Kickstarter:
Smartwatch Pebble kann Starttermin nicht halten

Die mit 10 Millionen US-Dollar auf Kickstarter vorfinanzierte Smartwatch Pebble wird nicht wie geplant im September erscheinen. Das gaben die Macher jetzt (gut versteckt) bekannt. Ein neues Datum wurde vorsichtshalber nicht genannt.

Die Pebble-Smartwatch hat viele Interessenten, aber keinen Veröffentlichungstermin mehr.

Die Pebble-Smartwatch hat viele Interessenten, aber keinen Veröffentlichungstermin mehr.

Wer Projekte auf Kickstarter unterstützt, hat es naturgemäß oftmals eben nicht mit Profis oder gar großen Unternehmen zu tun. Und selbst die tun sich bei der Kalkulation eines neuen Produktes schwer. Bevor die Macher der Pebble-Smartwatch ihr Kickstarter-Projekt eingestellt hatten, gingen sie davon aus, 1.000 Stück zu produzieren. Entsprechend stellten sie ihren Zeitplan auf, der die Auslieferung im September vorsah. Pebble aber wurde ein riesiger Hit: Das Projekt fuhr 100 Mal mehr Geld ein, als die Macher angesetzt hatten. Entsprechend haben sie nun einen unerwarteten Berg an Bestellungen – den sie nicht so bald abtragen können.

Sehr geschickt haben sie die schlechte Botschaft in diesem Post zu zwei ganz anderen Themen versteckt. In den Kommentaren dreht es sich vor allem darum, ob denn nun Orange wirklich die beste Farbe für das erste Modell ist. Dass die Pebble-Smartwatch keinen Erscheinungstermin hat, scheint dagegen nur einige zu interessieren. Und die zeigen viel Verständnis für die Macher – jedenfalls noch. Aktuelle Ansage ist, dass sie “so schnell wie möglich” 15.000 Uhren pro Woche produzieren wollen.

Smartwatch Pebble
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Man muss den Machern zu Gute halten, dass sie versuchen, sehr offen zu kommunizieren. Und so erfährt man viele spannende Details über den Weg vom Prototypen hin zum fertigen Produkt. Im Moment werden von allen Komponenten Vorab-Modelle produziert. Falls das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht, wird eventuell an dieser Stelle das Design angepasst. Hier muss jedenfalls alles 100 Prozent perfekt sein, denn im nächsten Schritt werden die Werkzeuge für die Produktion hergestellt und dann gibt es kein Zurück mehr – oder nur ein sehr teures.

Trotzdem: Dass die Pebble-Macher die schlechte Neuigkeit so verstecken, hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Dass sie keinen neuen Termin nennen, macht die Sache nicht besser. Sehr lange werden sie mit dieser Taktik keine Zeit schinden können, denn die Pebble ist mit ihrem sensationellen Kickstarter-Endergebnis unter intensiver Beobachtung.

Weiterführende Links zur Pebble:

 

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3 Kommentare

  1. Hallo also auf deren webseite steht bei einer Vorbestellung “Your Pebble watch will ship in early 2013.”

    http://getpebble.com/cart

  2. Abwarten und Tee trinken. Ich bin mal gespannt wie Pebble die ersten Tests übersteht. Sieht ja so weit erst einmal vielversprechend aus. Darauf wartet man doch gern.

  3. nicht das dann die ein oder andere smartphone Firma einwenig schneller ist um den offensichtlich vorhandenen Bedarf abzudecken bzw. den Markt abzugrasen

3 Pingbacks

  1. [...] die Medien beschäftigen. Anders als bei der Android-Spielkonsole Ouya oder der Smartphone-Uhr Pebble richten sich die Blicke nun jedoch auf einen Onlinedienst: App.net heißt das Softwareprojekt von [...]

  2. [...] verschiebt sich zwar der einst für September geplante Produktstart auf einen bisher nicht genannten Termin. Laut den Machern verlaufe aber abgesehen davon alles nach Plan. Um die Crowd-Investoren zu [...]

  3. [...] Frage: Was passiert eigentlich in einem solchen Fall? Die Smartwatch Pebble hat bekanntlich bereits den ursprünglichen Veröffentlichungstermin gerissen und keinen neuen mehr angekündigt. Inzwischen haben sich die Macher entschuldigt, dass sie diesen Fakt in einem Post zu einem anderen [...]

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