Samsung Galaxy Pocket:
Zwerg im Land der Riesen

Das Samsung Galaxy Pocket ist ein kleines Smartphone mit QVGA-Display, Android 2.3 und einem geringen Preis. Aber gibt es überhaupt eine Marktlücke für einen solchen Zwerg? Die Konkurrenz ist jedenfalls groß – in doppelter Hinsicht.

Samsung Galaxy Pocket (Bild: Samsung)

Samsung Galaxy Pocket (Bild: Samsung)

Im Verkauf gibt es einen simplen Trick, um uns ein bestimmtes Produkt schmackhaft zu machen: Links ein billiges, rechts ein teures und in der Mitte das zu kaufende Produkt – wirkt immer wieder. Samsung ist auch auf diesen Trichter gekommen. Denn obwohl das Samsung Galaxy SIII keiner weiteren Tricks bedarf, kann es ja nicht schaden. Rechts das Samsung Galaxy Note und links das neue Samsung Galaxy Pocket. Preisempfehlung für den Mini-Androiden: 199 Euro.

Das Samsung Galaxy Pocket zeigt uns klar: Preis runter? Gerne! Aber dann auch bitte Entsprechendes erwarten. Das zeigt ein Blick auf die Featureliste sehr deutlich:

Samsung Galaxy Pocket
Samsung Galaxy Pocket (Bild: Samsung)Samsung Galaxy Pocket (Bild: Samsung)Samsung Galaxy Pocket (Bild: Samsung)

  • 832 MHz CPU
  • 2,8 Zoll Bildschirm bei 320×240 px
  • Android 2.3
  • 3GB interner Speicher
  • 2 MP-Kamera
  • Quadband mit HSDPA, UMTS, EDGE, GPRS
  • WLAN, Bluetooth
  • 1200mAh Akku

Damit lockt man im derzeitigen Performance-Rennen keinen mehr hinterm Gigahertz-Quad-Core-Ofen hervor. Gleichzeitig ist das eine klare Kampfansage an die Konkurrenz, denn Samsung zielt auf die “Smartphone-Neulinge” ab. Die sind schließlich ebenfalls erklärtes Ziel von RIM und Nokia, um Marktanteile zu ergattern.

Große Konkurrenz fürs kleine Phone

Allerdings wird ein Sparfuchs mit Samsung Galaxy Pocket in der Pfote ziemlich schnell nach mehr schreien: Eine QVGA-Auflösung von 320×240 px ist definitiv zu wenig, um von der App-Vielfalt bei Android zu profitieren. Das ist aber der einzige Grund, wieso man zu einem Android mit nur 2,8 Zoll Diagonale greift. In diesem Größenbereich tummeln sich andere Geräte: Das BlackBerry Bold 9790 hat eine bessere Auflösung (und einen höheren Preis), ein ZTE Skate bietet ein größeres Display bei gleichem Preis und auch ein HTC Salsa hat hier etwas zu bieten. Hinzu kommen natürlich die vielen “Featurephones”, die alles können was man braucht, ohne mit komplizerten Bedienkonzepten zu arbeiten.

So entpuppt sich das Galaxy Pocket am Ende als das, was es wahrscheinlich ist: Entweder ist es ein MP3-Player mit Extras oder es ist eine Entscheidungshilfe, sich eben doch das Smartphone in der Mitte zu kaufen.

Mehr Informationen zum Samsung Galaxy Pocket direkt beim Hersteller.

 

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3 Kommentare

  1. Es ist ein MP3-Player mit Extras. Aus dem Grund habe ich ein Xperia mini. Verschiedene MP3-Player zur Auswahl die auch noch regelmäßig upgedatet werden.

    • Wenn der Klang für Dich akzeptabel wäre an einem Pocket, spricht nichts dagegen. Leider ist die Soundkarte meist Grütze und Bluetooth-Headsets ist nicht jedermanns Geschmack – obwohl die sogar oft besser klingen als der interne Ausgang…

  2. Es ist einfach gesagt ein Low-Budget-Smartphone und sicherlich nicht falsch. Es gibt genügend Einsteiger im Smartphone-Segment und die wollen sich nicht gleich ein teures Gerät zulegen und die Welt der Smartphones mit den Kleinen erleben. Auch wäre so ein Smartphone eine Alternative für mich aus dem Bereich Handwerk. ES wäre nicht so tragisch, wenn das Pocket verschmutzt oder Kratzer erhält. Trotzdem muss ich nicht auf verschiedene Apps verzichten.

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