Samsung Galaxy SIII im Test (1):
Der neue Star am Himmel?

Das Samsung Galaxy SIII erlebt eine Menge Aufmerksamkeit und das zu recht, ist es doch eines der absoluten Highlights der diesjährigen Smartphones. Wir nehmen es in einem mehrteiligen Test unter die Lupe.

Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)

Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)

Gibt es ein besseres Smartphone als das iPhone? Kann irgendein Smartphone der “iPhone-Killer” sein? Mir ist das egal. Glaube bitte jeder, was er will. Wer sein Telefon für gut befindet, braucht keine Bestenliste und keine schnöden Werbeversprechen. Und wer noch kein passendes Smartphone gefunden hat und in einem 4,8-Zoll-Display kein Problem sieht, sollte sich das Samsung Galaxy SIII genauer ansehen. Hier der erste Artikel einer Testreihe.

Samsung Galaxy SIII
Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)
Galaxy SIII

Plastik? Plastik!

Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)

Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)

Plastik hat keinen besonders guten Ruf, es wirkt billig. Samsung stört das nicht. Schon beim Vorgänger, dem Samsung Galaxy SII setzte man auf diesen Werkstoff und trotzdem erklomm das SGS2 das Siegertreppchen. Allerdings mussten die Koreaner sich einiges zum Design anhören, wenig schön sei es und wirke zu plastikhaft-billig. Jetzt wirkt der silberfarbene Rahmen als sei er aus Metall – es bleibt aber weiterhin Plastik. Auch der Akkudeckel nutzt das gleiche Material und zeigt sich extrem flexibel. Doch bevor jemand mosert: Wer benutzt sein iPhone 4(S) ohne Schutzhülle? Ist das Glas schön verkratzt? Schon mal fallen gelassen? Und wer hat von abbröckelnden Farben bei manchen HTC-One-Geräten gehört? Hat jemand ein Nokia mit Metallgehäuse und sieht schon das Silber unter der Farbe? Plastik mag nicht besonders edel sein, doch es ist haltbar und stabil. Das beste Beispiel sind Nokias Lumia 800/900, die aus durchgefärbtem Polycarbonat bestehen – das hält und auch nach vielen Stürzen bleibt es weiterhin ansehnlich.

Details

Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)

Samsung Galaxy SIII (Bild: kaz)

Doch zurück zum SIII. Es liegt gut in der Hand, sieht größer aus als es sich anfühlt und der erste Eindruck eines nicht techaffinen Zeitgenossen: “Hm, fühlt sich an wie eine Tafel Schokolade, also die mit 100 g…”. Und da hat er recht, denn diese “Edelschoki” wiegt fast genau so viel wie das SIII mit seinen 133 g.

Die Verarbeitung ist gut: Drücker, Haptik – alles so verbaut, wie man sich das von einem High-End-Gerät wünschen würde. Das gilt bei meinem Testgerät allerdings nicht für den Hörer am oberen Ende, denn der steht etwas schräg aus dem Gehäuse. Dafür ist es kein “staubfressendes” Loch, sondern bleibt stets sauber und ansehnlich. Diese Liebe zum Detail erkennt man auch am microSD-Kartenslot: Karten wechselt man während des Betriebs ohne Akkuentnahme. Toll!

Der mittige Homebutton dagegen wurde völlig deplatziert. Selbst riesige Pranken müssen zwischen Drücken des Buttons und Bedienung am oberen Rand übergreifen. Ein Umstand, der nicht nur auf die riesige Displaydiagonale von 4,8 Zoll zurückzuführen ist, sondern eben auch dem schlecht platzieren Homebutton. Entweder müsste er seitlich verbaut sein oder als Sensortaste umgesetzt werden. Genau umgekehrt verhält es sich mit den Sensortasten seitlich, die stören im täglichen Betrieb, weil man sie versehentlich aktiviert – doch Samsung umschifft dieses Problem mehr als elegant. Wie, das erfahrt ihr im nächsten Teil.

