Unternehmen, das handliche kleine Langwellen-Sender und -Empfänger herstellt. Diese verbinden sich via Bluetooth Low Energy mit Android- oder iOS-Smartphone und ermöglichen den Versand und das Empfangen von Nachrichten auch ohne Mobilfunknetz oder WLAN.

DotPen: Feiner Stift für Tablets und Smartphones

19.7.2014, 5 KommentareDotPen:
Feiner Stift für Tablets und Smartphones

Mit dem DotPen soll man besonders elegant Notizen, Skizzen und mehr auf seinem Smartphone oder Tablet anfertigen können. Auf Kickstarter suchen die Macher nach Unterstützern. Es gibt aber bereits mächtig Konkurrenz.

LG KizOn: Buntes Minimal-Handy plus GPS-Tracker für Kinder

10.7.2014, 1 KommentareLG KizOn:
Buntes Minimal-Handy plus GPS-Tracker für Kinder

Mit dem Armband „KizOn“ will LG allen Eltern helfen, die über den aktuellen Standort ihres Kindes auf dem Laufenden bleiben wollen. Damit die Kleinen das etwas klobig geratene Gerät auch tragen wollen, kommt es mit bunten Accessoires daher.

Vergesst Windows: Android ist das bessere Laptop-Betriebssystem

23.1.2014, 22 KommentareVergesst Windows:
Android ist das bessere Laptop-Betriebssystem

Wie funktioniert das, wenn auf einem Laptop nicht Windows oder Mac OS installiert ist, sondern Android? Unser Test zeigt: Schon jetzt erstaunlich gut! Google hat hier eine Geheimwaffe im Arsenal, die Microsoft das Fürchten lehren könnte, aber scheut sich noch, sie einzusetzen. Warum eigentlich?

Mobile Betriebssysteme: Die Geheimfavoriten, die Etablierten und die Außenseiter

14.8.2013, 11 KommentareMobile Betriebssysteme:
Die Geheimfavoriten, die Etablierten und die Außenseiter

Android ist mittlerweile auf fast 80 Prozent aller neu verkauften Smartphones installiert, das iPhone mit iOS bleibt aber das meist gewählte Modell und dann ist da auch noch Nokia mit Windows Phone. Welche mobilen Betriebssysteme gibt es noch? Und wie sehr ist mit ihnen zu rechnen? Ein Überblick.

Windows Phone Blue: Höchste Zeit für ein Update

11.6.2013, 1 KommentareWindows Phone Blue:
Höchste Zeit für ein Update

Vergangenes Wochenende gelangten Screenshots einer kommenden Version von Windows Phone auf die Online-Pinnwand Reddit. Die wäre überfällig. Denn so beliebt Microsofts mobiles System inzwischen ist: Es hat Macken, die seit Jahren nicht gekittet worden sind.

Blackberry Passport und Classic: Smartphone-Pionier greift zum letzten Strohhalm

25.6.2014, 7 KommentareBlackberry Passport und Classic:
Smartphone-Pionier greift zum letzten Strohhalm

Gute Nachrichten von Blackberry: Das jüngste Geschäftsergebnis überrascht positiv, eine Kooperation mit Amazon bringt Android-Apps auf die Smartphones und nach einem Jahr hat Unternehmenschef John Chen erstmals zwei neue Smartphones vorgestellt, darunter das ungewöhnliche Telefon „Passport“.

Blackberry: Späte Rettung durch Amazons Android-Apps?

19.6.2014, 1 KommentareBlackberry:
Späte Rettung durch Amazons Android-Apps?

Blackberry freut sich über Zuwachs: Anwendungen aus Amazons Appstore werten das Angebot des Blackberry Market auf. Davon profitieren dürfte aber vor allem Amazon.

