Samsung Galaxy S3:
Direktvergleich der alten Hasen mit dem Neuling

Das Samsung Galaxy S3 im Direktvergleich – wieso man upgraden sollte oder doch nicht? Dieser kleine Vergleich zeigt, wie sich die technischen Daten an der Konkurrenz messen.

Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)

Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)

20:00 Uhr. Stunde der Wahrheit. Kann Samsung die Erwartungen der vielen Gerüchte erfüllen? Einige Kritiker waren bis zur letzten Minute der Meinung: Nein. Bei so viel Hype ist es fast unmöglich all die Wünsche und Träume zu befriedigen. Doch das muss Samsung ja auch nicht. Die Verkaufszahlen von 44,5 Millionen Smartphones sprechen für sich, Strategy Analytics rechnet für Apple gar “nur” 35,1 Millionen verkaufte Smartphones – somit verweisen die Koreaner Apple auf den zweiten Platz weltweiter Smartphone Verkäufe.

Und dennoch hat es Samsung geschafft:

  • 1,4 GHz Quad-Core Prozessor,
  • 1 GB RAM,
  • 16/32/64 GB interner Speicher, microSD-Slot
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich
  • 4,8 Zoll Super Amoled Plus bei 1280×720 px (ca. 312 ppi)
  • 8 Megapixel-Kamera mit 20-Bilder-Serienfunktion,
  • WLAN mit Bündelung, Bluetooth 4.0,
  • HDMI
  • GPS und Glonass
  • NFC
  • ein 2100mAh Akku
  • 133 Gramm
  • UVP von rund 600 Euro.

Doch was bedeuten diese Werte im direkten Vergleich mit den bisherigen Modellen?

Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)
Samsung Galaxy S3 (Bild: Samsung)Motorola XT910 (Bild: kaz)HTC One X (BIld: HTC)iPhone 4S (Bild: Apple)

Samsung Galaxy SII

Als Nachfolger des SII erwartet man Verbesserungen – wieso sollte man sonst ein neues Modell auf den Markt werfen? Gründe für ein Upgrade vom älteren Modell sind auf den ersten Blick leicht auszumachen, beispielsweise

  • “nur” Dual-Core 1,2 GHz
  • ebenfalls 1 GB RAM
  • ebenfalls 16 GB interner Speicher, microSD-Slot
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich (neuestes Update)
  • “nur” 4,3 Zoll Super Amoled Plus bei 800×480 px (ca. 217ppi)
  • ebenfalls USB OTG über MHL-Adapter
  • ebenfalls 8MP-Kamera mit FullHD bei 30fps
  • kleinerer Akku mit 1650mAh und ein
  • Gewicht von 116 Gramm.

Aber welcher SII-Besitzer ist damit unzufrieden?! Android Ice Cream Sandwich läuft tadellos auf dem fast exakt ein Jahr alten Smartphone, die Auflösung des Super-Amoled-Plus-Screens bleibt auch weiterhin brauchbar, selbst wenn man schon längst bei 960×540 angelangt ist. Und das kleinere Display von 4,3 Zoll ist perfekt für die Hosentasche geeignet. Wer mehr sehen will, kann über MHL-Adapter einen HDMI-Monitor anschließen und dank USB OTG auch USB-Sticks darüber betreiben.

Für zwei Drittel des Nachfolgers, 400 Euro, erhält man das Samsung Galaxy SII (Affiliate-Link), welches lange Zeit die Bestenlisten anführte.

HTC One X

HTC One X (BIld: HTC)

HTC One X (BIld: HTC)

Brandaktuell ist das HTC One X, welches sich in vielen Rankings nach oben geschwungen hat. Und das völlig zu Recht:

  • 1,5 GHz Quad-Core
  • 1 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher, microSD-Slot
  • Android 4.0 Ice Cream Sandwich
  • 4,7 Zoll Super-IPS-LCD2-Panel bei 1280×720 px (ca. 312 ppi)
  • 8MP-Kamera mit FullHD bei 30fps
  • NFC
  • 130 Gramm
  • Preis von rund 550 Euro (Affiliate-Link)

sprechen für sich.
Leider hapert es noch etwas an der Leistungsausbeute. Trotz der vier Kerne des Tegra-3-Verbands ruckelt es ab und an bei der Bedienung, da Android scheinbar noch nicht optimal auf den Quad-Core abgestimmt ist. So ist es eben mit einem der ersten Quad-Core-Smartphones… Dagegen kann sich das Samsung mit einem hauseigenen Samsung Exynos-Chipsatz behaupten, dessen Potential wahrscheinlich optimal ausgenutzt wird – immerhin kommt hier wie bei Apple, alles aus einer Hand.

