Designstudien:
10 aufregende und kuriose Konzeptautos

Designstudien haben den großen Vorteil, dass sie sich freimachen können von allen Zwängen, denen sich ein fertiges Produkt unterwerfen muss. Entsprechend kommen spannende, verblüffende, kuriose und atemberaubende Dinge heraus, wenn Designer in Sachen Automobil einfach einmal herumspinnen. So manches würde man nur zu gern wirklich fahren können…

Ein-Personen-Renner für den Stadtverkehr.

Ein-Personen-Renner für den Stadtverkehr.

Die Seite Yanko Design hat sich ganz solchen Designentwürfen verschrieben, bei denen es zuerst um die Form geht und erst danach um die Funktion. Wir haben gelegentlich Beispiele für interessante, aber leider (bislang) nicht verwirklichte Designs auch hier bei uns auf neuerdings.com. In diesem Fall haben wir uns auf eine Entdeckungsreise rund ums Thema Auto begeben. Man findet Entwürfe, die durchaus realistisch und umsetzbar erscheinen und mit der heutigen oder früheren Formensprache einer Automarke spielen. Manchmal aber stößt man auch auf radikal neue Ideen, die alle Grenzen hinter sich lassen. Davon haben wir zehn besonders sehenswerte und spannende für euch rausgesucht. In der Kategorie “Automotive” von Yanko Design findet sich noch vieles mehr.

10 aufregende und kuriose Konzeptautos
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ferruccio_05ferruccio_09fiat_prime_01fiat_prime_02
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Wandlungsfähig

Das Konzept BMW Venture von Designer Chris Hammersley hat einen besonderen Trick drauf: Es kann die Vorderräder je nach Bedarf weiter nach vorn oder dichter an die Passagierkabine bringen. Auf diese Weise ist es kompakt in der Stadt, hat aber bei schnelleren Überlandfahrten mehr Komfort und Stabilität.

Für Jungverliebte

Das Taihu 2046 von Hao Huang hat nicht nur ein futuristisches Äußeres, sondern auch viel Zukunftsmusik unter der in vielfacher Hinsicht dynamischen Karosserie. So hat es statt der Vorderräder eine Kugel, kann auch als Zelt genutzt werden und wer mag, kann auf die Scheiben einen Film projizieren – das dann aber bitte im Stehen. Gedacht ist das Konzept für die jungen chinesischen Paare der Zukunft.

Zweirädler

Beim 2Wheela von Andrej Kregar muss man zweimal hinschauen: Ja, das ist das komplette Fahrzeug. Es hat lediglich zwei Räder und balanciert sich wie ein Segway selbst aus. Weitere Besonderheit: Zwei 2Wheela lassen sich Heck an Heck verbinden, so dass man ein größeres Fahrzeug hat, wenn man es denn mal braucht. Clevere Idee.

Für Singles

So stellt sich Designer Joshua Shercliff einen Kleinwagen im Jahr 2025 vor: der Fiat Prime. Er ist für nur eine Person plus Einkäufe ausgelegt und duckt sich wie ein Sportwagen über der Straße. Damit man aus dieser rasenden Stadtkabine überhaupt ein- und aussteigen kann, öffnen sich nicht nur die Türen, sondern auch gleich das Dach mit (siehe Bildergalerie). Das dürfte spektakulär aussehen, wenn es vielleicht auch nicht gerade in jeder Situation praktisch ist…

Furios

Kann man das sowieso bereits extreme Design eines Lamborghini überhaupt noch steigern? “Challenge accepted” dachte sich offenbar Mark Hostler und entwarf den Lamborghini Ferruccio. Er zeigt, dass es selbst für Lamborghini-Design noch Entwicklungsmöglichkeiten in der Zukunft gibt. Aber viel Luft nach oben bleibt nicht mehr. Oder etwa doch?

Doppeltes Zweirad

Man nehme zwei Motorräder und konstruiere daraus ein entfesseltes Fahrzeug für zwei: Tandem von Simone Madella. So könnte es aussehen, wenn bei BMW die Motorrad- und Auto-Abteilung gemeinsam eine unwahrscheinlich aufregende Schnapsidee hätten. Schade nur, dass es wohl nie dazu kommen wird.

Comeback der Kutsche

Das Inner City Vehicle von Sean Seongjun Ko ist das große Comeback der Kutsche. Hier sitzen sich vier Personen gegenüber und lassen sich vom Auto bequem ans Ziel bringen. Ein Hingucker sind auch die Sitze, die aus einzelnen Scheiben modelliert sind. Wie angenehm sie wirklich sind, müsste man aber wohl erst einmal ausprobieren.

Minibus

In den “Dwarf”-Minibus von Dakoda Reid passen auf kleinster Fläche sechs Personen und dazu braucht es keine Magie à la Harry Potter. Einer der Tricks: Statt eines einzelnen großen Motors, sind alle Räder einzeln angetrieben. In einem Entwurf sind sie gar “omnidirektional”: Der Dwarf kann damit seitwärts einparken oder auf der Stelle drehen.

Schwanenfahrt

So kurz vor Schluss dieses Ausflugs in die wilden Auto-Phantasien von Designern aus aller Welt, wird es langsam richtig abgehoben. Und das darf man bei diesem von Schwänen inspirierten Fahrzeug durchaus wörtlich nehmen, denn es wird per Magnetkraft in der Luft gehalten und vorangetrieben – ähnlich wie der Transrapid. Gedacht ist das “Pure Light” von Lena Knab für die zukünftige Elite in Chinas Großstädten.

Insektoid

Und um es passenderweise am Schluss auf die Spitze zu treiben, hier die Crawling Creature von Mohammad Ghezel. Es hält sich auf seinen zwei Rädern selbst in der Balance und nutzt in einem Entwurf dazu stattdessen sogar sechs Stummelbeine. Da soll noch einmal jemand behaupten, das Auto könne man nicht mehr neu erfinden…

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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