Casio Exilim Tryx TR-150:
Ungewöhnliche Kamera im Kurztest

Die Casio Exilim Tryx TR-150 kommt erst dieser Tage in den Handel, wir hatten jedoch Gelegenheit zu einem kleinen Vorab-Test. Was hat die Tryx neben einem ungewöhnlichen Äußeren zu bieten, und welche Tricks beherrscht sie wirklich? Diesen Fragen bin ich in der Praxis nachgegangen.

Haltung Casio Exilim Tryx (Foto: gar)

Haltung Casio Exilim Tryx (Foto: gar)

Die seltsam anmutende Rahmenkonstruktion der Tryx fällt wirklich sofort ins Auge. Ganz insgeheim war mein erster Gedanke: “Was für ein Tüddelkram… Das sieht zwar spannend aus, hat aber bestimmt keine vernünftige Funktion.” Denn: Was hat man davon, wenn sich LCD und Objektiv fast beliebig gegeneinander drehen und schwenken lassen?

Mein vorschnelles Urteil nehme ich zurück: Am aufgeklappten Rahmen lässt sich die Kamera prima festhalten, ob nun für Fotos oder Videos. Wer sich bisher gar mit einem Taschenstativ abgeplagt hat, könnte das bei der Tryx getrost zuhause lassen. Einfach den Rahmen ausklappen und wie gewünscht positionieren, dann hat die Kamera in vielen Lagen einen sicheren Stand.

Aber was steckt technisch dahinter, welche Features machen sie besonders und stimmt am Ende auch die Bildqualität?

Casio Exilim Tryx TR-150
Casio Exilim Tryx (Foto: gar)Lieferumfang Casio Exilim Tryx (Foto: gar)Exilim Tryx EX-150Testbild Casio Exilim Tryx mit Panorama-Filter (Foto: gar)
Testbild Casio Exilim Tryx mit HDR-Filter (Foto: gar)Testbild Casio Exilim Tryx (Foto: gar)Testbild Casio Exilim Tryx (Foto: gar)Testbild Casio Exilim Tryx (Foto: gar)
Testbild Casio Exilim Tryx (Foto: gar)

Was steckt drin?

Im unkonventionellen Mäntelchen verbergen sich ein 3-Zoll-Touchscreen und ein Objektiv mit Festbrennweite, umgerechnet auf Kleinbildformat ist es ein 21-mm-Weitwinkelobjektiv. Der CMOS-Sensor löst 12 Megapixel auf, und im Videomodus lassen sich Full-HD-Videos (in Mono und mit 30 fps) aufnehmen, die über den integrierten HDMI-Ausgang auf geeigneten Wiedergabegeräten abgespielt werden können.

Softskills

Im Vergleich zu anderen Casio-Modellen ist der Funktionsumfang beinahe dürftig zu nennen. Neben der “normalen” Aufnahmeautomatik gibt es – sofern ich mich nicht verzählt habe – nur zehn weitere Automatiken. Das sind sechs sogenannte “Bestshot”-Programme, sowie die Funktion Premium Auto (automatische Wahl des besten Programms), HDR Art, Make-up und Motion Shutter.

Spannendste Neuerung dabei ist die Funktion Motion Shutter – zu deutsch so ungefähr “Bewegungsauslöser”. Man wählt die Funktion und drückt den Auslöser, um die Kamera scharf zu machen. Danach löst die Kamera immer wieder aus, wenn sie eine Bewegung registriert. Es gibt eine Verzögerung von zwei Sekunden, die mit blinkender Anzeige signalisiert wird. So hat man noch gerade eben Zeit, sich in Positur zu werfen. Eine sehr lustige Funktion für den Selbstauslöser!

Auch die Videofunktion ist ganz prima, so weit ich das Video-Abstinenzler beurteilen kann. Durch den stabilen Griff lässt sich eine einigermaßen ruhige Kameraführung realisieren, und die Tonwiedergabe wirkt kristallklar. Hier findet ihr ein Beispielvideo (MOV, 41,3 MB).

Und die Bildqualität?

Kommen wir zur Kehrseite der Medaille – äh: der Tryx. Bei allem Spaß, den man mit dieser Kompakten haben kann, muss unterm Strich die Bildqualität stimmen. Und da schlägt leider mal wieder ein aggressiver Rauschfilter zu. Auf dem LCD sehen die Fotos einfach super aus – leuchtende Farben und scharf scheinen sie auch zu sein. Erst bei der Wiedergabe am PC lässt sich feststellen, dass die Detailwiedergabe nicht toll ist. Feine Strukturen werden ziemlich glattgebügelt, wie Blätter und Blüten in meinen Testfotos. Mir persönlich fehlt zudem ein optisches Zoom, denn wie üblich leidet die Bildqualität beim Einsatz des digitalen Zooms noch zusätzlich.

Wer sich im wörtlichen Sinne selbst ein Bild machen will, kann sich hier drei Testaufnahmen ansehen, die ich im unbearbeiteten Original auf ge.tt hochgeladen habe.

Preis und Verfügbarkeit

Laut Casio ist die Exilim Tryx EX-TR150 in Deutschland ab Mitte Mai in den Farben Rot und Weiß erhältlich. Einen Preis hat Casio Deutschland nicht genannt, aber auf der Casio USA-Webseite wird sie für 249 US-Dollar (rund 190 Euro) angekündigt.

Mein Fazit zur Casio Exilim Tryx TR-150

Unterm Strich ist die Tryx eine prima Einsteiger-Kompakte, mit der man besonders problemlos Selbstportraits und Videos aufnehmen kann. Ich finde das seltsame Ding trotz der Schwächen sympathisch, doch eine jüngere Zielgruppe hat daran wahrscheinlich noch mehr Spaß als ich alter Foto-Hase.

Mehr Informationen über die Casio Exilim Tryx TR-150 auf der offiziellen Produktseite.

 

Gabriele Remmers

Gabriele Remmers schreibt gelegentlich als freie Autorin bei neuerdings.com. Sie interessiert sich für Fotografie, aber auch sonst für alles, was irgendwie “klick” bei ihr macht.

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3 Kommentare

  1. Kann ich nur zustimmen, gerade für Einsteiger ein tolles, kompaktes Gerät!

  2. Kann mir mal jemand sagen, warum diese Kamera nirgnedwo zu kaufen ist? Wenn man mal ein Angebot findet dann nur zum dreifachen Straßenpreis (600-700 EUR).

    So toll ist die dann auch wieder nicht…

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