Inqua Inhalator:
Der Profi-Vernebler

Im Winter hat so mancher Atemprobleme. Ein Topf mit heißem Wasser und Eukalyptusöl ist nicht ungefährlich und hilft auch nur bei Erkältung. Salzlösungen sind eine Alternative, doch wirken sie nur vernebelt. Das ist nicht mal so teuer.

Inqua Inhalator (Bild: W.D.Roth)

Inqua Inhalator (Bild: W.D.Roth)

Dank einer total verschimmelten Hauswand wegen fehlender Reparaturen durch den Vermieter, habe ich seit meiner Kindheit im Winter schlimmere Allergien als in der dafür eigentlich bekannteren Heuschnupfenzeit: Sobald die Luft kalt und trocken wird, streikt die Nase und geht nachts zu. Dann wacht man irgendwann halb erstickt auf.

Nasensprays sind keine Lösung, die klassischen Schnupfensprays ruinieren die Schleimhaut sehr schnell und auch antiallergische Sprays sind teils nicht wirklich gesund und nur begrenzt von Nutzen.

Inhalatoren, die mit heißem Wasser und ätherischen Ölen oder Salben gefüllt werden, helfen zwar bei akuten Erkältungen, doch in diesen Fällen haben sie ähnliche Auswirkung wie die Nasensprays: Die Schleimhäute werden eher noch angegriffen bei zu häufiger Nutzung.

Inqua Inhalator
wr269395cr.jpgwr269402cr.jpgwr269401cr.jpgwr269400cr-1.jpg
wr269396cr.jpgwr269398cr.jpgwr269394cr.jpgInhalator

“Nasenduschen”, die einem Salzlösung durch die Nase laufen lassen, haben zumindest bei mir auch nicht weiter geholfen, außer als Partygag wegen ihrer teils kuriosen Bauform.

Als es bei Aldi für etwa 60 Euro Inhalatoren gab, probierte ich daher diese Lösung aus – regulär kostet der Inqua Inhalator über 100 Euro.

Das Gerät kommt mit einer Atemmaske für Kinder und einer für Erwachsene. Sie muss nach jeder Benutzung ausgekocht und nach einem Jahr gewechselt werden, dies ist der unangenehme Teil der Übung. Das eigentliche Inhalieren ist dagegen innerhalb von fünf Minuten erledigt: Einmal-Ampulle in Vernebler leeren, diesen aufsetzen, Gerät einschalten, bis die Salzlösung verbraucht ist. Und hoffen, dass solange niemand von der Familie ins Zimmer kommt und Darth-Vader-Witze reißt.

Als Salzlösung darf man nur solche aus sterilen Einmalampullen verwenden, nicht die zum Selbermischen für die Nasenduschen. Alles andere wäre zu riskant, da beim Vernebeln natürlich auch Keime mit verteilt werden. Und mindestens mit sehr heißem Wasser sollte man den Vernebler nach der Benutzung abspülen (eigentlich mit kochendem) und dann zerlegt trocknen.

Die Salzlösungsampullen gibt es aber auch von anderen Herstellern als Inqua selbst und in größeren Mengen auch zu günstigeren Preisen. Da normalerweise nur alle zwei oder drei Tage eine Inhalation notwendig ist, um die Nase bei Laune zu halten, halten sich die Kosten noch im Rahmen.

 

8 Kommentare

  1. hmm:

    fazit (wirkung/effektivität/zusatzkosten usw)?

  2. Ja irgendwie hat man den Eindruck hier fehlt der halbe Artikel.
    Hats denn geholfen?
    Bin im Winter auch ständig krank, daher würde mich das schon interessieren..

    • Ja, im Gegensatz zu Nasendusche und Dampfinhalator hat es geholfen. Steht ja da, alle 2-3 Tage nutzen reich, jeden Tag muß es nicht sein.

      Ob man dadurch weniger krank (also erkältet) ist, kann ich jetzt nicht beurteilen – ich bin im Winter etwa 2x krank, dann aber heftig. Die Chancen sind aber gut, daß man widerstandsfähiger ist. Mir ging es darum, das ewige Zugehen der Nase bei Heizungsluft durch Allergien zu vermeiden.

      Kosten wie angegeben die Patronen – das beginnt ab 7 € für 20 Stück, die dann 1-2 Monate halten, ist aber in großen Mengen auch günstiger zu haben. Da kann sich jeder selbst umschauen, die halten nur 1-2 Jahre (wobei ich keine Ahnung habe, was an Salzlösung schlecht wird), also zuviele sollte man dann auch wieder nicht einkaufen. Und 1x jährlich eine neue Maske lt. Handbuch.

  3. Wir haben für Kinder ein Gerät von Pari (JuniorBoy), das befüllen wir mit einer Spritze aus einer Flasche mit NaCl-Lösung durch einen Gummistopfen. Das ist auf Dauer preiswerter als die Einzelampullen.

  4. Alle 2-3 Tage stimmt so nicht. Vielmehr hilft eine Inhalation lt. unserem HNO-Arzt nur etwa ne knappe Stunde. Danach sind die Schleimhäute wieder so, wie sie vorher waren. Mit einer Inhalation ist bestenfalls eine Linderung möglich. Haben diese Erfahrung auch mit unseren kindern gemacht. Unser Größter litt an Krupphusten und hat ein sehr empfindliches Bronchialsystem. Inhalieren hilft. Ist aber definitiv kein Allheilmittel. (Haben übrigends ebenfalls den Pariboy im Einsatz.

    • Ich habe von Nasenproblemen gesprochen. Da bleibt die Wirkung (feucht und durchgängig) länger erhalten.

      Bronchien ist was ganz anderes. Dazu kann ich nichts sagen, ich habe bei mir gar nicht das Gefühl, daß das so weit vordringt, habe aber auch keine Bronchienprobleme.

      Bei Inqua wird das ja auch aufgeteilt, wobei die für die Nase und Nebenhöhlen auch nur diese Nasenduschen empfehlen, die aber eben bei mir keine Wirkung hatten. Während der Inhalator dafür bei denen gar nicht vorgesehen ist, nach meiner Erfahrung aber durchaus was bringt.

  5. Ach leute… habt ihr mal probiert, die Heizung nicht so doll aufzudrehen und täglich zu lüften?

    Mit meinem Schlafzimmer bei ca 18-19°C und einer dicken Bettdecke habe ich gute Erfahrungen gemacht.

    • @ Jan
      Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben beispielsweise hilft Lüften und die Heizung runter zu drehen alleine nicht ;-)

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder

vgwort