Technische Daten des Samsung Galaxy SIII:

  • 4,8-Zoll-Display mit 720p Super-AMOLED
  • 1,4 GHz Quadcore CPU
  • Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich
  • 1 GB RAM
  • 16/32/64 GB Speicher, plus microSD-Slot
  • n-WLAN, BT 4.0, NFC
  • DLNA, WiFi-Direct, USB OTG via MHL-Adapter
  • 8-Megapixel-Kamera mit Full HD bei 30fps

Das Samsung Galaxy SIII (Affiliate-Link) kostet bereits bei Marktstart “nur noch” 590 Euro und liegt damit weit unter dem empfohlenen Verkaufspreis.

Habt ihr Fragen, Wünsche – müsst ihr etwas unbedingt wissen? Wenn ihr einen Kommentar hinterlasst, gehe ich im nächsten Teil darauf ein.

Samsung Galaxy SIII im Test:

 

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9 Kommentare

  1. ich hätte gerne ein paar beispielfotos von der kamera!

    • Das gehört ja zum Service des Hauses. Du kannst meine Beispielbilder übrigens alle miteinander vergleichen. Solange es ein Foto aus dem Karten mit dem kleinen Vogelhäuschen ist, sind Fotos mit jedwedem Smartphone alle bei ähnlichen Bedingungen aufgenommen.

    • Ich habe das neue SGS III mal mit meinem SGS II verglichen und kann keinen Vorteil erkennen, der einen Kauf rechtfertigen könnte.

      Das größere Display ist eigentlich unnütz, und alles andere ist so ziemlich gleich. Die Spracherkennung ist genauso grottenschlecht wie beim Vorgängermodell.

      Kann ein Smartphone wirklich das “beste Handy der Welt” sein, wenn es in dieser Disziplin so erbärmlich scheitert?

      Und überhaupt:

      Man merkt Android immer noch an, dass es von Leuten ins Deutsche übertragen wurde, denen unsere Sprache nicht wirklich am Herzen liegt – so viele schlecht übersetzte oder grausig verstümmelte Abkürzungen lassen mich erschaudern.

      Liebe HTC’ler, SAMSUNGianer, LG’ler, GOOGLEr und wie ihr alle heißen mögt: Heuert endlich einen Muttersprachler für eure Übertragungen aus dem Koreanischen ins Deutsche an, bitte!!!

      Und wenn ihr S-Voice auf den Markt bringt – in einem Handy für fast 600 Euro! – dann sorgt auch dafür, dass es funktioniert!

      Und ja, etwas wertiger dürfte der Bolide auch sein.

  2. Vielen Dank für den Testbericht! Mein Provider will mir ein neues Gerät vergünstigt verkaufen, da ist das SIII auf jeden Fall ein Kandidat, um die Nachfolge des Desire HD anzutreten.

    Wer benutzt sein iPhone 4(S) ohne Schutzhülle? Ist das Glas schön verkratzt? Schon mal fallen gelassen?

    Full ACK. Für mich ist ein Smartphone ein Gebrauchsgegenstand. Es muss einiges aushalten ohne kaputt zu gehen, aber Gebrauchsspuren sind kein Problem. Zudem wird es für das SIII ein Flip Cover geben wie für das Note. Dieses ist genial: macht das Gerät nicht viel dicker, schützt aber das Display vor den Schlüsseln in der Hosentasche.

    Was mich persönlich für den zweiten Artikel interessieren würde:

    - Was bringen die 4 Cores? Ist Android dafür ausgelegt, sie sinnvoll zu nutzen? Gibt es Apps, die auf mehreren Cores laufen?

    - Was hat Samsung am Android verändert? Gut/schlecht? Die Originalfirmware verwenden oder doch lieber gleich CyanogenMod installieren?

    - Wie sieht es mit der Akkulaufzeit aus?

    Schon mal vielen Dank!

