Sony Xperia sola im Test:
Kleiner Preis, große Leistung

Das Sony Xperi sola gehört zu den Smartphones der Einsteigerklasse, wenn es um den Preis geht. Doch die Leistung die dafür geboten wird, lässt sogar Geräte für 400 Euro und mehr erzittern.

Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Sony hatte bis vor kurzem einen schweren Stand im Mobilfunkmarkt. Doch seit die neue Xperia-Serie ohne das Ericsson-Logo verkauft wird, scheinen die Kunden wieder Gefallen an den Geräten zu finden. Das liegt sicherlich nicht nur am Design, sondern auch an der verbesserten Service-Strategie. Sämtliche neueren Geräte haben vor Kurzem ein Update auf Android 4.0 erhalten oder werden es im nächsten Quartal bekommen. So auch das Sony Xperia sola. Und da es seit Marktstart Mai 2012 noch immer heiß begehrt ist, habe ich es mir einmal vorgeknöpft.

Sony Xperia sola
Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)
Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)
Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)Xperia solaSony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Design und Ausstattung

Die Zeiten der kleinen, schnuckeligen 3,x-Zoll Displays scheint vorüber. Stattdessen werden nur noch die großen Smartphones mit den neuesten Technologien verkauft. Sony gibt dem sola deshalb alles Wichtige mit auf den Weg, um sich auch gegen die Großen behaupten zu können:

  • 1 GHz Dual-Core-CPU
  • 512 MB RAM
  • 5 GB interner Speicher
  • microSD-Kartenslot
  • 3,7-Zoll-Display mit 480 x 854 px
  • NFC
  • gute 5 Megapixel-Kamera mit eigener Kamerataste, jedoch nur 720p-Videos
  • Floating Touch zur Bedienung mit Handschuhen

Neben der beeindruckenden Ausstattungsliste überzeugt auch das Design. Mir persönlich gefällt es nicht, doch es hebt sich wohltuend vom Einheitsbrei der iPhone-Klon-Armee ab. Sony hat einen Lichtstreif – vielleicht am Horizont und auf jeden Fall an der Unterkante des Displays. Dieser weiß beleuchtete Rand lässt sich durch eine App aus dem Marketplace auch als Benachrichtigungsleiste einsetzen.

Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Leider verfolgt Sony den gleichen Ansatz wie viele andere auch: Der Akku ist festverbaut und nicht wechselbar. Hinsichtlich Akkulebensdauer will ich mir gar nicht anmaßen, eine Empfehlung auszusprechen, denn der Akku meines betagten Sony Ericsson T68i hat nur wenig seiner vollen Leistungsfähigkeit eingebüßt. Aber was ist mit einem leeren Akku unterwegs? Austauschen funktioniert nicht mehr.

Xperia-Vorteile

Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Sony Xperia sola (Bild: Kai Zantke)

Sony hat auch hier vorausgedacht und erlaubt eine Akkuschnelladung: Nur 15 Minuten an der Steckdose verlängern die Arbeitszeit des Akkus um 60 Minuten. Eine ganze Stunde am Strom bringt die schwarze Flunder auf 90 Prozent Ladung. Der Ersatzakku ist damit ersatzlos gestrichen, ohne vermisst zu werden.

Mit einem Smartphone will man natürlich auch etwas anstellen. Die vorinstallierten Dienste „Music Unlimited” und „Wisepilot” sorgen für Unterhaltung und eine zielsichere Navigation, während der „Liveware Manager” bei verbundenem Zubehör (Kabel, Bluetooth oder NFC) Anwendungen startet. Über den Stromsparer lassen sich der Akkuverbrauch optimieren, NFC-Verbindungen verwalten und andere intelligente Aktionen durchführen.

Die vielen Anpassungen Sonys lassen gar nicht vermuten, dass noch die veraltete Android-Version 2.3 installiert ist. Eine für mich sehr kritische Stelle ist die Dateneingabe, eigentlich kann bei mir nichts mit einer echten Hardware-Tastatur mithalten. Doch trotz der Größe des Displays vermisse ich beim Tippen nichts: Die Wortvorschläge sind passend, die Sonderzeichen werden ohne Umwege direkt angezeigt und die Tippgenauigkeit ist enorm hoch.

Und was niemand verrät: Das Sony Xperia sola hat sogar einen USB-Host und kann über einen Adapter auch USB-Sticks unterwegs auslesen.

