Penclic D2:
Die Maus-Alternative im Test

Penclic bietet eine Alternative zu anderen Mäusen und Eingabegeräten. Das merkwürdig aussehende Gerät Penclic D2 war uns ursprünglich beim Rundgang über die CeBIT ins Auge gefallen. Inzwischen konnten wir die Penclic ganz ausführlich testen und feststellen, wie gut oder schlecht sich mit dem Stift arbeiten lässt.

Penclic D2 in Verpackung (Foto: gar)

Penclic D2 in Verpackung (Foto: gar)

Hier hatten wir über die Penclic Maus schon berichtet, nachdem sie als Kuriosität auf der CeBIT aufgefallen war. Daraufhin habe ich mich weiter nach Alternativen zu normalen Mäusen umgesehen und auch von der Penclic Maus ein Testexemplar bestellt.

Einstecken und loslegen

Das Testgerät der Penclic D2 – das ist die kabelgebundene Variante – hängt inzwischen seit gut zwei Wochen an meinem Mac, und ich arbeite täglich damit. Nachdem ich die Penclic ausgepackt und angeschlossen hatte, funktionierte alles sofort und einwandfrei. Hat man sich einmal eingeprägt, wo die rechte und die linke Maustaste liegen, lässt sich trefflich damit arbeiten. Allein das Scrollrad liegt etwas seltsam. Für mich bedeutet die Position, dass ich es mit dem Mittelfinger bedienen muss. Vielleicht geht das anderen Usern nicht so, doch ich benutze die scroll-Funktion höchst selten, so dass es mich nicht stört.

Penclic Test
Penclic - Unterseite (Foto: gar)Penclic - Packungsinhalt (Foto: gar)Größenvergleich (Foto: gar)Penclic - Bedienelemente in Nahaufnahme (Foto: gar)

So einfach, so gut

Und, was soll ich sonst sagen: Die Stiftform ist irgendwie gut. Eine Generationenfrage? Ich komme aus einer Zeit, in der man persönliche Briefe, Tagebücher oder auch Vorlesungsmitschriften von Hand verfasst hat. Diese „Schreib“-Haltung weckt ein wenig nostalgische Gedanken, und sie verändert in der Tat die Belastungen auf den Sehnen.

Achtung: Wer sich von der Stiftform irgendwas in Richtung Grafik-Stift verspricht, der wird bei der Penclic Maus wie auch bei der Genius Pen Mouse enttäuscht. Es ist kein Ersatz für ein Zeichengerät oder Grafiktablett. Auch das Penclic Gerät ist “nur” eine Maus.

Im direkten Vergleich zu dem Stiftgerät von Genius möchte ich besonders auf die “Knolle” hinweisen, die unten am Stift hängt. Damit steht der Griff immer aufrecht und man kann einfach von der Tastatur hinübergreifen. Beim Genius-Stift muss man immer erst die richtige Haltung finden und das Ding aus dem Standby-Betrieb zurückholen. Das hat Penclic mit der Knolle deutlich besser gelöst.

Die Tatsache, dass ich nicht einfach getestet und die Penclic wieder eingepackt habe, spricht sicher für sich. Ich fühle mich durchaus wohl mit dem Teil. Allerdings muss ich zur Ehrenrettung meiner Logitech-Maus sagen: Damit arbeite ich ebenso gern, und die kommt demnächst auch wieder zum Einsatz, weil kabellos.

Fazit zur Penclic D2 Maus

Für wen ist die Penclic geeignet? Eigentlich für jedermann. Nur warum rund 60 Euro investieren, wenn man keinen besonderen Grund hat – normale Mäuse gibt’s für deutlich weniger Geld.

Vermutlich könnte die Stiftform bei Senioren gut ankommen. Noch gibt es ja hier und da Späteinsteiger, die im Rentenalter E-Mail, Skype oder gar Facebook für sich entdecken, um mit Kindern und Enkeln in Verbindung zu bleiben. Und wer vorher im Berufsleben keine oder wenig Berührung mit Computern hatte, findet die Hand-Augen-Koordination mit einer herkömmlichen Maus gewöhnungsbedürftig. Und: Penclic schafft eine grundlegend andere Haltung bei der Mausbedienung, so dass man annehmen darf, dass damit das “Maus-Arm-Syndrom” (MAS) tatsächlich gemindert oder verhindert werden kann.

Die Penclic Maus gibt es kabellos oder -gebunden, und sie funktioniert mit Windows ab XP, mit Mac OS X ab Version 10.1 und mit vielen Linux/BSD-Varianten. Verkauft werden die Alternativ-Mäuse hierzulande bei speziellen Büroausstattern und bei Amazon. Weitere Informationen auf der offiziellen Penclic-Website.

 

Gabriele Remmers

Gabriele Remmers schreibt gelegentlich als freie Autorin bei neuerdings.com. Sie interessiert sich für Fotografie, aber auch sonst für alles, was irgendwie “klick” bei ihr macht.

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