Genius Ring Presenter im Test:
Ringen statt Mausen

Wie ein Schmuckstück für “Geek Girls” sieht der Genius Ring Presenter auf den ersten Blick aus. Ein Fazit aus dem Test: Die ringförmige Alternativ-Maus hat ihre Stärken vor allem im Zusammenspiel mit Powerpoint.

Ring Presenter im Gebrauch (Foto: gar)

Ring Presenter im Gebrauch (Foto: gar)

Vor Kurzem hatte ich schon die “Pen Mouse” im Test, eine Maus-Alternative in Stiftform. Das Gerät konnte ergonomisch nicht überzeugen. Heute geht es um ein anderes Produkt des selben Herstellers namens Genius: den “Ring Presenter”. Ihn kann man als Maus-Ersatz einsetzen oder als Fernsteuerung für Powerpoint-Präsentationen. In sechs Farben wird dieses Gadget erhältlich sein. Wie auf den Bildern zu erkennen, zieht man es über den Zeigefinger und bedient es dann mit dem Daumen. Aber wie gut funktioniert das in der Praxis? Meine Eindrücke sind da gemischt.

“Schmucke” Präsentationen

Wer häufiger vor Publikum spricht, kennt das leidige Problem: Entweder ist man an das Rednerpult gefesselt, um selbst im richtigen Moment die nächste Folie anzuklicken. Oder jemand anderes übernimmt das Klicken, der die Präsentation dann aber gut kennen muss. Es gibt natürlich auch andere Geräte, etwa “Wireless Presenter” von Logitech oder “Media Pointer” von Genius, die einem hier helfen.

Genius Ring Presenter
Bedienung (Foto: gar)Ring PresenterVerpackung des Ring Presenters (Foto: gar)Rückseite der Verpackung (Foto: gar)
Ring Presenter mit Zubehör (Foto: gar)Zubehör (Foto: gar)Ring Presenter mit Picodongle (Foto: gar)Ring Presenter (Foto: gar)

Der Ring Presenter ist klein und abgesehen von der Farbe unauffällig. Er hat insgesamt fünf Tasten, davon ist eine gleichzeitig ein Touch-Sensor zur Cursor-Steuerung. Die Belegung der Tasten für die Powerpoint-Steuerung ist ganz einfach zu lernen, und nach nicht einmal fünf Minuten kann wahrscheinlich jeder geübte User damit umgehen. Ein Druck auf “12 Uhr” startet oder beendet eine Präsentation, rechts und links (“3 Uhr” und “9 Uhr”), navigieren vor und zurück durch die Folien. Man kann sich währenddessen ziemlich ungeniert durch den Raum bewegen: In normaler Bürogröße kommt man zumindest nicht an die Grenzen der Reichweite.

Neben der Folien-Navigation kann man mit dem integrierten Laserpointer einzelne Punkte herausgreifen. Die zuständige Taste ist “6 Uhr”.
Fazit für den Präsentationsmodus: Funktioniert super und ist kinderleicht zu erlernen.

Maus-Ersatz oder Reinfall?

Weniger glücklich war ich beim Testen der Mausfunktion. Der Sensor reagiert sprunghaft und nicht fein genug. In den Einstellungen lässt sich die Auflösung zwar nachjustieren, aber die Sensorfläche bleibt klein. Kontrollierte Mausbewegungen führen auch bei diesem Gadget eher zum Hand-Krampf. Mit etwas Übung funktioniert aber auch hier alles einwandfrei. Wer aus Platzgründen den Ring Presenter statt einer Maus einsetzen will oder muss, könnte mit diesem Gerät sehr glücklich werden.

Fazit zum Maus-Modus: Funktioniert mit Übung super, für präzise Bedienung ist auf jeden Fall Training angesagt.

Was mir generell nicht gefällt

Der Laserpointer geht – bei meinem Testmodell – auch im Maus-Modus an, man kann ihn also aus Versehen einschalten. Das finde ich unglücklich, denn der direkte Blick ins Laserlicht ist ja nicht erstrebenswert. Grundsätzlich bin ich aus dem Grund auch kein Fan von Laserpointern.

Außerdem ist es fraglich, ob der Ring Presenter für durchschnittliche bis große Männerhände geeignet wäre – für meine relativ kleinen Hände und schlanken Finger ist die Größe genau richtig, aber bei dickeren Fingern und breitem Daumen dürfte die Bedienung schwierig werden.

Weitere Infos

Der Hersteller Genius gibt eine Akkulaufzeit von etwa 10 Stunden an, der integrierte Laserpointer hat eine Reichweite von etwa 10 Metern. Ab April 2012 soll das Gerät erhältlich sein. Es funktioniert mit Windows 7/Vista/XP oder ab Mac OS X 10.6. Die Verbindung wird per Mikrodongle und 2,4-GHz-Funkfrequenz hergestellt. Mehr Informationen zum Genius Ring Presenter gibt es hier direkt beim Hersteller.

Ein Preis wurde noch nicht genannt. Der Vorgänger “Ring Mouse” ist auf Amazon für rund 40 Euro erhältlich. (Affiliate-Link)

 

Gabriele Remmers

Gabriele Remmers schreibt gelegentlich als freie Autorin bei neuerdings.com. Sie interessiert sich für Fotografie, aber auch sonst für alles, was irgendwie “klick” bei ihr macht.

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Ein Pingback

  1. [...] auszuüben. Allein in den letzten paar Monaten hatten wir hier auf neuerdings.com schon den Genius Ring Presenter, den Ringbow Controller und Ringe in Patenten zur Augmented-Reality-Brille Google Glass. In Zukunft [...]

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