Odys Prime:
LED-Fernseher mit Android

Früher einmal besaßen Fernsehgeräte ein paar Drehknöpfe, mehr nicht. Heutzutage sind sie zu Multimedia-Alleskönnern mutiert. Und da die Preise auch noch fortlaufend sinken, erhält man mittlerweile für recht wenig Geld Geräte, die vielseitiger kaum sein können. Den Odys Prime von Axdia International kann man beispielsweise durch Apps erweitern.

Der Odys Prime. (Foto: Odys)Der Odys Prime, den der Hersteller übrigens als optimalen Zweitfernseher bewirbt, verfügt an sich nicht über sensationelle Innovation, vielmehr verbindet er aktuellen TV-Genuss mit Entertainment-Inhalten, welche man eher von Smartphones und Tablets kennt. Denn in dem 23 Zoll großen Full-HD-fähigen LED-TV mit integriertem DVB-T-Empfänger steckt die Technik eines handelsüblichen Mobiltelefons. Unter anderem ist ein 1GHz schneller Cortex A9-Singlecore-Prozessor verbaut, der Unterstützung von 512 MB RAM und 4 GB Flash-Speicher erhält. Dies ermöglicht das Nutzen von Android 2.3, welches zugleich die Basis für die Benutzeroberfläche des HDTVs ist. Die modifizierte Version des Google-Betriebssystems ist von Haus aus mit E-Mail-Dienst, Suchfunktion, Internetbrowser samt Flash-Unterstützung und Zugang zu sozialen Netzwerken ausgestattet. Verbindung zum Netz baut der Odys Prime via integriertem WLAN-Empfänger auf.

Odys Prime
odys_prime_fbodys_prime_3odys_prime_2Der Odys Prime. (Foto: Odys)

Auf Anfrage bestätigte Axdia, dass man keinen vollwertigen Zugriff auf Google Play besitzt, sondern auf einen eigenständigen AndroidPIT AppStore, der als Datenbasis immerhin Googles Marktplatz verwendet. Ebenfalls hunderttausende Apps sollen für den Odys Prime verfügbar sein, bedient werden diese unter anderem durch handelsübliche Tastaturen sowie Mäuse – zum Beispiel Wireless-Lösungen mit USB-Empfänger. Denn der Fernseher erhielt einen entsprechenden Anschluss. Für knapp 20 Euro ist auch eine spezielle Funktastatur mit Minitouchpad im Odys-Shop erhältlich beziehungsweise liegt dem Odys Prime plus-Paket (TV + FB) bei.

Ferner teilt der Hersteller mit, dass man APK-Apps auch über den SDHC-Kartenslot installieren kann, denkbar wäre sicher auch das Rooten und Aufspielen von Google Play. Die Frage ist nur, inwieweit das Sinn macht, schließlich dürften nicht alle Programme für den großen Bildschirm geeignet sein oder dem Prozessor schnell die Puste ausgehen. Man hätte gängige Spiele wie „Angry Birds“ allerdings getestet, diese würden auch „recht gut laufen“, so eine Sprecherin von Axdia.

Gewiss könnte man sich auch ein Android-Smartphone oder die eine oder andere Mediabox mit dem Betriebssystem kaufen und mit dem vorhandenen HDTV verbinden. Doch wer noch ein weiteres Gerät fürs Ferienhaus, die Küche oder das Schlafzimmer sucht, könnte hier einen geeigneten Fernseher erhalten – zumal die unverbindliche Preisempfehlung bei 349 Euro liegt. Auf Amazon findet man den Odys Prime für unter 300 Euro. (Affiliate-Link) Beiläufig erwähnt: Dank HDMI-, YPbPr- sowie VGA- Eingang kann man auch weitere Geräte oder gar einen Computer anschließen. Mit seiner Helligkeit von 250 cd/m², einer Reaktionszeit von 5 ms und einer Kontrastrate von 1000:1 ist der HDTV sicher für den Normalgebrauch ausreichend geeignet.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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  1. [...] soll er ja auch eher ein Fernseher, denn eine Spielekonsole oder Computer sein. Es gibt einen Kurzbericht bei neuerdings.com, bei dem kein schlechtes Fazit gezogen wird. Warum also nicht diesen Fernseher als Zwietgerät oder [...]

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