Apple iPhone 4S

iPhone 4S (Bild: Apple)

iPhone 4S (Bild: Apple)

Wo wir gerade bei Apple sind. Auch dessen Daten können wir dagegen halten – doch glücklicherweise ist der Begriff “iPhone-Killer” schon wieder in Vergessenheit geraten. Wer würde schon ein Quadcore-Smartphone gegen ein iPhone 4S antreten lassen wollen?!

  • 1 GHz Dual-Core
  • 512 MB RAM
  • 16/32/64GB interner Speicher, kein microSD-Slot
  • iOS 5.1
  • 3,5 Zoll IPS-Panel bei 960×640 px (ca. 330ppi)
  • 8MP-Kamera mit FullHD bei 30fps
  • kein NFC
  • ein 1432mAh Akku
  • 140 Gramm
  • Preis von 540 Euro (Affiliate-Link)

Andererseits zeigt das iPhone eindrücklich, wie wenig Gigahertz mit gefühlter Geschwindigkeit korrelieren.

Motorola Razr XT910

Motorola XT910 (Bild: kaz)

Motorola XT910 (Bild: kaz)

Wer jedoch seine Dual- oder Quad-Core-CPU einmal ausreizen will, sollte bei Motorola vorbeischauen. Mittels eines Webtops lässt sich der Firefox-3.6-Browser “Gassi führen”. Zu diesem Zwecke bietet Motorola verschiedenes Zubehör an, dass nicht nur die Laufzeit durch einen Zweitakku stark erhöht, sondern eben auch die Desktop-Browserfunktionalität freischaltet.

  • 1,2 GHz Dual-Core
  • 1 GHz Arbeitsspeicher
  • 16GB interner Speicher, microSD-Slot
  • Android 2.3.5, Update auf 4.0 teilweise bereits verfügbar
  • 4,3 Zoll Super-Amoled bei 960×540 px (ca. 256 ppi
  • 8 Megapixel-Kamera,
  • WLAN, Bluetooth 4.0,
  • HDMI
  • kein NFC
  • ein 1780mAh Akku,
  • 127 Gramm,
  • Preis von rund 350 Euro, teilweise sogar 300 Euro (Affiliate-Link)

Das Motorola Razr XT910 schob sich nicht nur in meinem Test bis kurz vors Siegertreppchen, überzeugt es doch durch Leistung, Aussehen und durchdachte Funktionen.

Fazit zur Datenblattschlacht

Wie insbesondere am iPhone 4S, welches auf dem Papier eindeutig die schlechteste Figur im gesamten Vergleich abgibt, zu erkennen ist: Reine Datenblattschlachten führen zu nichts. Das iPhone ist unbestritten eines der erfolgreichsten Smartphones und definiert sich eben gerade nicht über die Gigahertz-Anzahl oder den verfügbaren Arbeitsspeicher. Deshalb sind wir gespannt auf ein Testgerät, um die neue, dritte Galaxie aus dem Hause Samsung näher in Augenschein zu nehmen.

 