  3. Bis auf das Display & den Prozessor unterscheidet sich das Teil also fast nicht vom S2, zumindest was ich bei Samsung im Vergleich lese. Auch hat die Frontkamera beim S3 etwas weniger Auflösung als beim S2: Statt 2MP 1,9MP.

    Das “Killerfeature” LTE ist auch kein Kaufgrund, zumindest für mich nicht. Ebenso kann man beim S2 einen 2000mAh erwerben, was dann einen Unterschied von 100mAh zum Standardakku vom S3 aufweist. Android 4.0 aka Ice Cream Sandwich bekam auch das S2 spendiert – ebenfalls kein Grund, auf das S3 zu wechseln.

    Die Frage die auch Manuel schon stellte: Quadcore? Mein S2 ist ebenfalls ein Arbeitstier und ich kann keinerlei Lags feststellen. Auch muss ich sagen, dass ich zwar Stock ICS mein Eigen nenne, aber dafür jegliche Bloatware wie Gamehub, Socialhub, etc. entfernt oder eingefroren habe (fast der ganze vorinstallierte Mist von Samsung), da diese für mich keinen Zweck erfüllen. Zumal liefert mir Gokhan mit seinem Siyah-Kernel (gokhanmoral.com) wichtige Features, welche für mich unabdingbar sind. Das wären die Möglichkeit zum Undervolting & -clocking (entsprechend hoch ist meine Laufzeit), selbstverständlich Root & auch seit dem letzten Kernel die WLAN-Treiber des S3 (vorher wurde der Treiber des Nexus eingepflegt). Ebenfalls lassen sich mit der zugehörigen App namens extweaks, noch Feineinstellungen vornehmen, was ich aber nur erfahrenen Anwendern empfehlen würde, da man hier auch sehr viel falsch machen kann.

    Abschließend: Gäbe es nicht die große Moddergemeinde nicht, wäre ein Umstieg eventuell plausibel. Ebenso gibt es viele gute Alternativen zur Stock-Firmware, wie Cyanogen & MIUI, um die bekannten zu erwähnen. Wer kein Problem mit dem eiförmigen Design hat, seine Hosentaschen groß genug sind und noch kein S2 besitzt, für den ist das S3 eine gute Wahl.
    Hat man aber bereits ein S2 in seinem Besitz (egal ob man nun fundierter Anwender ist oder nicht), dem bietet das S3 zu wenig neue Features, als dass man nun unbedingt umsteigen müsste.

    mfg SCORPiON

  4. Also ich nutze mein Iphone4s ohne Schutzhülle (Autoadapter) und das Glas hat noch keinen Kratzer und runtergefallen ists mir auch noch nicht :D
    Als eingefleischter Iphonenutzer kann einem so ein “Riesenhandy” eh nicht locken, doch für umsteiger oder neueinsteiger sicher im moment interessanter als so manches anderes.

    gruß

  5. Moin,
    die unter deinem Beitrag stehenden Themen (DLNA, WiFi-Direct, USB OTG via MHL-Adapter) interessieren mich in der Tat sehr. Besonders das DLNA Feature zur Wiedergabe des ganzen Screens auf einem kompatiblen Fernseher sowie das USB-OTG Feature zum Anschluss externer Festplatten würde ich gerne mal in der Praxis sehen/beschrieben bekommen.

    Gruß Daniel

  6. DANKE für diese Überschrift!
    Endlich mal nicht “Der neue Iphone-Killer”.
    Weiter so!

    Gruß Markus

    • Gern geschehen. Ich konnt’s auch nicht mehr sehen: “iPhone-Killerkommando”, “iPhone-Assassin” und “iPhone-Killerbrigade” standen noch zur Wahl ;-)

3 Pingbacks

  1. [...] hat damit zweifellos den Markt im Sturm erobert. Die Testberichte sprechen Bände, wie hier beispielsweise unser Test des aktuellen Flaggschiffs Samsung Galaxy SIII. Rein von den Verkaufszahlen her ist Samsung momentan der einzige Hersteller, der Apple Paroli [...]

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