BlackBerry Z30: BlackBerry hat den Kampf bereits aufgegeben

18.9.2013, 26 KommentareBlackBerry Z30:
BlackBerry hat den Kampf bereits aufgegeben

Mit dem Z30 hat BlackBerry nun den Nachfolger seines tastaturlosen Z10 vorgestellt und mit 5 Zoll Display-Diagonale wagen sie sich vorsichtig in Phablet-Revier vor. Um zu überzeugen ist das Gerät allerdings deutlich zu mittelmäßig. Und auch mit Blick aufs Marketing scheint BlackBerry den Kampf bereits aufgegeben zu haben.

goTenna: Verschlüsselte Nachrichten auch ohne Netz  senden und empfangen

22.7.2014, 3 KommentaregoTenna:
Verschlüsselte Nachrichten auch ohne Netz senden und empfangen

goTenna ist ein Unternehmen, das handliche kleine Langwellen-Sender und -Empfänger herstellt. Diese verbinden sich via Bluetooth Low Energy mit Android- oder iOS-Smartphone und ermöglichen den Versand und das Empfangen von Nachrichten auch ohne Mobilfunknetz oder WLAN.

Griffin Wired Keyboard for iOS: Viele Geräte, eine Kabeltastatur

20.7.2014, 0 KommentareGriffin Wired Keyboard for iOS:
Viele Geräte, eine Kabeltastatur

Zubehörspezialist Griffin hat eine neue Tastatur für iOS-Geräte im Programm, die gegen den Trend geht: Sie verbindet sich nicht kabellos mit iPhone, iPad oder iPod touch, sondern per Lightning- oder 30-Pin-Kabel.

DotPen: Feiner Stift für Tablets und Smartphones

19.7.2014, 5 KommentareDotPen:
Feiner Stift für Tablets und Smartphones

Mit dem DotPen soll man besonders elegant Notizen, Skizzen und mehr auf seinem Smartphone oder Tablet anfertigen können. Auf Kickstarter suchen die Macher nach Unterstützern. Es gibt aber bereits mächtig Konkurrenz.

Mobile Betriebssysteme: Die Geheimfavoriten, die Etablierten und die Außenseiter

14.8.2013, 11 KommentareMobile Betriebssysteme:
Die Geheimfavoriten, die Etablierten und die Außenseiter

Android ist mittlerweile auf fast 80 Prozent aller neu verkauften Smartphones installiert, das iPhone mit iOS bleibt aber das meist gewählte Modell und dann ist da auch noch Nokia mit Windows Phone. Welche mobilen Betriebssysteme gibt es noch? Und wie sehr ist mit ihnen zu rechnen? Ein Überblick.

Sailfish OS: Jollas erstes Smartphone und die Frage der Apps

21.5.2013, 6 KommentareSailfish OS:
Jollas erstes Smartphone und die Frage der Apps

Die finnische Softwareschmiede Jolla hat das erste Smartphone mit dem neuen Sailfish OS vorgestellt. Noch fehlen viele Details, Jolla stellt aber einen Liefertermin für Ende des Jahres und einen Preis nicht höher als 399 Euro in Aussicht. Wird das reichen, um verwöhnte Europäer zu einem Wechsel von iOS und Android zu bewegen? Jollas Vorteil: Android-Apps sollen darauf laufen - allerdings nur mit Einschränkungen.

Sailfish OS: Warum Innovationen für Jollas neues System alleine nicht ausreichen

2.1.2013, 9 KommentareSailfish OS:
Warum Innovationen für Jollas neues System alleine nicht ausreichen

Die Nokia-Aussteiger Jolla haben eine Demo ihres neuen mobilen Systems Sailfish OS vorgeführt. Das bietet zwei echte Killerfeatures, aber es dürfte nicht reichen, um erfahrene iOS- und Android-Nutzer zu einem Wechsel zu bewegen. Die Finnen müssen auf Neukunden und Schwellenmärkte setzen.

DotPen: Feiner Stift für Tablets und Smartphones

19.7.2014, 5 KommentareDotPen:
Feiner Stift für Tablets und Smartphones

Mit dem DotPen soll man besonders elegant Notizen, Skizzen und mehr auf seinem Smartphone oder Tablet anfertigen können. Auf Kickstarter suchen die Macher nach Unterstützern. Es gibt aber bereits mächtig Konkurrenz.

Lumia 930: Nokia geht den Trend zur Größe mit

4.4.2014, 1 KommentareLumia 930:
Nokia geht den Trend zur Größe mit

Fast nur eine Randnotiz der Keynote von Microsofts Entwicklerkonferenz "Build": Nokia hat drei neue Smartphones vorgestellt. Das teuerste darunter, das Lumia 930, soll das neue Flaggschiff sein.