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7 Kommentare

  1. Das S3 läuft mit netten Wert auf. Die Komponenten müssen aber noch beweisen, ob sie zum Teamplay fähig sind.

    Was man aber erkennen kann, ist, dass der Core- und MHz-Wahn auch bei den mobilen Kommunikationseinheiten Einzug gehalten hat. Dabei sind andere innere Werte wesentlich wichtiger. Hierzu gehört zum Einen die Größe und die Anbindung des internen Arbeitsspeichers, der für ein flüssiges Arbeiten mit mehreren gleichzeitig geöffneten Anwendung sorgt. Damit wird das Auslagern von Anwendungen und Daten auf den internen Flash vermieden und auch das zwangsweise Schließen von Apps ist nicht mehr notwendig. Auch die Anbindung des internen Flashspeichers ist wichtig, da dieser die Geschwindigkeit und den Zugriff auf Apps bestimmt. Inwieweit sich Mehrkerner auf die Geschwindigkeit auswirken, hängt sehr stark von der Umsetzung im Betriebssystem ab. Den vor der App liegt immer noch die virtuelle Maschine Dalvik, die die Kernleistung erst einmal den Apps bereitstellen muss. Das dieses in den älteren Android-Versionen gut funktioniert, darf bezweifelt werden. Android 4 muss sich hier erst noch beweisen, was durch die starke herstellerabhängige Fragmentierung der Version nicht einfach sein wird.
    Zum Anderen liegt der Erfolg der Leistung in den umgesetzten Betriebssystemkonzepten. So schafft es iOS auch aus wenigen Kernen und releativ wenig Speicher dem Benutzer ein flüssiges und schnell bedienbares Smartphone bereitzustellen. Das heißt nicht, dass das entsprechende iPhone schnell ist. In Benchmarks oder bei Spielen kann die Leistung schon in den Keller wandern. Aber normalerweise ist das auch nicht die Domäne einer mobilen Kommunikationseinrichtung. Das Geheimnis könnte hier sein, das Apple aus einer Not eine Tugend gemacht hat. Die ersten Versionen von iOS waren gar nicht multitaskingtauglich. Apple hat dieses durch ein Pseudotasking ergänzt, das immer nur der gerade aktiven Anwendung die Rechenleistung und den Speicher zur Verfügung stellt. Das schaffte Probleme für Apps, die kontinuierliche Dienste bereitstellen wollten, dieses ging (oder geht) nur über die Einbindung der Funktion in eines speziellen Task, wofür Apple damals viel Schelte bezogen hat. Heute zeigt sich – insbesondere bei Androiden – dass dieses der richte Weg ist. Schaue ich mir heute ein Android System an, finde ich meistens 30 und mehr installierte Apps, von denen die meisten im Hintergrund laufen. Das kostet Speicher, Rechenzeit und Energie. Den Appentwicklern wird die Erstellung von kontinuierlich aktiven Apps zu einfach gemacht, so das sich keiner mehr Gedanken um die Resourcen macht.

    Das Ergebnis ist ein Phänomen, das man schon von Windows kennt. Das Gerät wird mit der Zeit langsamer und Apps werden zwangsweise beendet. Dieses kann ich insbesondere auf meinem Milestone I gut beobachten. Das Gerät läuft mit CM7 und hat nur ca. 200MB internen Arbeitsspeicher zur Verfügung. Vor einigen Jahren war das kein Problem, da man eh nur eine handvoll Apps auf dem Gerät hatte und diese nur geringe Anforderungen hatten. Heute ist z.B. Google Maps mit Navigation schon so aufgebläht, das es aus Speichergründen gerne mal beendet wird. Sehr praktisch während einer Innenstadtnavigation mit dem Auto.

    Aber wen interessiert das angesichts der heutigen GHz, mehrerer Kerne und gigabyteweise Arbeitsspeicher. Was wir brauchen ist ein dringendes Einlenken bei der Softwareentwicklung für diese Geräte. Ich hätte gerne wieder ein Telefon, mit dem man telefonieren kann und das mit bei mittlerer Nutzung mit seinem Akku auch über die Woche bringt.

    Mir persönlich wäre ein Razr MAX mit einem QWERTY-Slider ja lieber als ein hochauflösender Vierkerner der mir aufs Wort gehorcht. Aber jedem das seine.

    • Mhm, die erlaubte Nacharbeitungszeit ist aber hier sehr kurz.

    • …die Anbindung des internen Arbeitsspeichers, der für ein flüssiges Arbeiten mit mehreren gleichzeitig geöffneten Anwendung sorgt. Damit wird das Auslagern von Anwendungen und Daten auf den internen Flash vermieden und auch das zwangsweise Schließen von Apps ist nicht mehr notwendig.

