Electree+:
Solarbonsai spendet Gadgets neue Lebenskraft

Aufmerksamen neuerdings-Lesern wird der Electree+ bekannt vorkommen: Designer Vivien Muller hatte schon vor gut einem Jahr versucht, seinen Entwurf zu einem Produkt zu machen. Jetzt steht bei Kickstarter eine verbesserte und preisgünstigere Version zur Vorfinanzierung bereit.

Electree+ Solarbonsai

Electree+ Solarbonsai

2008 hatte der französische Designer Vivien Muller das erste Mal seine Idee skizziert, eine Gagdet-Ladestation in der Form eines kleinen Solarbaumes zu realisieren. Viele kleine Solarzellen sollte er an seinen Ästen haben, die man jeweils manuell in Richtung Sonne ausrichten konnte. Gadgets würden im Schatten des Bonsais liegen und sich dort umweltfreundlich aufladen. Wobei man zum Punkt “umweltfreundlich” natürlich prinzipiell auch all die Energie mit einberechnen muss, die zur Produktion des Solarbäumchens benötigt wird. 2011 gab es dann den ersten Versuch, die futuristisch-natürliche Ladestation Wirklichkeit werden zu lassen. Kollege Frank Müller hatte das Projekt auf neuerdings.com vorgestellt. 299 Euro sollte der Baum kosten und letztlich gab es nur rund 200 Interessenten. Nun kehrt der Electree+ genannte Baum zurück – im Detail verbessert und im Preis gesenkt.

Electree+ Solarbaum
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Der Electree+ hat im Innern einen Akku mit 14.000 mAh, so dass man darüber beispielsweise ein iPhone 5 rund neun Mal aufladen kann. 27 Solarpanele stehen zur Verfügung und um den Akku komplett aufzuladen, braucht es 36 Stunden Sonnenlicht. In der Regel wird man den internen Akku aber nur selten komplett entladen. Passiert das doch, braucht man etwa 4 Stunden Sonnenlicht, um genug Strom zu produzieren, der dann ein handelsübliches Smartphone komplett auflädt.

Zwei USB-Buchsen finden sich am Electree+, von denen eine auf Geräte mit vergleichsweise geringem Bedarf an Ladestrom gedacht ist und ein anderer für stromhungrigere Geräte wie Tablets. Die beiden Anschlüsse sind sozusagen in der Erde verborgen: Am Fuß des Baumes gibt es eine abnehmbare Grundplatte, deren Farben die Kickstarter-Unterstützer übrigens auch mitbestimmen können. Wer ein Gadget hat, das sich auf den Qi-Standard für induktives Laden versteht, kann ganz auf Kabel verzichten und diese Funktion hinzubestellen. Dann reicht es aus, dem Baum das Gerät zu Füßen zu legen. Optional kann man außerdem einen NFC-Chip in den Electree+ integrieren lassen, der dann bei kompatiblen Geräten eine passende Aktion auslösen kann.

Preise und Lieferbarkeit

Im Moment versucht das Team via Kickstarter mindestens 200.000 US-Dollar einzusammeln. Zudem brauchen sie mindestens 1.000 Vorbestellungen. Dann soll der Electree+ in den USA gefertigt werden. Die günstigste Variante des Electree+ gibt es aktuell für 199 US-Dollar (umgerechnet rund 155 Euro). Dieses limitierte “Early-bird special” enthält einen Electree+ mit schwarzer Grundplatte. Drahtloses Laden per Qi und NFC kosten jeweils extra. Auch wer sich die Farbe der Grundplatte aussuchen möchte, muss noch einige Dollar drauflegen. Der internationale Versand kostet umgerechnet rund 25 Euro.

Geplanter Auslieferungstermin ist Mai 2013. Weitere Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite.

Gefunden bei TechCrunch.

P.S.: Wir hatten bereits einen deutlich preisgünstigeren, aber auch hässlicheren und weniger funktionalen Konkurrenten vorgestellt: den USB Solar Charger Tree.

 

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2 Kommentare

  1. Das Problem an solchen Solarladegeräten ist, dass sie weder kosteneffizient sind noch nachhaltig. Könntet ihr das vielleicht auch mal in euren Artikeln erwähnen?

    Der Strombedarf für ein Iphone liegt zwischen 0,50€ und 1€ im Jahr. Rechnen tut sich so ein Gerät also eigentlich nie.

    Viel schlimmer ist aber, der Rohstoffbedarf, Produktion, Transport und Entsorgung solcher Produkte. Der ökologische Fußabdruck ist eine Katastrophe.

    Ökostrom aus der Dose ist da doch viel besser!

    • Hi, vielen Dank für die Ergänzung, wobei ich schon versucht habe, diesen Aspekt zu berücksichtigen:

      Gadgets würden im Schatten des Bonsais liegen und sich dort umweltfreundlich aufladen. Wobei man zum Punkt “umweltfreundlich” natürlich prinzipiell auch all die Energie mit einberechnen muss, die zur Produktion des Solarbäumchens benötigt wird.

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