Windows Phone 8.1: Nummer drei rüstet auf

14.2.2014, 9 KommentareWindows Phone 8.1:
Nummer drei rüstet auf

Microsoft hat eine Vorab-Version des geplanten Windows Phone Updates 8.1 für Entwickler freigegeben. Die Funktionen deuten zahlreiche Verbesserungen und das umfangreichste Update seit Jahren an. Nutzer dürften hocherfreut sein.

7 Kommentare

  1. Kann mir jemand sagen welches Smartphone auf dem ersten Bild gezeigt wird? Ich meine das Bild, wo die Android 4.2 Notification im Sperrbildschirm gezeigt wird.
    Danke im voraus.

  2. Noch immer dominiert bei Android eine hässliche Mischung aus Apps und Widgets das Erscheinungsbild.

    Komischer Geschmack. Genau diese Mischung ist toll und sehr hübsch anzuschauen. Nur Apps auf dem Erscheinungsbild ist absolut langweilig und veraltet. Widgets sind optisch ein Augenschmaus und gleichzeitig informativ.

  3. Danke für diesen sehr guten Artikel!

    Dass Google das Bedienkonzept von Android mit Version 5 komplett umkrempelt erwarte und hoffe ich sehr. Google Now hat viel Potenzial, wirkt momentan aber noch etwas wie eine Beta und ist nicht so eng ins System integriert. Nach meinem Empfinden wirkt Google Now eher wie eine eigenständige App. Ich persönlich hoffe, dass es beispielsweise bald möglich wird für Wetter, Navigation, Fahrpläne etc. in Google Now unkompliziert andere Apps zu verwenden, wie das mit Telefon und SMS möglich ist.

  4. Windows Phone ist doch mit dem People Hub schon sehr weit in dieser Richtung. Gerade Microsoft hat hier bislang den mutigsten Schritt in diese Richtung gemacht und kann mE auf der Grundlage von WP8 schneller liefern als zB Google…
    Ich erwarte gerade hier noch einige Überraschungen.

  5. Noch mehr App-Wüste kann nicht der Weg des Erfolgs werden.

    Ich persönlich bevorzuge die Windows Phone 8 Welt, da ist zwar auch noch nicht alles Gold was glänzt, aber so langsam wird’s.

    Das mit den Räumen ist schon ein guter Anfang, jedoch fehlt wie vom Autor gesagt, die Anbindung der Fremdsysteme (wird garantiert noch nachgereicht, jedoch ist das derzeit ein Verkaufsargument für WP8)

    Das Hub Konzept ist ja schon sehr nett in WP8. Applikationen können sich sehr einfach in die Hubs einklinken (Suche, Musik, Spiele, Kamera) und von dort kontextsensitiv aufgerufen werden. Hier würde ich mir eine bessere Integration von 3rd Party Software vorstellen können (z.B. der People Hub kann derzeit nicht von 3rd Party Software angesprochen werden).

    Wichtig wäre es das die Apps untereinander besser kommunizieren können, um Szenarien wie oben beschreiben, realisieren zu können (so was wie OLE oder wie das Teilen unter Windows 8).

5 Pingbacks

  1. [...] kommen heute aus anderem Hause. Android 4.2 hat den Umgang mit Notifications stark verbessert, Google Now denkt mit. Windows Phone fasst Informationen mehrerer Apps und die Aktivitäten der Kontakte in [...]

  2. [...] vorstellen, dass sie Marktanteile verlieren, was nicht zuletzt eine Frage der Entwicklung bei den Betriebssystemen ist. Läuft es für Windows Phone 2013 gut, wird Nokia davon stark profitieren. Neben BlackBerry 10 [...]

  3. [...] sie sofort sehen, ohne dass ich erst lange danach graben muss. Das sehen mittlerweile eigentlich alle Anbieter genauso, auch wenn sie unterschiedliche Antworten darauf haben: Android hat Widgets und Notifications, [...]

  4. […] Manche sehen einen Trend dahingehen, dass der Sperrbildschirm nutzbar wird. Ubuntu für Mobile wird so eine Funktion mitbringen. Schaltet man dort das Telefon ein, sieht man schon wichtige Infos, neue Nachrichten und die wichtigsten Apps in einer Liste. Konsequent zu Ende gedacht, hieße das: man löst den Unterschied zwischen dem Sperrbildschirm und dem Homescreen – also der Anzeige, die erscheint, wenn das Telefon entsperrt ist – auf. […]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder