Microsofts Windows-Chaos:
Der misslungene Versuch, ein zweites Vista zu verhindern

Microsoft macht die Pro-Version seines Laptop-Tablet-Hybriden Surface teurer als ein Apple iPad oder MacBook Air. Das ist bloß die neueste einer ganz Reihe von Maßnahmen, die Unverständnis bei Kunden, Partnern, Journalisten und eigenen Mitarbeitern nach sich ziehen. Microsoft bringt alle gegen sich auf. Ein Versuch, die Taktik des Konzerns zu verstehen.

Microsoft Surface mit Windows 8 Pro

Microsoft Surface mit Windows 8 Pro

Psychologie und Kriegslist sind wichtig in einem Kampf gegen starke Gegner. Also was ist Microsofts Grund dafür, das Surface Pro mit 64 GByte um 70 US-Dollar teurer zu machen als das vergleichbar ausgestattete iPad 4 mit Retina-Display? 900 Dollar soll diese Version ohne Tastatur kosten, wenn sie im Januar auf den Markt kommt; die mit 64 GByte 1.000 Dollar. Geht es darum, die Nachfrage gering zu halten, weil man nicht genug davon auf Lager hat? Oder darum, die einst befreundeten und zunehmend skeptischen Hardware-Partner nicht noch weiter zu verschrecken?

Windows 8, RT und Windows Phone 8
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SurfacePro


Wir erinnern uns: In den vergangenen zwei Wochen hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer seine Hardwarepartner gleich mehrfach kritisiert, weil diese ihre Windows-8-Geräte angeblich nicht schnell genug auf den Markt gebracht hätten. Dabei gab es noch im Oktober Hinweise darauf, dass man in Redmond noch in letzter Minute ein größeres Update nachschoss, um gravierendste Mängel auszubessern. Hatten die Notebook-Hersteller überhaupt genug Zeit, die Aktualisierung schnell genug einzuspielen? Das Surface mit RT hat preislich schon mit einigen anderen RT-Tablets konkurriert. Wollte man sich weiteren Ärger mit den OEMs ersparen, indem man das Surface Pro besonders teuer ansetzt?

Teuer sowohl für ein Tablet als auch für einen Hybriden

Wir erinnern uns weiter: Google sieht sich Negativschlagzeilen ausgesetzt, nachdem man das High-End-Phone Nexus 4 ab 300 Euro anbot, offenbar zu wenig Stück vorrätig hatte und nun Lieferzeiten von 8 bis 9 Wochen in Aussicht stellt. Befindet sich Microsoft in der gleichen Situation, so entgeht man Lieferengpässen mit einer über den hohen Preis gedrosselten Nachfrage. Man nähme so über Vorbestellungen wenigstens noch ein paar Dollar im Weihnachtsgeschäft ein und könnte die Preise im Frühjahr deutlich drosseln.

Negativschlagzeilen macht man so allerdings auch. Ob Microsoft den Bezug zur Realität verloren habe, fragen viele verwundert. Apple kann es sich erlauben, ein Tablet mit 64 GByte für 830 Dollar anzubieten, denn der Marke wohnt immer noch der Reiz des Exklusiven inne. In bald drei Jahren, in denen das iPad auf dem Markt ist, hat sich ein lebendiges Ökosystem mit zahlreichen angepassten Apps entwickelt. Das kann man sich mit gutem Geld bezahlen lassen. Microsoft hingegen ist nicht exklusiv und dem Store fehlen noch viele Apps. Das neue System muss sich erst einmal beweisen.

Und wenn man das Surface dann doch als Ultrabook betrachtet? Dann müsste man sich eins der beiden Tastaturmodelle Type Cover oder Touch Cover kaufen, die 120 oder 130 Dollar extra kosten. Womit man bei mindestens 1.020 Dollar wäre, 20 Dollar mehr als das MacBook Air mit 11 Zoll und 64 GByte. Apple hat bei mir in den vergangenen Jahren viele Sympathien verspielt, aber selbst ich halte das MacBook Air für das derzeit beste Ultrabook in dieser Preisklasse. Zumal das Surface den Namen “Laptop” kaum verdient. Es auf den Schoß zu nehmen und damit zu tippen, ist aufgrund der instabilen Tastaturen kaum möglich. Eine halbwegs ebene, harte Unterlage ist Voraussetzung. Also doch nur ein Tablet?

Microsoft versucht offenbar, sich mit Apple zu duellieren, dabei verläuft die eigentliche Front im Rücken: Google und Amazon kontern die Preise. Das Nexus 10 kostet 500 Dollar mit 32 GByte, das Kindle Fire HD 8.9 mit 32 GByte 370 Dollar. Microsofts Vorteil: Tatsächlich mehr angepasste Apps fürs Tablet, Mobilfunkfähigkeit. Aber ist das 400 bis 500 Dollar extra wert?

