alterdings:
Funktionsfähiger Apple I in Köln zu ersteigern

Nur noch sechs funktionsfähige Exemplare gibt es weltweit vom Apple I – jenem Computer, mit dem 1976 alles für die Firma begann. Er konnte damals technische Finessen aufweisen, die für uns heute mehr als selbstverständlich sind. Jetzt wird eines der seltenen Exemplare versteigert.

Dieser Apple I inklusive Zubehör wird zur Auktion angeboten. (Bild: Auction Team Breker)

Dieser Apple I inklusive Zubehör wird zur Auktion angeboten. (Bild: Auction Team Breker)

Als Steve Wozniak 1975 die Idee hatte, man könne doch einen Computer für den Gebrauch zu Hause herstellen, sah sein damaliger Arbeitgeber Hewlett-Packard darin keinen großen Sinn. Solche Computer waren schließlich nur etwas für Bastler und kein großes Geschäft. Es ist einer dieser Momente in der Geschichte, in der die Dinge auch hätten ganz anders laufen können. So aber verwirklichte Steve Wozniak seine Idee gemeinsam mit Steve Jobs. In der sprichwörtlichen Garage bauten sie ihre Platinen, die später als “Apple I” in die Computergeschichte eingingen. Nur 200 Stück wurden jemals davon gebaut, 43 sind noch weltweit bekannt und nur sechs davon sind in funktionsfähigem Zustand. Der Kölner Spezialist für Technik-Raritäten Auction Team Breker versteigert einen davon. Wer mitbieten will, sollte allederings schon einmal den Kontostand prüfen: Ein vergleichbarer Apple I erreichte im Juni 2012 bei Sotheby’s New York 374.500 US-Dollar.

Funktionsfähiger Apple I
apple-i-08apple-i-07apple-i-06apple-i-05
apple-i-04apple-i-03apple-i-02apple-i-01

Wenn man sich den Apple I mit heutigen anschaut, fällt vor allem auf, was alles fehlt. Ein Gehäuse beispielsweise wurde nicht mitgeliefert. Tatsächlich aber war der Apple I seinen Konkurrenten wie dem Altair 8800 in mancherlei Hinsicht voraus. Dessen “Benutzeroberfläche” bestand aus Schaltern und Leuchtdioden. Der Apple I hingegen war dafür gemacht, Bildschirm und Tastatur anzuschließen. Auch die Tatsache, dass das Board komplett bestückt geliefert wurde, war keine Selbstverständlichkeit.

Nur ein Jahr später kam der Apple II heraus, der dann den Grundstein für Apples Erfolg legte und die Computerindustrie prägte. Er war sofort betriebsbereit, ohne jede Bastelei. Erst viele Jahre später reagierte Computerriese IBM mit dem “Personal Computer” auf den massenhaften Erfolg des Apple II.

Der nun in Köln zur Auktion angebotene Apple I ist in weiten Teilen original erhalten. Netzteil und Tastatur entsprechen den Modellen, die Apple den Kunden empfahl. Als Display dient ein Überwachungsmonitor von Sanyo, wie er zur damaligen Zeit häufiger für diesen Zweck zum Einsatz kam. Eine Replika ist hingegen die Cassette-Interface-Karte, um den wiederum originalen “Panasonic 2012″ Cassettenrekorder anzuschließen. Von dem startete man beispeilsweise BASIC. Weitere Details finden sich auf einer Informationsseite. Die Versteigerung ist am 24. November 2012.

In diesem Video führt das Auktionshaus den Apple I vor:

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

Mehr lesen

Woox Innovations Philips Fidelio M2L: Kopfhörer mit Lightning-Anschluss, 24-Bit-DAC und integriertem Verstärker

12.9.2014, 0 KommentareWoox Innovations Philips Fidelio M2L:
Kopfhörer mit Lightning-Anschluss, 24-Bit-DAC und integriertem Verstärker

Woox innovations bringt den ersten Kopfhörer exklusiv für Apple-Audioplayer mit Lightning-Anschluss auf den Markt. Für optimale digitale Klangübertragung soll darüber ein integrierter Verstärker und ein Digital-Analog-Wandler (DAC) mit 24 Bit sorgen

Qual der Wahl: iPad mini oder iPhone 6 Plus?

11.9.2014, 4 KommentareQual der Wahl:
iPad mini oder iPhone 6 Plus?

Mit seinen neuen XL-iPhones schließt Apple zur Konkurrenz auf und sorgt zugleich für Entscheidungsprobleme ganz neuer Art: Sofern man sich das iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll anschafft, kann man sich doch dann das iPad mini mit 7,9 Zoll sparen – oder etwa nicht? Wir haben einmal das Für und Wider zusammengestellt.

Apple Watch: Die Apfel-Smartwatch unter die Lupe genommen

10.9.2014, 16 KommentareApple Watch:
Die Apfel-Smartwatch unter die Lupe genommen

Mit einem unüberhörbaren Paukenschlag ist Apple in den Smartwatch-Markt eingestiegen. Viele trauen der Firma zu, aus einem Spielzeug für Geeks ein Fashion-Statement für die Masse zu machen. Das kann ihnen gelingen, aber es gibt noch viele offene Fragen.

4 Kommentare

  1. Ich habe auch noch einen funktionsfähigen selbstbau Apple im Schrank stehen. Müsste aber ein Apple II sein, der hat die typischen Erweiterungsslots. Daneben steht ein AIM 65 von Rockwell, mit Thermodrucker und Nixiröhren. Auch der ist voll Funktionsfähig und ein paar Nixis als Ersatz sind auch vorhanden.

    Damals hat das programmieren noch Spass gemacht und es gab keine Apps, über die runden Ecken meines Frühstücksbretts hat sich damals auch keiner aufgeregt.

    Wenn ich das hier aber so lese, dürften die beiden in 25 Jahren meine Rente sichern.

  2. Ich sollte vielleicht mitsteigern, um meinen Sinclair ZX-81 endlich in Rente zu schicken. Bietet der Apple 1 denn mehr als 16 KB ROM? Darunter mach ich’s nämlich nicht!
    ;-)

    • ZX-81? Wer will denn so einen neumodischen Krempel? Wenn schon, dann den ZX-80 bitte.

      (Ja, ich hab meinen auch schon vor über 20 Jahren verkauft…ich war jung und brauchte das Geld…für den ZX-81…)

  3. Wenn da mal nur mein Taschengeld reichen würde. Aber schon erstaunlich was manche Leute bereit sind zu zahlen für ein Apple. Die sollten heimlich noch ein Paar Tausend Stück bauen und dann in ihren Shops verkaufen.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder