Aktuelle E-Reader-Marktübersicht:
Von Augenschmaus bis Netzhautpeitsche

Wer digital lesen will, hat eine fast schon erschlagende Auswahl an Geräten. Dieser Artikel gibt eine aktuelle und umfassende Marktübersicht. Ein Beitrag von Ansgar Warner.

Elektronisches Lesen könnte so einfach sein – wäre da nicht die Frage: Wie willst du lesen? Vernetzt oder unvernetzt, mit Touch-Screen oder mit Taste, auf E-Ink oder auf LCD? Spätestens seit dem iPad und dessen iBooks-App sind schließlich auch Multifunktions-Tablets zum Lesegerät mutiert.

Auf dem Leitmarkt USA bieten klassische Buchhändler wie Barnes&Noble (Nook), aber auch Online-Plattformen wie Amazon (Fire) oder Kobo (Vox) längst günstige 7-Zoll-Lesetablets mit Android-Oberfläche an. Gleichzeitig werden klassische E-Reader wie Kindle, Sony- oder Kobo-Reader immer Tablet-ähnlicher: Sie bringen einen eigenen Browser mit, man bedient sie mit dem Finger, man kann mit ihnen auf Twitter und Facebook posten. Die „GlowLight“-Funktion macht beim Nook – und bald wohl auch beim Kindle – sogar die Lektüre im Dunkeln möglich. Dass man E-Books drahtlos im integrierten E-Store shoppt und dank Apps und Syncing-Fähigkeit auf verschiedenen Geräten lesen kann, versteht sich dabei fast schon von selbst.

E-Reader: Einige Beispiele im Bild
Weltbild Tablet (CAT Nova)Kobo TouchSony Reader Wi-Fi PRS-T1Odyssey
Liro InkLiro ColorKindle TouchiRiver Story HD
PocketBook IQTouch Me ThaliaeBook Reader 3.0Amazon Kindle

Lese-Tablets auf Android-Basis

Auf dem deutschen Markt sieht es momentan aber noch etwas übersichtlicher aus. Echte Lesetablets vom Nook über das Fire bis zum Vox werden hierzulande noch gar nicht angeboten. So stehen im 7- bis 8-Zoll-Bereich vor allem Low-Price-Angebote wie das „Weltbild-Tablet“ (CAT Nova), das schon etwas betagte Pocketbook IQ 701 sowie Trekstors Liro Color zur Auswahl. Mit Preisen zwischen 99 und 159 Euro sind solche Geräte nicht teurer als aktuelle E-Ink-Reader.

Ein vollwertiges Android-Tablet darf man allerdings dafür nicht erwarten, besonders hohen Lesekomfort genauso wenig. Denn die Bildschirmauflösung ist mit 800 x 600 Pixeln (CAT Nova, Liro Color) bzw. 800 x 480 Pixeln (IQ 701) eher gering, die Akkuleistung reicht nur für wenige Stunden, die Performance bleibt ingesamt mittelmäßig. Dafür kann man nicht nur E-Books und E-Comics online shoppen und lesen, sondern wie etwa im Fall des CAT Nova auch mal eine Runde Angry Birds spielen oder E-Mails checken.

Wer mehr Lesekomfort möchte, sollte aber auf jeden Fall einen E-Ink-Reader wählen, wer mehr Multimedia möchte, visiert besser ein höherpreisiges Android-Tablet an. Darf es eine größere Bildschirmdiagonale sein, könnte das 10-Zoll-Gadget A 10 von Pocketbook interessant sein (ab 250 Euro), laut Hersteller ein “für das Lesen von E-Books optimierter Tablet-PC” auf Android-Basis, der mit allen gängigen E-Book-Formaten klarkommt.

Liro Color

  • Display: 7 Zoll Farb-TFT, 800 x 600 Pixel, Touchscreen resistiv
  • Gewicht: 216 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM)
  • Speicher: 4 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: WLAN, Mikro-USB, SD-Slot, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 99 Euro
  • Testbericht (E-Book-News)

Pocketbook IQ 701

  • Display: 7 Zoll Farb-TFT, 800 x 480 Pixel, Touchscreen resistiv
  • Gewicht: 516 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), Kindle (via Kindle-App)
  • Speicher: 2 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: WLAN, Mikro-USB, SD-Slot, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 99 Euro
  • Testbericht (Netzwelt)

Weltbild Tablet (CAT Nova)

  • Display: 8 Zoll Farb-TFT, 800 x 600 Pixel, Multitouch kapazitiv
  • Gewicht: 500 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), Kindle (via Kindle-App)
  • Speicher: 512 MB RAM, 4 GB ROM intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: WLAN, HDMI, Mikro-USB, SD-Slot, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 159 Euro (Weltbild)
  • Testbericht (E-Book-News)

E-Reader mit Touch-Screen & WLAN/3G

Die Anhänger der Konvergenz-Theorie haben es ja schon immer geahnt: Touch-Screen und drahtlose Verbindung ins Netz sind auch bei E-Readern zum Standard geworden. Fehlt eigentlich nur noch farbiges E-Ink, um die letzte Scharte gegenüber Tablets auszuwetzen. Bevor nach dem konstrastarken “Pearl”-E-Ink das bunte “Triton”-E-Ink zum Einsatz kommt, muss man sich aber noch etwas gedulden.

Wer für aktuelle Touch-Screen-Geräte wie Kindle Touch, Sony Reader PRS-T1, Cybook Odyssey oder Pocketbook Touch zwischen 129 und 159 Euro anlegt, macht aber auf jeden Fall nichts falsch. Die Technologie ist rundum ausgereift. Mit dem Finger auf dem Display wird nicht nur umgeblättert, man kann auch Passagen markieren, einzelne Wörter im Lexikon nachschlagen oder die Schriftgröße ändern.

Der Bedienkomfort geht bei diesen Readern dank Infrarot-Technologie nicht mehr auf Kosten des Kontrastes, die Akkuleistung ist mit mehreren Wochen bis zu 2 Monaten beachtlich, der interne Speicher mit bis zu 4 Gigabyte geräumig genug für eine komplette E-Bibliothek. Auf einen integrierten E-Store muss man bei Sony und Pocketbook allerdings verzichten.

Wer sich echtes High-Speed-E-Ink gönnen möchte, sollte zu Cybooks Odyssey greifen. Beim Kobo Touch, den man sogar schon ab 99 Euro bekommt, ist auch der Kobo Store mit an Bord. Dafür bekommt man allerdings nur 1 GB Speicher, und auf den Genuss von Musik oder Hörbüchern muss man mangels Sound-Eigenschaften ebenfalls verzichten.

Kobo Touch

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, Touch-Screen, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 200 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 1 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, WLAN
  • Preis: 99 Euro
  • Testbericht (E-Book-News)

Kindle Touch

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, Touch-Screen, 800×600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 213/220 g (WLAN/3G-Version)
  • Unterstützte Formate: Kindle-Book, PDF (kein epub!)
  • Speicher intern: 4 Gigabyte, benutzbar: 3 Gigabyte
  • Schnittstellen: Mikro-USB, WLAN; WLAN + 3G, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 129 Euro (WLAN), 189 Euro (WLAN plus 3G)
  • Testbericht (E-Book-News)

Sony PRS-T1

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, Touch-Screen, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 200 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 2 GB
  • Schnittstellen: Mikro-USB, WLAN, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 149 Euro
  • Bericht (neuerdings.com)
  • Test (E-Book-News)

Cybook Odyssey

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, Touch-Screen, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 195 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 2 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, WLAN, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 149 Euro
  • Testbericht (cme.at)

PocketBook Touch 622

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, Touch-Screen, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 195 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 2 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, WLAN, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 159 Euro
  • Testbericht (cme.at)

E-Reader mit WLAN/3G ohne Touch

Ob Touch-Screen nun ein Muss ist oder verzichtbar, bleibt letzlich Geschmackssache. Manche Tester haben bei den Touch-Readern immerhin die bisher üblichen Umblätter-Tasten vermisst, die durch eine ergonomisch auch nicht wirklich ideale Fingerwisch-Geste ersetzt wurden.

Einen klaren Vorteil klassischer Tastengeräte sieht man beim Vergleich zwischen Kindle Touch und dem Basismodell des Kindle der vierten Generation: Das Gerät ist leichter und schmaler. Und übrigens auch deutlich günstiger. Als erster E-Ink-Reader mit WLAN knackte das Kindle schon im letzten Jahr die 99-Euro-Schwelle (bevor dann Kobo nachzog).

Als einziger Tasten-Reader hat der iRiver Story HD sogar etwas, was bisher sonst nicht einmal Touch-Modelle bieten: ein hochauflösendes Display mit 1.024 x 768 Pixeln. Das gestochen scharfe Bild sorgt für ein besonders ästhetisches Layout und verringert noch einmal den Augenstress. Dafür muss man aber auch mindestens 149 Euro auf den Tisch legen. Etwas günstiger, dafür aber nur mit normaler Display-Auflösung bekommt man das Basic-Modell 611 von PocketBook.

Kindle 4 Basismodell

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 170 g
  • Unterstützte Formate: Kindle-Book, PDF (kein epub!)
  • Speicher intern: 2 GB, benutzbar: 1,25 GB
  • Schnittstellen: Mikro-USB, WLAN
  • Preis: 99 Euro
  • Testbericht (neuerdings.com)
  • Testbericht (E-Book-News)

PocketBook 611

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 175 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 2 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, WLAN
  • Preis: 119 Euro
  • Testbericht (E-Leseratte)

iRiver Story HD

  • Display: 6 Zoll Pearl-E-Ink, 1.024 x 768 Pixel Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 207 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 2 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, WLAN
  • Preis: 149 Euro
  • Testbericht (E-Book-News)

Low-Cost-Reader

Fast schon zur Rarität geworden ist unvernetztes Lesen auf E-Ink-Geräten, die nur über USB-Port und einen SD-Kartenslot mit der Außenwelt verbunden sind. Doch auch das hat seinen Reiz: Wer auf drahtloses Shoppen wie auch Social-Reading-Funktionen verzichten kann, entgeht nicht nur dem Datenhunger von Großkonzernen und Heimatschutzbehörden, sondern spart eine Menge Geld.

Bestes Beispiel ist der von Trekstor produzierte Pyrus, der unter dem Namen Liro Ink auch über den Buchhandel vertrieben wird. Der robuste 6-Zoller beschränkt sich auf die Kernfunktion – das Lesen eben – doch bei Kontrast, Speicherplatz und Akkulaufzeit muss man keine Kompromisse eingehen. Für 70 Euro ein echtes Schnäppchen. Weniger sollte man für einen Reader zur Zeit nicht anlegen.

Ältere Preisbrecher aus dem Hause Trekstor sind eher mit Vorsicht zu genießen – die vor allem von Weltbild beworbene „ebook Reader 3.0“-Modelle mit LCD-Display erweisen sich als Netzhautpeitschen mit schwindsüchtigen Akkus. Auch nicht überzeugen kann ein Lowest-Cost-Reader wie der TouchMe, den Thalia zum letzten Weihnachtsgeschäft in die Schlacht geworfen hat – hier wird der Lesespaß auch noch durch einen träge reagierenden Touch-Screen geschmälert.

