Kickstarter Cordcruncher im Kurztest:
Kopfhörer, fantastisch elastisch

Vor Kurzem haben wir über das Kickstarter-Projekt “Cordcruncher” berichtet: Kopfhörer, die sich nicht in der Tasche in ein Kabelknäuel verwandeln. Jetzt brachte uns der Kurier ein Vorabmodell für einen Kurztest.

CordCruncher Kopfhörer (Bilder: frm)

CordCruncher Kopfhörer (Bilder: frm)

Gerade bei den Alltagskopfhörern, die man eben mal schnell in die Tasche stopft, nervt es ungeheuer, dass man sie jedes Mal entwirren muss, wenn man sie wieder hervorzieht. Das Kickstarter-Projekt Cordcruncher verspricht, das zu ändern. Aber es ist eine Sache, darüber zu lesen, und eine andere, Cordcruncher tatsächlich auszuprobieren. Deshalb folgt hier dieser Kurztest.

Idee und grundlegende Mechanik sind so einfach wie genial: Das dünne Kopfhörerkabel, das sich so gerne verheddert, wird bei Cordcruncher von einer sehr elastischen Gummihülle gebändigt. Das eine Ende ist am Stecker befestigt, das andere ist frei beweglich.

Die kurze Gummihülle lässt sich über die gesamte Länge der Kabel ausdehnen und fängt sie beim Zusammenziehen wieder ein. Das ist das ideale Spielzeug für Musikliebhaber, die ihre Hände nicht stillhalten können. Der folgende Clip zeigt die Cordcruncher und ihren Mechanismus aus der Nähe.

Kickstarter Cordcruncher im Kurztest: Kopfhörer, fantastisch elastisch
CordCruncher KopfhörerCordCruncher KopfhörerCordCruncher KopfhörerCordCruncher Kopfhörer
CordCruncher KopfhörerCordCruncher KopfhörerCordCruncher KopfhörerCordCruncher Kopfhörer als Armband

Musik: Juanitos: Hola Hola Bossa Nova

Eben noch Kopfhörer, jetzt schon ein Armband

Das Einfangen der Kabel funktioniert wirklich gut und macht Spaß. Man muss nur darauf achten, die Cordcruncher an den Griffstücken am Ende der Gummihülle zu halten, dann gleiten die Kabel flüssig aus der Hülle und wieder hinein.

Obwohl sie so dünn sind, machen die Kabel nicht den Eindruck, als würden sie schnell kaputtgehen, aber die Haltbarkeit lässt sich in so einem kurzen Test auf die Schnelle natürlich nicht überprüfen.

Wer den Klinkenstecker in das Ende mit den Kopfhörerkabeln steckt, kann die Cordcruncher auch um den Hals oder als Armband tragen. Nicht nur aus Gründen der Ästhetik ist das aber wohl eher etwas für Teenager. Bei mir sitzen die zusammengeschnurrten Cordcruncher mit rund 40 cm Länge etwas zu eng um den Hals.

Kindertaugliches System (in Maßen)

Ausgezogen haben die Kopfhörerkabel die übliche Länge von rund 120 cm. Diese Spannweite müssen die Arme also ungefähr haben, um die Cordcruncher ganz in die Hülle ziehen zu können. Meine elfjährige Tochter hatte damit keine Probleme, aber bei kleinen Kindern fehlen eventuell ein paar Zentimeter. Ich habe nur leider gerade keine zur Hand, um das auszuprobieren. ;-)

Klangwunder darf man sicher nicht erwarten, aber für den Preis klingen die Cordcruncher ziemlich gut, etwas leiser zwar als die beyerdynamic MMX 41 iE, mit denen ich sie verglichen habe, aber für den Alltag völlig okay.

Preis, Verfügbarkeit und Fazit

Wer sich selbst ein Paar Cordcrunchern sichern möchte, kann das Kickstarter-Projekt noch in den nächsten Tagen mit 20 US-Dollar (rund 15 Euro) unterstützen, plus 5 US-Dollar (3 Euro) für den internationalen Versand. Wer gleich mehrere Exemplare kauft, bekommt auf diesen günstigen Preis sogar noch einen Rabatt: Für 50 US-Dollar (38 Euro) gibt es beispielsweise drei Stück. Die Cordcruncher sind in den Farben Blau, Weiß und Rot erhältlich und werden im Mai an die Käufer verschickt.

Mein Fazit: Für das kleine Geld bekommt man ungewöhnliche Alltagskopfhörer, die man mit Sicherheit nicht enttoddern muss, wenn man sie aus der Tasche zieht. Nicht zuletzt befriedigen sie auch noch den Spieltrieb. Der muskelaufbauende Effekt beim Langziehen der elastischen Hülle ist allerdings zu vernachlässigen und mit einem Body-Tube (Affiliate-Link) nicht zu vergleichen. ;-)

Mehr Infos gibt es auf Kickstarter und auf der Seite von Cordcruncher – nicht erschrecken, dort startet beim Aufrufen gleich ein Film.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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5 Kommentare

  1. am anfang war ich von der idee begeistert, da bin ich allerdings noch davon ausgegangen, dass es nur um den schlauch an sich geht, den man an einem x-beliebigen kopfhörer befestigen kann.
    dass allerdings die kopfhörer mitgeliefert und fest verbunden sind, macht das ganze schon wieder absolut unbrauchbar, da man in der preisklasse einfach keine ordentlichen kopfhörer bekommt, schon garnicht mit dem cordcruncher zubehör.

    wer bereits teurere kopföhrer (shure, sony, akg, teufel…) im preissegment von 50 – 300 eur besitzt, wird diese wohl kaum gegen minderwertige austauschen, bloß weil das kabelmanagement besser ist.

    man solle überlegen ob es nicht auch möglich wäre, die kabelhülle einzeln zu verkaufen. dann wäre das teil sofort in meinem einkaufswagen.

  2. Benötige ich bei meinen EP630ern und meinem Sansa Clip+ nicht.

  3. Cool, solche hol ich mir. Habe immer das Problem mit Kabelsalat in der Jackentasche – zwar hab ich mir bereits mal eine Dose geleistet, in der man die Kopfhörer aufwickeln kann, aber das ist mir dann doch immer zu umständlich. So gehts wohl einfacher ;)

  4. Also mich würde es interessieren ob man diesen überzug auch so selbst an Kabel anbringenkann???? Wenn ja dann brauch ich so ein gummi in rot würde mich auf antwort freuen…

    • Die Cordcrucher gibt es nur als Einheit. Theoretisch könnte man sicherlich versuchen, sich ein paar eigene zu bauen, praktisch kommt es auf die im Einzelfall verwendetenKopfhörer an (Kabeldicke, Anschluss-Stück am Stecker) und auf die persönlichen handwerklichen Fähigkeiten.

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