Hama Camera Quick Shoot Strap im Test:
Schnellschuss-Kameragurt mit Stativ-Option

Der Zubehörhersteller Hama ist eigentlich mehr für “Mee too”-Utility-Produkte bekannt, doch mitunter sind diese besser als ihre Vorbilder. Ein Ärgernis der seit einigen Jahren beliebten Strap-Schnellschuss-Gurte zeigt der Hama Camera Quick Shoot Strap jedenfalls nicht.

Hama Quick Shoot Strap (Bild: wor)

Hama Quick Shoot Strap (Bild: wor)

Eine schwere Spiegelreflexkamera sollte man immer gut fixiert haben – der mitgelieferte Kameragurt gehört an die Kamera, damit die einem nicht plötzlich herunterfällt oder aus der Hand gerissen wird. Allerdings liegt es nicht jedem, mit der Kamera am Gurt auf dem dicken Bauch wie ein Tourist herumzulaufen, und seitlich getragen machen sich die serienmäßigen Kameragurte nicht so gut. Zudem schützen sie seitlich getragen nicht gegen Diebstahl. Zudem sind sie bei einem schwerem Gerät auf Dauer anstrengend.

Hama Camera Quick Shoot Strap
wr129381cr.jpgwr129380cr.jpgwr129379cr.jpgCamera Quick Shoot Strap

Seit enigen Jahren gibt es deshalb robustere Schnellschuss-Gurte, das Unternehmen California Sunbounce war hiermit in Deutschland früh präsent. Diese Gurte sind teils noch mit Stahlgewebebändern verstärkt, um große Robustheit und Diebstahlssicherheit zu erreichen. Allerdings haben diese Gurte für ernsthafte Fotografen einen großen Nachteil: Sie werden stets am Stativgewinde der Kamera angeschraubt und besetzen es damit. Der Gedanke dahinter: Wer Action-Fotos schießt, braucht kein Stativ. Dies ist falsch, denn Sportaufnahmen mit Teleobjektiv im Stadion kann man beispielsweise eigentlich nur mit Stativunterstützung machen, man wird aber zwischendurch auch wieder “freihändig” agieren wollen. So ist es eine Quelle steten Ärgernisses. Denn gerade wer schnell agieren will, wird an seine Kamera eine Platte für eine Schnellspannhalterung schrauben, mit der die Kamera in Sekunden aufs Stativ gesetzt und von diesem auch wieder entfernt werden kann, statt die Kamera langsam und gewindeabnutzend jedesmal neu am Stativ anzuschrauben. Bei besseren Stativen ist so eine Schnellspannhalterung inbegriffen.

Damit das klappt, muss diese Platte ständig an der Kamera angeschraubt bleiben. Wird sie erst bei Bedarf an- und abmontiert, kann von “schnell” keine Rede mehr sein – zudem geht sie bald verloren oder wird zumindest unauffindbar verlegt. Auch Akku- und Speicherkartenfächer in der Nähe der Stativschraube sorgen hier für Verdruss, weil sie ein ständiges Abmontieren der Stativplatte erzwingen.

Der Hama Camera Quick Shoot Strap wird dagegen zwar ebenfalls am Stativgewinde der Kamera angeschraubt, doch er hat auf der Gegenseite darüber hinaus ein neues Stativgewinde zu bieten. Hier kann man nun also die Schnellmontageplatte aufschrauben und die Kamera ist dann so sowohl für freihändige Actionfotos als auch für solche mit Stativ einsetzbar.

Die Robustheit der California Sunbounce-Modelle hat der Hama-Strap zwar nicht, doch wer lediglich einen etwas robusteren Kamera-Gurt als den mitgelieferten nutzen möchte, wird hier durchaus fündig. Ein schlankeres Modell für kleine System- oder Kompaktkameras ist seit der Photokina als Quick Shoot Strap SC ebenfalls verfügbar. Das ist durchaus sinnvoll, da diesen Modellen oft gar kein Schultergurt beiliegt, sondern nur eine Handschlaufe, was leicht zu Verlusten führt.

Der “große” Gurt soll für knapp 50 Euro verkauft werden, der kleinere für 45 Euro.

 

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Ein Kommentar

  1. Hama Quick Strap
    Zuerst besass ich einen BlackRapid Gurt, dieser hat mich nicht überzeugt. Die beiden Klemmschnallen sind zu wenig Bedienungsfreundlich. Nun habe ich den Hama Qick Strap, da ist zu loben die gute Polsterung, dass der Gurt sowohl links-als auch rechts herum getragen werden kann (das ist mit dem BlackRapid und dem Sunbounce nicht möglich) und nicht zuletzt die sehr Bedienungsfreundliche Klemmvorichtung. Gut auch ist, dass das Gurtmaterial nicht so hart ist wie beim BlackRapid.
    Ich besitze eine sehr schwere Kamera (Nikon D3s) den Gurt habe ich dahin gehend erweitert dass die Kamera an zwei Punkten hängt.

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