Trekstor Pyrus / Liro Ink

  • Display: 6 Zoll E-Ink, 800 x 600 Pixel, 16 Graustufen
  • Gewicht: 200 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 4 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot
  • Preis: 69 Euro
  • Bericht (neuerdings.com)
  • Test (E-Book-News)

TouchMe

  • Display: 7 Zoll Farb-TFT, 800 x 480 Pixel
  • Gewicht: 297 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 8 GB intern, auf 16 GB erweiterbar
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 59 Euro
  • Testbericht (ebook-fieber.de)

eBook Reader 3.0

  • Display: 7 Zoll Farb-TFT, 800 x 480 Pixel
  • Gewicht: 373 g
  • Unterstützte Formate: epub (DRM), PDF (DRM), etc.
  • Speicher intern: 2 GB intern, max. 32 GB extern
  • Schnittstellen: Mikro-USB, SD-Slot, Kopfhörerbuchse
  • Preis: 59 Euro
  • Testbericht (E-Book-News)

Über den Gastautor

Ansgar Warner arbeitet als freier Autor im Medienbüro Mitte (Berlin). Neben diversen Brotarbeiten für Presse & Rundfunk bloggt er auf E-Book-News.de rund um das Thema Elektronisches Lesen, und auf Krautfunding.net über die Dankeschön-Ökonomie made in Germany.

 

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7 Kommentare

  1. Es scheint kein echter Markt dafür zu existieren, aber großformatige e-Ink Reader wurden immer mal wieder angekündigt, sind aber vor allem in Deutschland kaum zu finden. Hier hätte ich mir etwas mehr Informationen erhofft.
    Es gibt vor allem im professionellen Umfeld mehr als genug Nutzer, die Zugriff auf eine Vielzahl von PDF-Dokumenten haben müssen (oft mehrspaltig gesetzt wissenschaftliche Literatur, Lehrbücher mit Abbildungen, Bedienungsanleitungen, Berichte, Scans von Büchern ohne Textindizierung). Für einen Großteil dieser Dokumente benötigt man einen größeren Bildschirm, wenn man sie halbwegs komfortabel lesen will.
    Scheinbar ist diese Kundengruppe aber nicht interessant oder die Leute landen beim iPad oder anderen Tablets.

    • Tja, E-Ink-Reader mit größerem Display sind in Deutschland tatsächlich bisher nicht im Mainstream angekommen. Das mag auch daran liegen, dass die neun Zoll-Variante des Kindle-Readers (Kindle DX) hierzulande gar nicht offiziell lieferbar ist. Wer beruflich viele PDF-Dokumente lesen oder sich als Lektor durch Word-Dokumente kämpfen muss, sollte sich aber mal das Pocketbook 912 anschauen, ein Neun-Zoller mit E-Ink/Touch-Screen und Eingabestift. Damit lassen sich bequem Passagen markieren und Anmerkungen machen. Wird für ca. 300 Euro angeboten…

    • @Ansgar: Ich habe schon öfter mit dem Gedanken gespielt mir einen 9″-Reader zu kaufen, außer dem Pocketbook gibt/gab es ja auch interessante Produkte z.B. von Asus. Der Kindle DX kostet beim derzeitigen Dollarkurs auch etwa 300€, wobei dazu noch Zoll dazukommt. Der hätte allerdings den Vorteil, dass man auch die vielen Fachbücher aus dem Amazon Store nutzen kann.
      Als armer Doktorand habe ich mich aber nie durchringen können das Geld tatsächlich auszugeben sondern lese doch wieder am PC oder drucke mir wichtige Sachen (umsonst)im Büro aus.

    • Ich kann mit gutem Gewissen den eRader Pocketbook 912 empfehlen. Wenn man keine allzu hohen Ansprüche an die Geschwindigkeit hat. Das PB 912 kann das Format *.epub aber auch *.pdf, hat WLAN und Bluetooth an Bord. Kann auch Musik wiedergeben z.B. über meine Bluetooth-Kopfhörer. Vorlesefunktion ist auch nicht schlecht.
      Bei LIBRI.de zu bekommen . Kindle DX ist zwar genauso groß, gibt es aber nur in den USA. Ausserdem gefällt mir die Beschränkung auf das Kindle-Format nicht..

