Frisch aus der Gerüchteküche:
Was ist dran am iPad mini?

Normalerweise verzichten wir bei neuerdings.com bewusst darauf, Gerüchten nachzujagen. Aber im Fall des iPad mini häufen sich die Hinweise derzeit und es gibt durchaus gute Gründe, die dafür sprechen. Man kann sogar recht gute Vorhersagen über einige wesentliche Eckdaten treffen.

Visualisierung des iPad mini neben iPhone und bisherigem iPad. (Quelle: appadvice.com)

Visualisierung des iPad mini neben iPhone und bisherigem iPad. (Quelle: appadvice.com)

Die Gerüchte um eine kleinere Version des iPad sind schon so alt wie das iPad selbst. In letzter Zeit aber kochen sie spürbar höher. Immer mehr Quellen behaupten, dass Apple an einem iPad mini nicht nur arbeite, sondern es auch noch in diesem Jahr auf den Markt bringen wolle. Perfekt wäre dazu natürlich ein Termin vor dem Weihnachtsgeschäft. Das Wall Street Journal berichtet, dass die Produktion der Einzelteile schon angelaufen ist. Bloomberg erklärt, dass es noch bis Jahresende auf den Markt kommt.

Auslöser für die Gerüchte sind zahlreiche kleinere Tablets vor allem aus dem Android-Lager. So gilt das Amazon Kindle Fire als sehr erfolgreich. Und Google hat gerade das Nexus 7 vorgestellt. Diese Tablets haben gegenüber dem iPad zwei Vorteile: Sie sind mit 199 US-Dollar deutlich günstiger und zugleich spürbar kompakter.

iPad mini
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Man nehme: vorhandene Komponenten

An sich könnte Apple vergleichsweise problemlos ein iPad mini auf den Markt werfen. Die Gerüchte deuten dabei auf eine Bildschirmdiagonale von exakt 7,85 Zoll. Das ergibt sich zugleich, wenn man das Nicht-Retina-Display des iPhone 3GS als Basis nimmt und es auf die Nicht-Retina-Auflösung eines iPad von 1.024 x 768 Pixel hochrechnet. Apple würde mit dieser Konfiguration zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Das Display mit der bereits bekannten Pixeldichte ließe sich zum einen kostengünstig produzieren. Zum anderen müssten Entwickler ihre iPad-Apps nicht anpassen, denn Pixelzahl und Seitenverhältnis sind bereits bekannt. Natürlich würde auf dem Bildschirm alles etwas kleiner, aber es würde noch den Vorgaben entsprechen, die Apple selbst in den “Human Interface Guidelines” vorgegeben hat.

Bei den Preise wären beispielsweise durchaus die 199 US-Dollar der Konkurrenz plus ein 299-Dollar-Modell mit mehr Speicher denkbar. Da das iPad mini wahrscheinlich auf viele bereits vorhandene Komponenten zurückgreifen könnte und Apple seine Zulieferer fest im Griff hat, könnte sogar bei diesem “Kampfpreis” noch eine Marge herausspringen. Zwar ist Apple eher hochpreisig, aber das MacBook Air beispielsweise liegt durchaus gleichauf mit der Konkurrenz. Auf der anderen Seite würde sich das iPad mini wohl auch für 249 US-Dollar noch bestens verkaufen…

Im Moment beginnt die iPad-Preisliste bei 399 US-Dollar. Dafür bekommt man das iPad 2. Das iPad mini könnte die Modellpalette nach unten abrunden und den Einstieg in das iPad-Ökosystem erleichtern.

Kleines Tablet, großes Ökosystem

Dieses Ökosystem wäre dann auch das größte Pfund des iPad mini im Vergleich mit Amazon Kindle Fire und Googles Nexus 7. Dabei geht es nicht nur um die erschlagende Zahl von über 200.000 Apps, die speziell fürs iPad angeboten werden. Und es geht auch nicht nur um das zahlreiche Zubehör. Apple hat noch einen weiteren Vorteil gegenüber Amazon und Google: Das eigene Medienangebot ist bereits in zahlreichen Ländern verfügbar. Das Amazon Kindle Fire Tablet beispielsweise wird vor allem deshalb bislang nur in den USA angeboten, weil es andernorts die passenden Amazon-Dienste gar nicht gibt, die es fördern soll. Ähnlich beim Nexus 7: Es kommt zwar z.B. auch in Großbritannien auf den Markt, aber die Nutzer müssen dort auf Musik, Magazine und TV-Serien im Play Store verzichten. Ein iPad mini hingegen würde sofort aus dem Vollen schöpfen und könnte überall dort auf den Markt kommen, wo es auch das 9,7-Zoll-iPad bereits gibt.

Alles Weitere kann man sich gut denken: Das Design wäre in Apples Worten natürlich “gorgeous “, das Display “stunning” und das iPad mini alles in allem “amazing”, wenn nicht gar “awesome”. Apple würde sicher versuchen, die 10-Stunden-Akkulaufzeit des bisherigen iPad zu erreichen. Bei Knöpfen und Anschlüssen kann man erwarten, das ebenfalls alles beim Alten bleibt. Manche Gerüchte sprechen von einem sichtbar schmaleren Rand ums Display. Ob da etwas dran ist, werden wir frühestens bei der Präsentation des iPad mini erfahren.

Insofern stellt sich nur die Frage, ob Apple einen Markt für ein iPad mini sieht oder nicht. Denkbar ist es jedenfalls und könnte die 7-Zoll-Konkurrenz auf Abstand halten. Mehr als ein Gerücht ist es dennoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

via John Gruber

 

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6 Kommentare

  1. Das wäre ein tolles Gerät. Mir persönlich sind 10″ zu unhandlich. 6″ wäre auch nicht schlecht. Kann man leichter verstauen. Aber da sind die Geschmäcker ja verschieden.

  2. Ihr sollt hier Gadgets vorstellen und keine Gerüchte!
    Hauptsache Apple! KOTZ!

  3. Wieso nicht?
    Allerdings würde es den Touch unnötig machen und 199,- ist kein Preis für Apple, ausser man kürzt, also keine Kamera, kein Siri, kein Wifi etc.. also eher ein naja Gerät

  4. ENNNNDLICH !!!! Ich weiss schon so langsam nicht mehr, was ich kaufen soll !!!!
    Und wo bleibt das IPhone 5 mein Vertrag läuft so langsam ab, zumal meine Freundin ebenfalls das 4S besitzt!!! Und das letzte IPad hab ich schon. SCHEI..E !!! Ich hab auch die Befürchtung das die Mainstream-Bewegung (ohne Steve J.) in eine Andere, neue Richtung geht… Nur wohin ? Galaxy-Plastik ist zu uncool… Das ist wie ne Canon EOS 5D Mark III ohne Beschriftetes Trageband….

  5. Vieleicht wird es ja ein i Pad Shuffle, ohne Display.

  6. Eine ganz interessante Diskussion zum iPad mini findet ihr übrigens auch bei meinem Post dazu auf Google+.

Ein Pingback

  1. [...] kommenden Monat wird sich die Frage klären, ob Googles Low-Cost-Tablet-Strategie aufgeht. Kommt im September oder Oktober tatsächlich ein iPad Mini, dann ist für mich der Preis die spannendste Info. Bleibt Apple im Hochpreissegment, kann [...]

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