Metro, Modern, Windows 8 Design?

Das Surface mit RT verkaufte sich laut Aussage von Steve Ballmer bislang nicht so gut. Und jetzt legt man noch einmal ein paar Hunderter obendrauf für ein Tablet/Hybriden, dessen Akku nur halb so lange durchhält? Der zwar einen Intelprozessor, das “echte” Windows 8 Pro, USB 3.0 und einen Screen mit Full-HD-Auflösung hat, sonst aber keine nennenswerten Unterschiede zum billigeren Surface mit RT aufweist.

Gerüchte wie das, dass die Produktion des Surface RT angeblich um die Hälfte zurückgefahren wurde, lasse ich jetzt mal beiseite. Was mich wirklich verblüfft, ist dieses System- und Informationschaos, mit dem die Konzernzentrale in Redmond seit geraumer Zeit Hardwarepartner, Kunden und eigene Mitarbeiter verwirrt. Die Metro-Oberfläche durfte plötzlich nicht mehr so heißen, Modern UI, Windows 8 App Style und vieles mehr wurde genannt. Bei der Vorstellung des Systems vor einem Monat in Berlin verhaspelte sich dabei auch der hochrangige Mitarbeiter von Microsoft Deutschland – und erhielt direkt Aufmunterung von den umstehenden Journalisten. Was konnte er schon dafür.

Aus zwei neuen Systemen wurden im Endeffekt drei. Nicht nur Windows Phone 8 und Windows 8 (was genug Leute verwechseln), sondern auch das offenbar ganz andere und stark verbuggte Windows RT starteten neu. Der Unterschied zwischen RT und 8 ist bis heute den wenigsten klar. Es folgte Kritik, dass das Surface RT zu schnell vergriffen war, es folgte der Weggang von Windows-Chef Steven Sinofski aus “persönlichen Gründen“. Es folgte die seltsame Ankündigung, zusammen mit Hardware-Partnern weitere Smartphones mit dem eigentlichen veralteten Windows Phone 7 herauszubringen. Ein Hauen und Stechen der drei Hardware-Partner Nokia, HTC und Samsung nahm man dabei billigend in Kauf.

Drei unfertige Systeme

Ein Windows Phone 8, das man mir zum Testen vorlegte, ließ mich zwei Tage lang nicht mit meiner Live-ID im Store anmelden. Bei Xbox Music wurde meine Kreditkarte nicht akzeptiert. Ich testete ein softwareseitig noch leicht fehlerhaftes Surface mit RT – ich wundere mich über Entwicklungsstand, Preis- und Informationspolitik. Dabei gäbe es eigentlich Grund zur Freude: 40 Millionen Lizenzen hat Microsoft in einem Monat für Windows 8 bereits verkauft. Verkäufe von Windows Phone sind laut Ballmer viermal so hoch wie im vergangenen Jahr um die gleiche Zeit.

Nennen wir es doch beim Namen: Microsoft hat sich bei dem Versuch übernommen, ein zweites Vista zu vermeiden. Passiert ist es jetzt nämlich trotzdem: Statt eines unausgereiften Systems, das – wie damals Vista – erst im Januar erschien, hat man jetzt drei unfertige Systeme, mit denen man die Kunden im Weihnachtsgeschäft nur schwer überzeugen kann. Alle drei haben sehr gute Ansätze und die Chance, langfristig fehlerfrei und zu einer echten Alternative zu werden. Bisher sind sie es aber nicht. Microsoft hätte mehr Zeit gebraucht und hat nun doch das gleiche Chaos verursacht wie seinerzeit beim Start von Vista.

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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20 Kommentare

  1. Ein Haudrauf-IMHO, ach ja es ist ja Freitag!
    Allen ein schönes Wochenende.

  2. Ich sehe das ziemlich anders und mache auch im meinem Umfeld ganz andere Erfahrungen. Da kommt Windows (Phone) 8 besser an als Android, iOS, OSX und frühere Windows 8 Systeme (Männer zwischen 35 und 50 ausgenommen, da kann man aber ja schon von einer Midlifecrisis sprechen wo man quasi Apple-Produkte kauft, wenn man sich keinen Sportwagen leisten kann ;) )

    Und das Surface mit dem iPad vergleichen ist als würde man A8 mit einem Porsche vergleichen. Mit dem Surface kann man, dann integrierten Office nämlich noch recht produktiv Arbeiten, das iPad ist rein auf Konsum ausgelegt.