      Ohne hier Zahlen zu kennen, bezweifle ich ernsthaft, dass der RAM – auch das ist ein Flashspeicher – spürbar langsamer ist, wie der interne Flashspeicher. Sicherlich ist die Anbindung langsamer, aber wir haben es hier nicht mit immensen Datenmengen zu tun, wo das ins Gewicht fallen könnte. Und wenn Aps zwangsweise geschlossen werden, liegt es an mangelndem RAM und nicht an der Geschwindigkeit.

      Auch die Anbindung des internen Flashspeichers ist wichtig, da dieser die Geschwindigkeit und den Zugriff auf Apps bestimmt.

      Sehr billige SD-Karten liefern nur 4MB/s, können jedoch schon FullHD-Videos darauf abspeichern. Programme mit 8MB Umfang würden somit zwei Sekunden benötigen. Da die interne Anbindung jedoch weitaus schneller ist, kannst Du mal eher so um die 10MB/s veranschlagen. Würde bei einem 8-Megapixel-JPEG-File weniger als eine Sekunde ausmachen, das in den Speicher zu laden. Wie groß sind denn die Datenmengen, mit denen hier jongliert werden soll?

      Den vor der App liegt immer noch die virtuelle Maschine Dalvik, die die Kernleistung erst einmal den Apps bereitstellen muss.

      Wenn Dalvik die vielen Prozessorkerne nicht unterstützt, hieße das: jedes Programm erhält seinen eigenen Kern. Da Multitasking könnten so vier Programme gleichzeitig laufen, ergo eher besser einen Quad-Core zu haben, als ohne zu sein. Aber Dalvik ist nun nicht unbedingt so langsam, dass wir mehr Prozessorleistung benötigen.

      Android 4 muss sich hier erst noch beweisen, was durch die starke herstellerabhängige Fragmentierung der Version nicht einfach sein wird.

      Die Fragmentierung wird auf die unterschiedlichen Android-Versionen bezogen, nicht auf die verschiedenen ARM-Cortices. Also ob das Gingerbread, ICS oder ähnliches installiert ist.

      Die ersten Versionen von iOS waren gar nicht multitaskingtauglich. Apple hat dieses durch ein Pseudotasking ergänzt, das immer nur der gerade aktiven Anwendung die Rechenleistung und den Speicher zur Verfügung stellt.

      Die ganze Problematik umschifft man, indem die Pollingfrequenz heruntergesetzt wird. Wenig Abrufe pro Zeiteinheit heißt weniger Stromverbrauch.

      finde ich meistens 30 und mehr installierte Apps, von denen die meisten im Hintergrund laufen. Das kostet Speicher, Rechenzeit und Energie.

      Unter PalmOS war ein Programm vielleicht 12kb groß, unter Windows Phone waren es schon 200kb oder mehr. Und in Android wachsen die Programme noch weiter in den Megabyte-Bereich hinein. Speicher wird heutzutage eben ineffizient ausgenutzt, weil wir so viel davon haben. Niemand käme heute auf die Idee ein Programm für Windows 7 auf einem Win98-Rechner installieren zu wollen. Und so kannst Du auch nicht von Deinem Smartphone (November 2009 Verkaufsstart) ausgehen. Die Produktzyklen sind heute viel kürzer geworden. Zwei Jahre sind in der Mobilfunkbranche eine Ewigkeit!

      Vor einigen Jahren war das kein Problem, da man eh nur eine handvoll Apps auf dem Gerät hatte und diese nur geringe Anforderungen hatten. Heute ist z.B. Google Maps mit Navigation schon so aufgebläht, das es aus Speichergründen gerne mal beendet wird. Sehr praktisch während einer Innenstadtnavigation mit dem Auto.

      Es geht nicht um die Anzahl der Apps. Und dass die neueste Version von Google Maps auf deinem gerooteten Milestone mit Cyanogen nicht einwandfrei läuft, liegt nicht an Android oder Google. Offiziell ist es für Version 2.2 freigegeben. In diesem Falle solltest Du Dich an das CM-Team wenden.

      Den Appentwicklern wird die Erstellung von kontinuierlich aktiven Apps zu einfach gemacht, so das sich keiner mehr Gedanken um die Resourcen macht.

      Sie bieten es an und Du kannst auf die Funktion oder das gesamte Programm jederzeit verzichten, bzw. die automatische Synchronisation abschalten.

