Google:
Streaming-Kugel Nexus Q auf unbestimmte Zeit verschoben

Nicht nur die Macher der Pebble-Uhr haben ihren ursprünglich angekündigten Zeitplan gerissen, auch Google ist das nun passiert: Der kugelförmige Mediastreamer Nexus Q kommt vorerst nicht auf den Markt. Vorbesteller bekommen aber trotzdem ein Gerät – gratis.

Googles Nexus Q kommt vorerst doch nicht auf den Markt.

Googles Nexus Q kommt vorerst doch nicht auf den Markt.

Unter den zahlreichen Neuigkeiten der Entwicklerkonferenz Google I/O fand sich auch das Nexus Q, das wir euch hier vorgestellt haben. Mit der schwarzen Kugel kann man Inhalte zum Beispiel auf einen angeschlossenen Flachbildfernseher streamen oder dank eines integrierten Verstärkers direkt Boxen anschließen. Das Design ist fraglos atemberaubend, aber ebenso atemlos fragte sich mancher, was sich Google wohl beim Preis von 299 US-Dollar gedacht hat, wenn vergleichbare Geräte wie das Apple TV für 99 US-Dollar zu haben sind. Noch größer wurden die Fragezeichen, als klar wurde, wie wenig das Nexus Q für dieses Geld kann: Nutzer können lediglich Filme, Musik und TV-Serien aus Googles Play-Store oder YouTube-Videos streamen – das war es dann auch schon.

Google Nexus Q
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Das Feedback war offensichtlich so schlecht, dass Google nun einen radikalen Schritt gegangen ist: Das Nexus Q kommt vorerst nicht auf den Markt. Einen neuen Veröffentlichungstermin gibt es nicht. Vorbesteller bekamen das per E-Mail mitgeteilt. Man wolle das Gerät anhand der Rückmeldungen verbessern, heißt es darin. Alle Vorbesteller bekommen das Gerät im jetzigen Zustand geschenkt – offenbar, um die schlechte Presse zu minimieren.

Die spannende Frage lautet nun, was Google am Nexus Q verbessern wird und wann es denn nun auf den Markt kommt. Klar scheint, dass die Streamingbox bei der Funktionalität zulegen muss. Und da es beim Betriebssystem auf Android setzt, sollte sich da auch einiges machen lassen. Ein wichtiger Schritt wären beispielsweise eigene Apps.

Spannend ist zudem die Frage, ob es beim Preisschild von 299 US-Dollar bleibt. Google hatte bei der Präsentation hervorgehoben, dass das Nexus Q “Made in USA” ist und sicher werden Kunden bereit sein, dafür einen Aufpreis zu bezahlen. Ob das allerdings das Dreifache im Vergleich zur Konkurrenz sein darf, kann bezweifelt werden.

Gefunden bei gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Besser die kleine Kugel noch einmal überarbeiten und eventuell ein paar weiter Features hinzufügen als es für diesen Preis gleich floppen zu lassen.

  2. Wahrscheinlich ist es für alle Beteiligten besser so – insbesondere für die Vorbesteller!

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