    Und was die Apps angeht, warten wir mal ein Jahr ab ;) Und ich vermisse ehrlich gesagt, fast nichts (und die schreibe ich gerade).

    Mal abgesehen, dass der Artikel teils Fachlich und Sachlich nicht korrekt ist.

    • Die Motorisierung ist natürlich nicht zu vergleichen, man muss vom Use Case ausgehen. Und da hat mir noch niemand zufriedenstellend beantworten können, warum du eine vollwertige Ultrabook-Motorisierung in Tablet-Form brauchst. Damit arbeiten? Viel Spaß.

      Zu WP8: Ich mag das System, aber es ist ganz offensichtlich noch nicht fertig. Vier grobe Fehler fand ich allein beim Anmeldeprozess, was mir zeigt, dass niemand das getestet haben kann. Ich mach dir gerne eine vollständige Liste, wenn ich mit dem Test fertig bin.

    • Na na dann, warten wir dann halt mal wie Du richtig sagst erst ein mal ein volles Jahr ab, dann wirds vielleicht ein Top Gerät

    • …,,Männer zwischen 35 und 50″… = Midlifecrisis

      …,,von einer Midlifecrisis sprechen “…” wenn man sich keinen Sportwagen leisten kann”…

      iPhone, Porsche & A8, syntaktisch in 3 Sätzen als Dementi zur Midlifecrisis verbinden ?

      Weswegen zielt Deine erste Assoziation nicht in Richtung Dacia & Skoda oder Renault & Citroen ab.

      Deine Aussage erinnert mich an folgendes:
      http://youtu.be/CJnZpRNfqOI

      LG
      Flo

  3. Ich schliesse mich der landläufigen Meinung an, dass das Hauptproblem bei Microsoft an der Konzernspitze sitzt. MS ist innovativ und hat ein paar tolle Sachen in der Pipeline, aber die Ausführung und die Releases sind mangelhaft. Das ist ein Führungsproblem. Leider ist das ein Trend, den ich auch bei Apple zusehends wieder beobachte, wie damals mit Mac OS 7.5.2 bis 8.0, die allesamt unfertig und buggy waren. Aperture beispielsweise ist eine mittelgrosse Katastrophe, die nur langsam wieder erträglich wird (mit den zahlreichen Updates).

  4. Kann nur zustimmen. Der Artikel ist mit geringem Wissen als Haudrauf geschrieben. Surface pro ist ein starker PC und kein iPad. Surface RT wäre vergleichbar. Und das ist billiger als ein vergleichbarer iPad. Hat allerdings Microsoft Office drauf UND ein echtes Dateisystem…

    • Dann erklär mir doch mal, wozu du einen “starken PC” in Tablet-Form brauchst. Oder wozu ein “echtes Dateisystem” auf einem Tablet. Der Vergleich mit dem iPad bezog sich auf den Use Case. Was die Leistung angeht, hast du natürlich Recht, kommt nur ein Vergleich mit einem Ultrabook in Frage – wo dem Surface Pro allerdings eine echte Tastatur fehlt. Das dann (mit Tastatur) teurer zu machen als ein MacBook Air hat einfach keinen Sinn.

  5. Wenn man versucht ein vollwertiges Microsoft Windows System mit einem iPad zu vergleichen, dann fehlt es meines Erachtens an den elementarsten Grundkenntnissen was Informatik anbelangt.

    Wenn schon, dann hätte die Frage lauten müssen was für eine bodenlose frechheit sich da Apple leistet wenn es sein Game und Fun Tablet so extreme teurer anbietet, dass man für den Preis schon einen vollwertigen Windows Tablet PC inklusive Tastatur bekommt.

    Allerdings wäre auch dieser Vergleich genauso sinnlos gewesen, denn es bleibt dabei, auch wenn die Optik im Grundsatz die selbe ist, so handelt es sich um zwei unterschiedliche Geräteklassen. Dies ist unschwer daran zu erkennen, dass Microsoft bereits einen Tablet Konkurrenten für das iPad in Form des Surface RT auf dem Markt hat.

    Bei solch haarsträubenden und an den Haaren herbei gezogenen vergleichen spare ich mir das weiterlesen lieber ganz.

    • Der Vergleich mit dem iPad bezog sich auf den Use Case. Gegenfrage: Wozu brauchst du ein Tablet mit einem vollwertigen Microsoft Windows System? Du kannst damit weder anständig arbeiten. Ein Ultrabook ist das Ding auch nicht, dazu fehlt schlicht und ergreifend die Tastatur.