      Ich hätte gerne wieder ein Telefon, mit dem man telefonieren kann und das mit bei mittlerer Nutzung mit seinem Akku auch über die Woche bringt.

      Das gibt es schon lange: Deaktiviere UMTS. Schalte die automatische E-Mailüberprüfung aus. Schalte die Location based services aus und Dein Smartphone erreicht locker drei Tage. Wenn Du natürlich im Internet surfen willst, Musik damit hörst und ständig telefonierst, wird das nichts werden. Alleine UMTS ist eine sehr energieintensive Übertragungsart.

      Im Grundton stimme ich mit Dir überein: Programme und Betriebssysteme werden nicht effizient programmiert und verschwenden eine Menge an Leistung und Potential. ABER: Wer zahlt denn heute für seine Applikationen ohne zu zögern mehr als 5 Euro? Die 1€-App-Mentalität ist hier das Problem, nicht das OS oder die Apps. Das Rooten von Geräten mit dem einzigen Ziel, um nicht zertifizierte, gecrackte Apps zu installieren (ausgenommen diejenigen, die es für die Updates tun). Die Foren, in denen Apps getauscht und Seriennummern verteilt werden. Da ist der Schuldige zu suchen. Und wenn wir das abgeschafft haben und bereit sind für gute (Trialversionen sollten Standard sein!) Applikationen auch entsprechend Geld zu zahlen, dann ändert sich das auch.

      Bestes Beispiel: Profimail. Kostet 25 Euro und bietet eine immense Verbesserung gegenüber den eingebauten Mailclients. Ich habe zwar geschluckt, jedoch bezahlt. Bist Du bereit so viel Geld “nur für eine App” auszugeben? Die wenigsten tun das.

    • Als Arbeitsspeicher (RAM) besitzen die ARM-Cores i.d.R eine DDR oder DDR2 Interface. Flash kommt nur als Datenspeicher zum Einsatz. Aber auch hier gibt es jede Menge Unterschiede, da ARM nur als IP-Core vertrieben wird. Die letztendliche Umsetzung bleibt den CPU-Herstellern überlassen und damit auch die Anbindung von Speicher und Peripherie.

      Ich persönlich empfinde eine interne Flash-Geschwindigkeit von unter 30MB/s bei einem Smartphone als eine Frechheit. Es zeigt, dass der Hersteller seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Da der Speicher auch als Zwischenablage und Swapspeicher verwendet wird, bremst dieser enorm beim Appwechsel. Auch ist den meistens die Zahl der IO/s stark eingeschränkt. Was das Interface zur SD-Card kann, ist eine andere Sache, da hier häufig nur schlechte oder mittelmäßige SD-Cards verwendet werden.

      Die Dalvik ist leider nicht sonderlich gut auf Mehrkerner optimiert. Hier darf für die Zukunft noch einiges erwartet werden. Ich denke auch, dass derzeitig ein Zweikerner sinnvoller ist als ein Vierkerner. Hinzu kommt, dass es verschiedene Plattformen gibt und das OS und der Kern von den CPU-Herstellern immer an diese angepasst werden. Das klappt nicht immer gut, was man an der aktuellen Tegra3 Plattform schön sehen kann. Die Gerätehersteller setzten dann darauf auf. Die sind es gewohnt, ihre Geräte nach dem Lego-Prinzip zu designen.

      Das für eine lange Akkulebensdauer die Pollingraten runtergeschraubt werden müssen ist klar. Allerdings sollte das eine Funktion sein, für die schon das OS schon entsprechende Möglichkeiten bereitstellen sollte. Ich verwende dafür derzeitig den Batterydefender, der Onlinezeiten und Onlineart beschränkt und die Laufzeit um über 100% erhöht. Hat Geld gekostet, funktioniert gut, ist aber eigentlich eine Funktion, die ich im OS erwartet würde.

