Projecteo:
Winziger Projektor für Instagram-Fotos

Warum eigentlich auch nicht: Wenn die Instagram-Filter schon so tun, als seien die Fotos alt und mit Film aufgenommen, warum sie dann nicht mit einem Projektor an die Wand werfen? Projecteo will genau das tun – im Miniformat und ganz auf die analoge Tour.

Der Projecteo im Größenvergleich. Er ist wirklich, wirklich winzig.

Der Projecteo im Größenvergleich. Er ist wirklich, wirklich winzig.

Der Reiz der Instagram-Fotofilter erschließt sich nicht jedem unbedingt. Denn wozu investieren Ingenieure viele Stunden wertvolle Lebens- und Arbeitszeit, um Kameras in Handys immer besser zu machen, nur damit die Nutzer die Bilder dann durch Filter jagen, die sie unscharf, alt, verfärbt oder sonstwie beschädigt aussehen lassen? Auf der anderen Seite sind die Filter einfach ein großer Spaß und die Wichtigtuer mit ihren Digitalen Spiegelreflexkameras sollen halt woanders spielen gehen.

Unbestritten ist der Erfolg von Instagram, auch und gerade als Community für Handygrafie. Das spüren auch die Macher des winzigen Instagram-Projektors “Projecteo”: Weit vor Ablauf ihrer Suche nach Interessenten via Kickstarter haben sie das erwünschte Finanzierungsziel erreicht.

Projecteo
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Dabei holt sich der Kleinst-Projektor seine Bilder nicht etwa digital per Internet. Er erwartet stattdessen ein ebenso kleines Plastikrädchen, auf dem neun Instagram-Fotos auf einen klassischen 35-mm-Film belichtet wurden. Ein solches Filmrädchen kann man sich online aus seinen Instagrammen erstellen lassen. Hat man alle neun Bilder gesehen, steckt man das nächste Rad ein.

Anders gesagt: Oldschool trifft Retro-Hightech.

Der erste Prototyp des Projecteo entstand übrigens in einem 3D-Drucker. Als sich schon dieser Versuch als vielversprechend herausstellte, probierten die Macher weiter. Sie optimierten die Linse und sorgten dafür, dass man sie manuell scharf stellen kann. Sie testeten verschiedene LEDs und experimentierten mit der besten Anzahl an Fotos pro Rächen. Da auch ein funktionierender Prototyp noch nicht bedeutet, dass man das Produkt erfolgreich in Massen herstellen kann, taten sie sich mit Experten aus Schottland zusammen. Inzwischen haben sie nun einen weiteren funktionierenden Prototypen, der fertig für die Produktion sein soll.

Die Fotos werden in Kreisform auf einen klassischen 35-mm-Film belichtet, ausgestanzt und in das Filmrädchen eingesetzt. Welche neun Fotos es sein sollen, bestimmen die Kunden per Web-App.

Die Fotos werden in Kreisform auf einen klassischen 35-mm-Film belichtet, ausgestanzt und in das Filmrädchen eingesetzt. Welche neun Fotos es sein sollen, bestimmen die Kunden per Web-App.

Die andere Seite des Projekt ist die Herstellung der individuellen Filmrädchen. Hinter Projecteo steckt eine Firma namens Mint Digital, die für sich selbst in Anspruch nimmt, schon einige Erfahrung mit Instagram zu haben. So betreiben sie die Seite Stickygram, wo man aus seinen Instagram-Bildern Magneten machen lassen kann. Und beim inhaltlich völlig davon unabhängigen Foldable.me haben sie weitere Erfahrungen damit gesammelt, wie man eine solche Unternehmung erfolgreich auf die Beine stellt.

Die Nutzer werden ihre Filmrädchen künftig über eine Weboberfläche zusammenstellen. Eine Vorschau gibt es in der Fotostrecke oben. Die Bilder werden dann auf einen klassischen 35-mm-Film in der passende Kreisanordnung belichtet, ausgestanzt und schließlich in die Plastikrädchen eingesetzt.

Der Projecteo wird übrigens verschraubt und nicht verklebt, so dass er sich leicht öffnen lässt. Die Macher hoffen auf die Phantasie vieler Bastler, die auf Basis des kleinen Instagram-Projektors vielleicht noch ganz andere Dinge zaubern.

Preise und Verfügbarkeit

Die Macher schätzen, dass sie die ersten Projecteos Ende Februar 2013 verschicken können. Für 30 US-Dollar (umgerechnet etwa 24 Euro) bekommt man derzeit einen Projecteo und kann ein Filmrädchen dazubestellen, inklusive Versand. Für 45 US-Dollar (35 Euro) bekommt man einen Projecteo, der in den Farben des klasssichen Diaprojektors Rollei P35 daherkommt.

Weitere Informationen auf der Kickstarter-Projektseite und auf der offiziellen Website.

Gefunden bei TechCrunch.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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