  6. Naja, dass die Pro Version teurer ist kann ich durchaus nachvollziehen, hierbei handelt es sich ja eigentlich einfach um ein Ultrabook mit Touchscreen, wofür ich auch gerne breit bin, einen angemessenen Preis zu bezahlen… Ob WP8 unfertig ist, weil die Verbindung zu Xbox-live nicht hergestellt werden konnte oder eine Kreditkarte nicht angenommen wurde, halte ich auch für fraglich…

    • WP8: Ich hab das Testgerät gerade erst bekommen und schon beim Anmeldeprozess vier grobe Fehler entdeckt. Systemwiederherstellung war nicht möglich, Anmeldung im Store hat nicht funktioniert, Xbox-Konto ließ mich den neuen Musikservice nicht testen. Bin gespannt, was ich noch finde. Mache gerne eine Liste. “Unfertig” ist vielleicht zu hart. Aber schlecht getestet ist es.

      Surface Pro: Ein Ultrabook ist das angesichts der fehlenden, echten Tastatur ja wohl kaum. Von der Motorisierung her okay, von der Handhabung her im Leben nicht.

  7. lobhudelei auf Apple und Microsoft bashing – irgendwann wird auch der letzte verklärte Apple Fan aus den Anfangszeiten als er noch ein Produkt einer kleinen teils elitären jedenfalls Exklusiven Zielgruppe erwerben konnte erkennen dass Apple Mainstream (also nix besonderes mehr) geworden ist und damit der Konzern ausschließlich monetären Überlegungen folgt. Wacht auf!
    Mit dem großen Ökosystem zu argumentieren ist oberflächlich – andere Hersteller wie Google und Microsoft haben das auch, Microsoft seit Office also seit fast 20 Jahren.

    Es ist Zeit für was Neues!

  8. Liebe Leute, lieber Herr Vielmeier,
    solange die meisten Journalisten und Bloggers mehrheitlich auf Apple Hardware schreiben, wird es nie, einfach gar nie, sachlich und fachlich kompetente Beurteilungen über Microsoft und deren Produkte geben.
    Mich wundert nur, warum der Windows-Emulator das meistinstallierte Programm bei den Macs ist: Wenn doch die Welt im Apple-Universum so perfekt ist.
    Wer dieses Tablet mit einem iPad vergleicht, hat meines Erachtens weder grosse Hardware- noch Softwarekenntnisse. Und vor allem, er hat noch immer nicht begriffen, dass am Ende der Roadmap vom ArbeitsPC im Büro über das Tablet und den TV bis hin zum Handy immer die gleiche Oberfläche sein kann. Dann hätten wir endlich eine durchgängige Verfügbarkeit der Inhalte auf allen Plattformen.
    Uebrigens – wir stehen gerade am Anfang einer Entwicklung. Erinnere mich noch an das erste iPhone, das war nicht gerade das Ding das perfekt auf die Welt kam.

  9. Ein kleiner Fehler 64GB für 1000 Dollar, ich glaube du meintest 128 GB.
    Ich warte schon länger auf ein Tablet, dass ein richtiges OS besitzt und ein Stift hat, damit man drauf schreiben kann. Ich kann deine Meinung verstehen, aber ich kaufe mir lieber zwei Geräte (PC und Surface Pro) als 3 (PC, Notebook und iPad), ich hoffe nur noch dass es 5 Stunden durchhält. Den Preis finde ich angemessen und ein iPad oder Android kommt für mich gar nicht in Frage. Der grosse Wurf wirds wahrscheinlich nicht, aber für mich ist es genau das richtige :-) MfG

  10. “(Männer zwischen 35 und 50 ausgenommen, da kann man aber ja schon von einer Midlifecrisis sprechen wo man quasi Apple-Produkte kauft, wenn man sich keinen Sportwagen leisten kann ;) )” Wieder einmal ein überzeugter Microsoft Fan, der es für zumutbar hält, dass man nicht nur an seinem PC dauernd “herumknoddeln muss” sondern auch noch an seinem Tablett… Na da lob ich mir die Einstellung “der Männer zwischen 35 und 50, die während ihrer beschriebenen Midlifecrisis” ihre freie Zeit lieber für andere Dinge nutzen, als zum IT Freak zu werden.

    • Zumal die Erwachsenenentwicklung auch Rollen- und Identitätswechsel des erwachsenen Menschen (nach Erreichen des Erwachsenenstatus ab ca. 20. Lebensjahr) sind.

      De Facto bereits ab dem 20. steckt der Mann in genannter Midlifecrisis. Somit auch der Herr Julian ;-p

      LG
      FLo

  11. Vielleicht erhofft sich Microsoft einen Snobeffekt ;)

  12. Die Kritikunfähigkeit des Autors ist bemerkenswert…

  13. und andere verstecken sich hinter mustergültigen Pseudonymen

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