reflecta DigiAudio:
Die Idee ist gut, aber meist überflüssig

Reflecta bietet ein USB-Kabel mit Anschluss an Audio-Quellen, doch das brauchen die wenigsten Computer-Besitzer.

reflecta DigiAudio (Quelle: reflecta)

reflecta DigiAudio (Quelle: reflecta)

In Deutschlands Schubladen schlummern Schätze, weiß Hersteller reflecta, und zwar in Form von Musik- und Hörspielkassetten sowie Schallplatten. Als Mittel zum Feng-Shui gegen das Klanggerümpel des Alltags (Affiliate-Link) bietet man ein Analog-Digital-Wandlerkabel für die USB-Schnittstelle inklusive Cinch-Adapter und Software.

Dieses Ansinnen ist löblich, doch ein solch teures Kabel bräuchte es bei fast keinem aktuellen Computer mehr. Denn jedes noch so kleine Notebook und jeder Desktop-PC verfügt über eine eigene Soundelektronik, meist onboard. Um die “Schätze” zu heben, muss man da nur an den Mikrofoneingang (oder an Line-In) ein Audiokabel mit Klinkenbuchse anschließen.

Die Wiedergabeeinheit – Kassettenrecorder oder Schallplattenspieler – ist sowieso nicht dabei. Die für normale Schallplattenspieler notwendige Entzerrer-Vorverstärker-Schaltung ist nicht enthalten. Aus den technischen Daten des Kabels geht auch nicht hervor, dass es über besonders hohe audiophile Qualitäten verfügt. Von daher dürfte die Analog-Digitalwandlung der Soundkarte genauso genügen.

Selbst die mitgelieferte Software bietet keinen Vorteil, für den es sich extra Geld auszugeben lohnt: Audacity ist Open Source-Software und man kann sie auch so aus dem Internet herunterladen.

So empfiehlt sich das reflecta DigiAudio-Cable vor allem für jemanden, der tatsächlich keine oder eine defekte Soundkarte hat oder mit der Aufnahmequalität aus welchen Gründen auch immer nicht zufrieden ist. Da lohnen dann auch die etwa 20 Euro. Alle anderen brauchen nur ein normales Adapterkabel von Klinke auf Klinke (Affiliate-Link) oder 2 x Cinch auf Klinke (Affiliate-Link). Und einen Tritt in den Hintern des eigenen Schweinehunds, die alten Aufnahmen jetzt auch wirklich mal zu digitalisieren…

 

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2 Kommentare

  1. Selbst die billigste externe USB-Lösung ist meistens Rausch- und Stör-freier als die internen Soundkarten. ich mag es einfach nicht, wenn ich genau meine CPU-Auslastung hören kann, oder HDD-Zugriffe (seit SSD aber vorbei).
    Die Onboard-Souzndkarten sind selten ordentlich vom Rest abgeschirmt, da die ja auch auf der selben Platine sitzen.

  2. Ich hab echt keinen Schimmer wer sowas überhaupt macht. Wenn ich irgendwelchen Kram von früher hören will, such ich nicht die Platten raus sondern habe nach 3 Klicks und 30 Sekunden das Album irgendwo gezogen. Ich weiss zwar jetzt nicht wie das rechtlich ist, aber ich glaube man wird jeden Prozess gewinnen, wenn man sich MP3 von Alben saugt, die man wirklich besitzt. Bin aber kein Jurist :) Moralisch und karmatechnisch sollte man aber sicher sein ;)

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