Technotrend C834 HDTV für Unitymedia im Test:
HD-Sender via Kabel auch ohne Miete

Technotrend macht den Weg frei für HD-Angebote von Unitymedia, darunter seit neuestem auch alle HD-Sender der Privaten. Wir haben das Gerät ausprobiert.

Technotrend C834 HDTV {pd Technotrend Görler;http://www.ttgoerler.de/2678/PRESSE.html}

Technotrend C834 HDTV (Quelle: pd Technotrend Görler)

Seit Mitte November 2011 gab es ein paar freie Privatsender in HD-Auflösung nicht nur über Satellit, sondern auch über Kabel (in meinem Fall Unitymedia). Dank Technotrend-Receiver ist man zum Schauen dieser Kanäle nicht auf die Mietbox des Anbieters angewiesen, man braucht noch nicht mal dessen CI+-Modul. Der C834 funktioniert auch mit der normalen Unitymedia-S2-Karte, wie sie in vielen Standard-Receivern des Anbieters steckt.

Man muss nur anrufen und die HD-Kanäle dazu buchen. Das klappte in der Anfangszeit (bis Anfang dieser Woche) auch wunderbar. Seit 24.9. sind sogar alle Privatsender dabei, zurzeit sieht man allerdings schwarz (bzw. die Fehlermeldung “204 – nicht freigeschaltet”). Jetzt braucht man aber nicht bei Unitymedia anzurufen und die Sender freizuschalten, sondern muss die Receiver-Betriebssoftware aktualisieren (die Bedienungsanleitung verrät, wie). Danach gehen die Sender wieder, und man erkennt bei Let’s Dance beispielsweise jede Schweißperle und jede gegelte Strähne…

Der Technotrend C834 bietet auf normalen und HD-Kanälen eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität. Die Umschaltung geht schnell und reibungslos. Stichwort Umschaltung: an einem automatischen HDMI-Umschalter für den Anschluss mehrerer Geräte an eine Buchse eines Fernsehers mochte der Technotrend nicht angeschlossen werden und streikte. An einem mechanischen Schaltpult versieht er dagegen seinen Job ohne Streik.

Der Receiver verfügt auch über eine rudimentäre Videorecorderfähigkeiten via externer USB-Festplatte. Neben Aufnahme stehen aber nur die Grundfertigkeiten Start, Stopp und Schade Vorlauf/Rücklauf zur Verfügung – keine Schnittfunktionen, und bei den HD+-Sendern ist selbst das eingeschränkt. Zudem ist die Aufzeichnung etwas hakelig: Die externe Festplatte muss im FAT32-Format agieren, was bei längeren Aufzeichnungen in HD dazu führt, dass die Dateien gesplittet werden.

Alles kostet extra

Eines muss man bei Kabel-TV beachten: die Kosten. Ob mit oder ohne Internet und Telefon, ob das Grundprogramm oder mit Pay-TV, ob das von Sky oder Unitymedia selbst – eine Fülle von verschiedenen Kombinationen gilt es mit dem spitzen Stift zu addieren und kombinieren. Die HD-Option für normale TV-Sender (ohne die Pay-TV-Zusatzpakete) kostet etwa 4 Euro monatlich (das ist umgerechnet genauso viel wie man für die Satelliten-HD+-Karte löhnen muss).

Öffentlich-rechtliche Sender (ARD, ZDF, Arte) in HD sind mit dem C834 übrigens ohne zusätzliche Gebühr empfangbar. Allerdings sind die dritten und Zusatzprogramme in HD (3sat, Phoenix, etc.), die den Satellitenzuschauern für die Analogabschaltung geschenkt wurden, noch nicht dabei. Unitymedia muss sich noch mit den Sendeanstalten über die Einspeisung einigen, hörte man.

Wenn im Haus noch gar kein Kabel liegt, kommen Installationskosten hinzu, die der Besitzer der Immobilie tragen muss. Wenn Kabel-TV bereits analog im Mietvertrag enthalten ist, muss man die Zusatzkosten für Digital, HD etc. selbst tragen.

Da ist der Technotrend C834 HDTV eine interessante und empfehlenswerte Alternative für alle, die statt einer monatlichen Miete für ein HD-fähiges Gerät lieber auf Einmalzahlung (ursprünglich ca. 200 Euro, inzwischen jedoch deutlich günstiger (Affiliate-Link)) setzen.

Fazit

Kabel-TV bietet bequemen Empfang aller deutschsprachigen Sender in normaler und HD-Qualität sowie sämtliche Pay-TV-Angebote – ohne Schüssel auf dem Dach und ohne aufwändige Kabelage zu den Verbrauchern. Wer nur Analog schaut, braucht keine zusätzliche Set-Top-Box, für das digitale Angebot muss man eine Box sowie eine Karte vom Anbieter haben – mit dem Technotrend C834 reicht die Karte, um auch HD-Sender zu schauen, und man bindet sich keine Hardware-Miete ans Bein – die Kabelgebühren sind schon hoch genug.

 

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4 Kommentare

  1. bei einer Miete von 2 EUR im Monat amortisiert sich der Receiver nach 8,5 Jahren, rechnet man die HD-Option mit 4 EUR, dann schon nach rein theoretisch 3,5 Jahren, bloß kostet die Karte alleine schon 2 EUR, d.h. also mit HD nach ca. 4 Jahren und 3 Monaten. Wenn das Ding solange hält, warum nicht. Nimmt man Telefon und Internet dazu, ist alles schon inclusive und man spart alleine da schon. Also aufgepasst, mitgemacht, denken beim Schenken!

  2. Man kann ja die normale Karte statt in den ausgelieferten in den C834 stecken und HD damit schauen. Das kostet nur die HD-Option. Bei 2 Euro Miete ist das Gerät nach 57 Monaten (= knapp 4 Jahren) amortisiert (aktueller Stand bei Amazon: 114 Euro). Nicht gerechnet allerdings, dass der Unitymedia-Receiver nicht aufnehmen oder timeshiften kann. Eine dem Recorder vergleichbare Kombi wäre der C834 mit 320-GB-Externplatte, die man schon für ca. 50 Euro bekommt. Diese Kombination ist nach 41 Monaten günstiger als die Recordermiete (4 Euro mtl.).

  3. stimmt ja mit der Rechnung aber die einmalige Bereitstellungsgebühr von UM sollte nicht vergessen werden 30€ und der C834 kann gleichzeitig Signale auf HDMI und Scartausgang wieder geben.Vorteil für die die einen Festplattenrecorder ihr eigen nennen der nimmt dann RTL usw auf und lässt sich auch vorspulen

  4. Den C834 kann man total vergessen, hatte 2 Stück und beide waren nach 1,5 Jahren defekt. Ausfälle hat der c834 dazu auch noch ständig.

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