  2. Ich persönlich hoffe dass die sogenannten LCD-Display Reader bald aussterben. Die Auflösungen dieser Billigtablets sind viel zu gering für ein angemessenes Lesevergnügen( das A 10 hat auch nur eine akzeptable Auflösung ) und ich schaue einfach ungern den ganzen Tag nur in Lichtquellen rein um zu lesen. Da sind mir die wahren EbookReader mit electrophoretic ink ( eInk ) weitaus lieber. Angenehm für die Augen, kein ständiges Laden von Nöten, sehr leicht und ziemlich robust…
    Und wenn man die Entwicklung anschaut wird der eInk in Farbe auch bald Serienreife erreichen.

  3. Ich kann den Sony Reader nur empfehlen da er der leichteste von allen ist und alle wichtigen Funktionen bietet. Der Sony Reader wiegt nicht wie ihr geschrieben,da habt ihr einen kleinen Fehler gemacht,200g sondern nur 168g was beim lesen mit einer Hand einen großen Unterschied macht.Dafür muss man zwar auf hochwertiges Aluminium verzichten,aber die meisten dürften ihren Reader in einer Hülle haben.

  4. Ich bin ja mit meinem Kindle Touch super zufrieden. Allerdings stört mich die Verarbeitung schon ein wenig muss ich sagen… Naja, Bücher waren auch nicht besser verarbeitet und haben auf kein Feuer überlebt ^^

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  1. [...] Elektronisches Lesen könnte so einfach sein – wäre da nicht die Frage: Wie willst du lesen? Vernetzt oder unvernetzt, mit Touch-Screen oder mit Taste, auf E-Ink oder auf LCD? Spätestens seit dem iPad und dessen iBooks-App sind schließlich auch Multifunktions-Tablets zum Lesegerät mutiert. Auf dem Leitmarkt USA bieten klassische Buchhändler wie Barnes&Noble (Nook), aber auch Online-Plattformen wie Amazon (Fire) oder Kobo (Vox) längst günstige 7-Zoll-Lesetablets mit Android-Oberfläche an. Gleichzeitig werden klassische E-Reader wie Kindle, Sony- oder Kobo-Reader immer Tablet-ähnlicher: Sie bringen einen eigenen Browser mit, man bedient sie mit dem Finger, man kann mit ihnen auf Twitter und Facebook posten. Die „GlowLight“-Funktion macht beim Nook – und bald wohl auch beim Kindle – sogar die Lektüre im Dunkeln möglich. Dass man E-Books drahtlos im integrierten E-Store shoppt und dank Apps und Syncing-Fähigkeit auf verschiedenen Geräten lesen kann, versteht sich dabei fast schon von selbst. Auf dem deutschen Markt sieht es momentan aber noch etwas übersichtlicher aus: Weiterlesen auf neuerdings.com [...]

  2. [...] Namensnennung oder Backlink. Der 8000 Zeichen (!) lange Text erschien ursprünglich Anfang Mai als Gastbeitrag auf Netzwertig.com, und war dort eindeutig mit Autorennamen gekennzeichnet. „Wir helfen weiter [...]

  3. [...] in den vergangenen Jahren enorm verbessert, während ihre Preise zugleich erheblich gefallen sind. Die Auswahl ist groß. Hinzu kommen Tablets, die ebenfalls gern als Reader genutzt werden. Kurzum: An der Hardware f1 ird [...]

  4. [...] aktuelle E-Reader-Marktübersicht ist hier auf neuerdings.com zu [...]

  5. [...] hatte im Juni 2012 eine umfassende E-Reader-Marktübersicht auf neuerdings.com veröffentlicht. Twittern Flattr .flattr { margin-top:0px [...]

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