Nachteile

Sony Xperia sola (Bild: kaz)

Sony Xperia sola (Bild: kaz)

Es gibt jedoch auch einige Merkwürdigkeiten die so gar nicht ins Bild passen wollen. Wieso zum Beispiel wird die Standardauflösung der Kamera auf 3 Megapixel beschränkt? Es sind zwar nur 5 Megapixel maximale Auflösung, doch die sind weitaus besser, als manche 8-Megapixel-Konkurrenten. Wo wir gerade bei der Kamera sind: Noch nie habe ich so eine schwergängie Kamerataste erlebt. Die Chance ein unverwackeltes Bild zu erhalten, erhöht sich immens, wenn man auf dem Bildschirm auslöst.

Trotz abgerundeter Kanten liegt das Smartphone etwas unangenehm in der Hand. Weitaus besser, als das Sony Tablet P, aber mehr Rundung, wie beim HTC Desire C oder auch schon dem LG L7 würden Wunder bewirken.

Fazit

Das Sony Xperia sola gehört zu den Geräten, die nicht umsonst heiß begehrt sind. Schnelle Bedienung, genügend Leistungsreserven für anspruchsvolle Spiele, ein Akku der über den Tag hinausreicht und einige kluge Verbesserungen am Betriebssystem runden ein Paket ab, dass sich auch optisch von all den anderen abhebt.

Zur Zeit kostet das Sony Xperia sola nur 250 Euro (Affiliate-Link). Damit ist es zur Zeit die beste Alternative für Einsteiger, anspruchsvolle Musikhörer und all diejenigen, die ein flaches Android-Smartphone suchen. Ich bin begeistert davon und es stellt eine ganz klare Kaufempfehlung dar.

 

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3 Kommentare

  1. Finde den Titel doch etwas reißerisch,

    welches 400€ Gerät soll das Sola denn “erzittern” lassen?

    Eine niedrig getaktete, etwas angestaubte Dualcore CPU reißt jetzt keinen mehr vom Hocker, auch die GPU ist nicht gerade von den besseren Vertretern ihrer Zunft.

    512MB Arbeitspeicher ist auch das unterste Ende der Fahnenstange bei einem aktuellen Gerät, dazu noch nur 5Gb interner Speicher.

    Das Display ist ebenfalls durchschnitt.

    Dazu ist das Floating Touch kaum zu gebrauchen.

    Es ist beileibe kein schlechtes Gerät! Es ist ein gutes Smartphone der unteren Mittelklasse, nicht mehr und nicht weniger.

    Definitiv lehrt es jedoch keinem Smartphone in der angesprochenen Preisklasse das Fürchten!

    • Der Anrisstext ist vielleicht etwas reißerisch, doch er entspricht den Tatsachen:
      Sehen wir mal von den schwächeren Leistungszahlen des sola ab, spürt man den Unterschied im alltäglichen Einsatz? Nein. Weder die Geschwindigkeit, noch der geringere Arbeitsspeicher machen sich im Alltag bemerkbar. Der interne Speicher lässt sich billig durch eine microSD-Karte aufstocken, das Display ist klar, hell und blickwinkelstabil – welchen Grund bietet mir ein 400 Euro Smartphone?

      - NFC? Hat das sola auch.
      - AMOLED? PenTile-Matrix hat nicht den Sexappeal.
      - Design? Ist außergewöhnlich.
      - Klang? Der Sound reicht für unterwegs völlig aus und ist durchaus im oberen Mittelklassebereich anzusiedeln.
      Und jetzt die große Preisfrage: rechtfertigt ein HDMI-Ausgang einen Aufpreis von 150 Euro? Und hast Du bei so einem teuren Gerät gleich einen USB-Host für USB-Sticks?
      Die Displaygröße lasse ich außen vor, da das eine Geschmackssache ist und auch Portabilität einen Grund darstellen kann.

  2. Schönes Telefon, super Preis und recht gute Technik, was mich als Lichtspiel – Fimmelfreak nur sehr verwundert, warum gibt es eine Lichtleiste, wenn sie, erstens nur weiß leuchtet, nicht bunt ist wie die anderen und man zweitens überhaupt nix mit ihr machen kann, ausser eventuell mit ner app, die ne Nachricht anzeigt? Völlig sinnlos… Ausserdem hätte man sich die abgehackte Kante unten komplett sparen können und das Telefon auf ein vernünftiges Mindestmaß reduzieren können. Das 3,7 Zoll Display ist toll, genau die richtige Größe. Ich finde eh, dass alles was größer ist als das Samsung S2 ein Tablet ist und auch als solches verkauft werden sollte, wir haben doch eigentlich erfolgreich die Zeit der Telefonzellen hinter uns gebracht…

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