HTC Desire C:
Billig, aber voll ausgestattet

Trotz eines geringen Preises schafft es HTC seinem Desire C das neueste Android 4.0 aufzudrücken und dabei alles in das Gerät zu stopfen, was technisch möglich ist. Nur der Prozessor mit lediglich 600 MHz macht etwas Kopfschmerzen…

HTC Desire C (Bild: HTC)

HTC Desire C (Bild: HTC)

Der Sommer wird im Zeitungsjargon “saure Gurkenzeit” genannt – wenig Neues, alle im Urlaub. HTC passt sich da an und serviert dem Kunden ebenfalls eine “saure Gurke”: Das HTC Desire C mit 600 MHz ist alles andere als eine Rakete, düst der Konkurrenz mit Android 4.0 jedoch trotzdem davon.

Ein wenig geschockt bin ich, denn obwohl die Gigahertz-Taktzahl nichts über eine flüssige Bedienung aussagt (bestes Beispiel ist hier das HTC One X mit Quadcore und Rucklern), klingen 600 MHz für Android 4.0 doch enorm langsam. Andererseits erinnern wir uns an das ChaCha oder das Salsa, die nicht höher getaktet sind und das betagte Android 2.3 spielend gestemmt haben. HTC tut dies mit Bedacht, immerhin will man einen Preis von 220 Euro UVP erreichen.

HTC Desire C
HTC Desire C (Bild: HTC)HTC Desire C (Bild: HTC)HTC Desire C (Bild: HTC)HTC Desire C (Bild: HTC)

Trotzdem verzichtet man nicht auf den Komfort der Zukunft:

  • 3,5-Zoll-Display bei 320×480 px
  • 512 MB RAM, 4 GB Speicher plus microSD-Slot
  • GPS, HSPA, WLAN, Bluetooth 4.0
  • NFC
  • Beats-Audio, Radio
  • 5-Megapixel-Kamera bei VGA-Videoaufnahmen
  • Akku mit 1.230 mAh

Jetzt hängt mir doch die Kinnlade herunter: Trotz des kleinen Preises stopft HTC alles hinein, was technisch machbar ist. Ich fühle mich an Nokias Strategie erinnert. Und bis auf die schwache Grafikeinheit, kann man mit dem HTC Desire C eine Menge anstellen. Ganz klar: Hier hat HTC einen Kassenschlager erschaffen, der super laufen wird – wenn die 600 MHz keine Stocker provoziert.

 

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4 Kommentare

  1. Kannst du aus Erfahrung sagen, ob sich die geringe MHz-Zahl positiv auf die Akkulaufzeit auswirken kann?

    Wenn das so wäre, würde man ja mit einem Custom ROM durchaus die drei oder vier Tage schaffen können.

    • Im Prinzip ist ein langsamer Prozessor immer stromsparender als ein schneller. Jetzt gilt es jedoch auch das Drumherum zu betrachten: neue CPUs sind energieeffizienter, können schneller in den Stromsparmodus wechseln, haben weniger Verlustleistung. Kurzum, es hängt von vielem ab – doch die Chancen stehen gut für mehr Akkulaufzeit. Ein Testgerät ist mir sicher – sobald was in Deutschland verfügbar wird, wirst Du es hier lesen.

    • Ich drücke die Daumen für mich und jeden den die Akkus moderner Smartphones nerven. Würde dafür sogar Perfomance-Einbußen in Kauf nehmen. Denke das geht anderen genauso.

  2. • 3,5-Zoll-Display bei 320×480 px <- da erkennt man leider fast nichts. Kommt natürlich auf die Subpixelanzahl an, sprich: Letztendliche DPI
    • 600MHz Singlecore
    • 512 MB RAM, 4 GB Speicher plus microSD-Slot <- Interner Speicher ausreichend, RAM eher mau…
    • GPS, HSPA, WLAN, Bluetooth 4.0 <- Sehr gut. Am neuesten Stand der Technik!
    • NFC <- wenn es bei uns denn mal Verfügbar sein sollte: Top!
    • Beats-Audio, Radio
    • 5-Megapixel-Kamera bei VGA-Videoaufnahmen <- Naja, eine 8MP-Kamera hätte man dennoch verbauen können…
    • Akku mit 1.230 mAh <- Auch nicht überragend. Warum kein 2000mAh-Akku? Der hätte bei dem Prozessor glänzen können.

    Fazit: Ein solides Gerät, welches aber teilweise nicht mit seinen Konkurrenten mitschwimmen kann. Ob Android 4.0 wirklich dafür gut geeignet ist, darüber kann man sich letztendlich streiten. Alleine das System brauch beispielsweise beim Galaxy S2 um die 300MB. Ob mit dem verbleibenden Speicher dann alles ohne Probleme läuft?

    mfg SCORPiON

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