      Ohne CM7 würde mein Milestone wahrscheinlich gar nicht mehr laufen. Die Moto-Version war grottenschlecht, überladen und stürzte auch gerne mal ohne Grund ab. Moto konnte oder wollte keine Updates liefern und andere vernünftige Slider gab es nicht. Das Maps sich beendet liegt am Speichermangel. Zumindest steht das im Log.
      Leider ist Moto derzeitig fast der Einzige, der noch QWERTY-Slider herstellt. Und ich hoffe, dass es das Droid 4 zum Jahresende nach Europa schafft. Sonst muss ich wohl doch noch zum Lötkolben greifen. ;)

      Profimail schaue ich mir mal an. Derzeitig verwende ich K9 mit APG für die Verschlüsselung.

    • Apple hat dieses durch ein Pseudotasking ergänzt, das immer nur der gerade aktiven Anwendung die Rechenleistung und den Speicher zur Verfügung stellt. Das schaffte Probleme für Apps, die kontinuierliche Dienste bereitstellen wollten, dieses ging (oder geht) nur über die Einbindung der Funktion in eines speziellen Task, wofür Apple damals viel Schelte bezogen hat. Heute zeigt sich – insbesondere bei Androiden – dass dieses der richte Weg ist

      Das ist Ansichtssache! ;-) Bei Android hatte ich seit Jahren keine Probleme mehr mit Apps, die im Hintergrund den Akku geleert haben.

      Als ich zum Test von einem Android-Tablet auf ein iPad umgestiegen bin, war ich genervt von der Implementation des Multitasking:

      - Neue Benachrichtigungen von Twitter erscheinen auf dem Homescreen. Startet man die Twitter-App, weiss sie nichts davon. Sie muss zuerst die neuen Tweets laden. So fallen auch Möglichkeiten wie der automatische Download von auf getspool.com gespoolten Websites weg.

      - Klickt man in einem Spiel auf eine Werbung, wird das Spiel geschlossen und man landet im Browser. Geht man zurück, lädt es neu. Man ist nicht mehr im Level.

      - Stellt man im App Store Suchkriterien ein (zB. “gratis”) und installiert eine App, geht der Store zu. Öffnet man ihn wieder, startet er neu und “vergisst” die gesetzten Kriterien.

      Mir ist Android deshalb lieber, aber vielleicht ist es auch ein Stück weit Gewohnheitssache.

  2. Also ich finds echt klasse. Da bin ich mal auf die “Antwort” von Apple gespannt, was die sich für neuerungen einfallen lassen. Gerade die neue Funktion, wenn man auf den Bildschirm schaut, damit der nicht abgeht find ich einfach klasse und sollte ein Standard werden.

  3. @mawa: dadurch, dass es oft wiederholt wird, wird es nicht wahrer. Per default frisst eine Android-app gar keine Ressourcen. Sitzt sie im Hintergrund, kann sie vom System automatisch jederzeit gekillt werden (z.B. wenn dein Speicher knapp wird). Energie wird eigentlich nur verbraucht, wenn durch speichermangel ständig Apps gekillt und deshalb kurz darauf wieder neu gestartet werden müssen (das Laden+Starten kostet nämlich CPU). Bei mehr Speicher sitzen sie einfach friedlich da.

    Nur wenn man explizit einen Hintergrundservice startet, wird Rechenleistung fällig (z.B. bei Downloads, Animationen, Musik, Netzwerkverdingungen zu Chatservern usw.)

    Grundsätzlich ist es genau wie bei PCs: nur wenn eine Anwendung auch wirklich rechnet, frisst sie zusätzlich Strom. Die meisten Anwendungen sitzen aber auch bei “Multitasking” einfach nur passiv im Speicher und warten (auf dich, auf das Netzwerk usw.). Deshalb finde ich den Android-ansatz auch deutlich zeitgemässer als den vom iPhone.

    Mein Galaxy S (mit Android 4.0.4) lade ich übrigens alle 2-3 Tage mal, weil ich nur ungern mit unter 40% Ladestand aus dem Haus gehe, auch wenn das für den Tag noch gut reichen würde. Die Performance finde ich super (besonders im Vergleich zu Androids mit gleichviel CPU und weniger Speicher, das merkt man sofort).

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  1. [...] Produkt – wirkt immer wieder. Samsung ist auch auf diesen Trichter gekommen. Denn obwohl das Samsung Galaxy SIII keiner weiteren Tricks bedarf, kann es ja nicht schaden. Rechts das Samsung Galaxy Note und links [...]

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