Ringbow:
Ring-Controller für Touchscreen-Spiele

„Ein Ring sie zu knechten…“ – einen solchen magischen Gegenstand hätte sicherlich jeder gerne, sofern er keine Nebenwirkungen besitzt. Ganz so spektakulär ist der Ringbow zwar nicht, aber er bietet in der Theorie spannende Möglichkeiten bei der Bedienung eines Tablets oder Smartphones.

Verschiedene Farben für den Finger. (Foto: Kickstarter)Bereits vergangenes Jahr stellten die Tüftler Saar Shai und Efrat Barit ihre Idee eines innovativen Spiele-Controllers vor, aber erst jetzt wagten die beiden den Start eines Kickstarter-Projektes. Via Crowdfunding sollen 100.000 US-Dollar zusammen kommen – und es sieht aktuell sehr gut aus, dass sie ihre Ringbow genannte Idee realisieren können. Dabei wirkt das Gadget auf den ersten Blick dezent seltsam: Man steckt sich einen Plastikring auf den Zeigefinger und kann dann speziell Spiele auf Touchscreen-Geräten mit iOS oder Android kontrollieren. Und das soll funktionieren?

Offenbar ist das der Fall und im Grunde handelt es sich um einen Mix aus Maus und klassischem Game-Controller. So verfügt der kleine Ringbow über ein D-Pad, den man bei Bedarf eindrücken kann. Offenbar kommen auch Bewegungssensoren zum Einsatz, Verbindung zum Tablet oder Mobiltelefon nimmt das Gerät über Bluetooth auf. Und so kann man Figuren kontrollieren, Mauszeiger simulieren oder gar vor dem Touchscreen Objekte fangen sowie zerstören.

Da dies recht schwer vorstellbar ist, präsentieren die Erfinder ihren digitalen Ring in dem folgenden Video.

Ringbow
ringbow_4ringbow_3ringbow_2Verschiedene Farben für den Finger. (Foto: Kickstarter)

Eine Akku-Ladung soll bis zu fünf Stunden Spielspaß ermöglichen, danach wird das Eingabegerät dank Micro-USB-Anschluss aufgeladen. Etwas Individualität ist ebenfalls vorgesehen, denn der Ringbow wird in verschiedenen Kolorierungen angeboten. Allgemein geben sich die Schöpfer recht optimistisch: Im November soll der Controller in den Handel kommen, wohl für rund 50 Dollar (umgerechnet etwa 40 Euro) – inklusive einigen Spielen, die explizit Gebrauch von dem Plastikding machen. Mittels Kickstarter möchte man den Weg zur Massenfertigung ebnen und noch weiteres Geld in die Entwicklung von Software stecken.

Wer sich für den Ringbow interessiert, kann sich schon jetzt ein Exemplar sichern. Schießt man schon jetzt 35 Dollar (rund 28 Euro) plus 10 Dollar (8 Euro) Versandkosten bei Kickstarter vor, erhält man eine Version des ungewöhnlichen Rings. Software-Entwickler möchten die Macher ebenfalls mit entsprechenden Schnittstellen überzeugen und dazu animieren, ihre Spiele anzupassen.

Auf der Kickstarter-Seite findet man nicht nur die Option zum „Backen“ des Projektes, sondern auch etliche Videos und weitere Hintergrunddetails. Ob Ringbow aber eine wirkliche Bereicherung für Spieler sein kann? Das wird wohl die Zukunft zeigen.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten,  darunter Polygamia.de und GamingGadgets.de.

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