eSfere:
Neue Android-Spielkonsole für 99 Dollar angekündigt

Es hat den Anschein, als sei es heutzutage nicht mehr mit einem multimillionenschweren Aufwand verbunden, eine Spielkonsole zu entwerfen und zu produzieren. Nachdem es die Android-basierte Ouya bereits vor einigen Monaten erfolgreich bei Kickstarter vormachte, möchten nun die Verantwortlichen von eSfere ebenfalls Gamer für eine Spielkonsole auf Basis des mobilen Google-Betriebssystems begeistern.

Bodenstaubsauger? Nein, eine neue Konsole.

Bodenstaubsauger? Nein, eine neue Konsole.

Die eSfere soll ebenso wie die Ouya über eine Crowdfunding-Plattform finanziert werden. 390.000 US-Dollar sollen bei Indiegogo zusammen kommen, aktueller Stand auf der Projektseite zur eSfere: unter 1.000 US-Dollar. Dabei kann man sich das Gerät im Vorfeld für 99 US-Dollar (zirka 80 Euro) zuzüglich 15 US-Dollar Versand nach Europa sichern. Auch klingen die technischen Daten sehr gut – ähnlich denen von Ouya. So sollen ein Tegra-3-Prozessor, 2 GB RAM, 16 GB Flash-Speicher, zwei USB-Ports, Bluetooth, Wi-Fi 802.11 b/g/n, Ethernet und ein HDMI-Ausgang (1.080p) verbaut werden. Das Design erinnert an einen halbierten Ball, sieht aber durchaus schick aus – auch weil mehrere Farbvariationen vorgesehen sind.

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Bodenstaubsauger? Nein, eine neue Konsole. (Foto: indigogo)esfere-5esfere-4Der Controller. (Foto: indigogo)
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Ungewöhnlicher Controller

Gegenüber der Ouya soll die eSfere-Konsole über keinen herkömmlichen Controller verfügen. Stattdessen erinnert das Eingabegerät an ein Tablet oder gar an das Pad der neuen Nintendo-Konsole Wii U. Der Unterschied ist allerdings, dass kein Touchscreen zum Einsatz kommen soll, sondern ein Touchpad – ähnlich wie auf der Rückseite der PlayStation Vita. Durch Berührungen und Fingertippen werden Spiele und Apps bedient – Multitouch wird unterstützt, Gyroskop und Beschleunigungssensor gibt’s auch. Das dürfte so ähnlich wie beispielsweise bei dem Google TV-Player NSZ-GS7 von Sony funktionieren, der über eine vergleichbare Fernbedienung verfügt.

Ansonsten heißt es, dass eSfere mit Android 4.1 kompletten Zugriff auf Google Play und damit auf Tausende Programme und Spiele erhält. Es soll keine Einschränkungen geben. Und wer sich richtige Buttons oder ein Steuerkreuz wünscht, klebt einfach Folien auf das Touchpad des Controllers. Zumindest diese Idee ist schon witzig.

Wieder einmal Skepsis angebracht

Der Controller.

Der Controller.

Aber ähnlich wie bei der kürzlich vorgestellten Oton-Konsole geben die Macher einige Gründe, misstrauisch zu werden. Unter anderem gibt man stolz bekannt, dass es passend zu Konsole und dem sogenannten Touch&Play-Controller auch eine Blumenvase geben wird, die die Wohnung ergänzend schmücken soll. Das klingt regelrecht albern. Sinnvoller scheint der externe Flash-Speicher (128 GB für 59 US-Dollar) im Design von eSfere zu sein. Zudem heißt es, dass man motiviert sei, die bestmöglichen Komponenten zu verbauen, durchaus gerne den Tegra-4-Prozessor von Nvidia. Nur hat der Hersteller noch gar nicht verraten, wann der Tegra-3-Nachfolger erscheinen soll – wenn überhaupt. Die offiziellen Fotos hinterlassen ferner den Eindruck, als gebe es gar keine realen Prototypen, die man ablichten könnte. Dennoch soll mit der Auslieferung bei erfolgreicher Finanzierung bereits Mitte 2013 begonnen werden? Davon abgesehen: Über die Schöpfer von eSfere ist nichts bekannt, die Domain der offiziellen Webseite wurde erst kürzlich registriert – genauso wie das Unternehmen selbst erst angemeldet.

Vielleicht sollte man nicht allzu skeptisch sein, womöglich hat eSfere sogar Hand und Fuß? Aber offene Fragen bleiben.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten,  darunter Polygamia.de und GamingGadgets.de.

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4 Kommentare

  1. “Dabei kann man sich das Gerät im Vorfeld für 99 US-Dollar (zirka 80 Euro) zuzüglich 15 US-Dollar Versand nach Europa sichern.”
    Eben nicht – bei Crowdfunding-Projekten verzichtet man auf jede Sicherheit.

  2. Ich bin natürlich ein begeisterter OUYA-Fan und somit auch dem Crowdfunding nicht abgetan aber so wirklich überzeugen kann mich dieses Projekt nicht.
    Ich befürchte, dass man mit Swarovski-Kristallen und Konsolen, die zur Vase werden nicht wirklich den Geschmack der Gamer trifft.

  3. Der Trailer macht leider einen recht gestellten Eindruck.
    Was wird an Stelle 0:47 mit dem Screenshot gemacht? An Stelle 2:05 wird ein Skype on TV Ausschnitt genommen. Der Prototyp macht mich auch stutzig – welches Spiel soll das sein, dass da gezeigt wird? Bisherige Android-Games haben diese Auflösung nicht..

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