Creative WP-450 Bluetooth Headset im Test:
Elegantes Headset mit unsichtbarem Mikro

Das Bluetooth Headset WP-450 von Creative sieht auf den ersten Blick aus wie ein Paar eleganter Kopfhörer. Wo soll denn da das Mikro sein? Die Antwort: versteckt im rechten Bügel des WP-450, erkennbar nur an einem milimetergroßen Loch. Und das soll funktionieren? Wir haben es getestet.

Bluetooth Headset Creative WP-450 (Fotos: Frank Müller)

Bluetooth Headset Creative WP-450 (Fotos: Frank Müller)

Die Bauweise des Bluetooth Headsets WP-450 von Creative erinnert (zumindest eine meiner Töchter) auf Anhieb an die Monster Beats by Dr. Dre Solo OverEar-Kopfhörer (Affiliate-Link): ein breiter Bügel, der sich über zwei Scharniere zusammenfalten lässt.

Die Ohrpolster sind beim Creative Headset allerdings mit einem Kugelgelenk am Bügel befestigt, so dass sie sich in alle Richtungen bewegen und dem jeweiligen Träger anpassen können.

Das unsichtbare Mikrofon sowie alle Schalter und Kontrollen sind im rechten Ohrhörer untergebracht: ein großer Taster zum Ein- und Ausschalten sowie zum Aktivieren von Siri, ein weiterer zum Pausieren und Abspielen von Songs, ein Wippschalter zum Ändern der Lautstärke und einer zum Auswählen des vorherigen und nachfolgenden Liedes.

Creative Bluetooth Headset WP-450 im Test
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Im linken Hörer befindet sich der Micro-USB-Anschluss, über den der integrierte Akku geladen werden kann. Die kleine rote LED wechselt zu grün, sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist. Das dauert rund eine Stunde, wenn der Akku leer ist. Eine volle Ladung hält gute 8 Stunden, je nach Benutzung. Creative gibt an, dass man rund neun Stunden Gespräche führen oder acht Stunden Musik hören kann.

Und wie ist der Klang? Ausgesprochen gut. Er erreicht im direkten Vergleich vielleicht nicht ganz die Wärme des Bowers & Wilkins P3, ist aber sehr klar und deutlich druckvoller und wärmer als der des Sennheiser PX 210 BT.

Der Klopfhörerklang: Gut, mit Adapter noch besser.

Das gilt schon für die normale Bluetooth-Verbindung und gilt noch stärker, wenn man einen Bluetooth-Dongle wie den Creative BT-W1 verwendet, der das Signal im apt-X-Format überträgt. Der schlägt zwar noch einmal mit 39,90 Euro zu Buche, aber die Klangqualität verbessert sich tatsächlich, wenn der Rechner von Haus aus kein Bluetooth mit apt-X beherrscht. Für iOS-Geräte gibt es ebenfalls einen apt-X-Adapter, den BT-D5, der ebenfalls für 39,99 Euro zu haben ist.

Der Vorteil der Adapter liegt nicht nur im besseren Klang, auch das Koppeln funktioniert nach dem ersten Mal einfacher. Adapter anstecken, einen Augenblick warten, und der Kontakt ist hergestellt. Adapter abziehen, und der Kontakt ist getrennt.

Creative WP-450: So klingt das Mikro

Auch der Klang des Mikrofons ist in Ordnung. Es klingt zwar im direkten Vergleich mit dem eingebauten Mikrofon des Mac etwas dumpfer, aber das liegt wahrscheinlich an der Geräuschunterdrückung, die wiederum in lauterer Umgebung die Verständlichkeit insgesamt verbessert.

Überhaupt liefert das unsichtbare Mikro bessere Ergebnisse als ich erwartet hätte. Alles ist deutlich zu verstehen, wie das Klangbeispiel und der Vergleich mit dem MacBook Pro zeigt.

Fazit

Werbeaussagen sollte man ja generell mit einer guten Portion Misstrauen begegnen, aber beim Creative WP-450 kann ich die Aussage unterstreichen: Man muss wirklich nicht mehr Bluetooth-Headset plus Kopfhörer einpacken, das Creative WP-450 übernimmt beide Aufgaben ausgezeichnet.

Das Bluetooth-Headset Creative WP-450 (Affiliate-Link) gibt es bei Amazon für rund 130 Euro. Mehr Infos findet ihr auf der Produktseite von Creative.

Tipp zum Weiterlesen: Hier hatte Kollege Kai Zantke vier Bluetooth-Headsets klassischer Bauart miteinander verglichen.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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5 Kommentare

  1. Kann das Headset Multipoint?

  2. Würde mich über einen Test des Beats by Dr. Dre Wireless freuen.

    Wär super.
    Markus

  3. Schöner Test, besonders die Audio-Files wissen zu gefallen! Eine etwas ausführlichere Betrachtung habe ich hier gefunden.

    @nitek

    Was versprichst du dir in dem Zusammenhang von Multipoint?

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