Commodore C64 und Amiga:
Legenden sterben nie

Commodore USA hält Legenden am Leben: Zum C64 gesellt sich jetzt auch ein “Amiga mini”. Computer-Legenden erhalten so eine zweite Chance.


C64 (Quelle: Commodore USA)Amiga und C64 – den älteren und erfahreneren Lesern von neuerdings treiben diese beiden Produkte vielleicht auch heute noch kleine Schauer der Wehmut über den Rücken. Wer hatte ihn nicht zu Hause, den kleinen graubraunen Computer von Commodore, dessen Design an einen Brotkasten erinnerte, und verbrachte Nächte damit, seitenlange Programmlistings aus Computerzeitschriften abzutippen. Und was er alles konnte! Anlässlich seines 30. Geburtstag hatte neuerdings schon im Januar über den guten alten Brotkasten C64 und seine Fähigkeiten berichtet.

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Amiga mini

Amiga mini (Quelle: Commodore USA)

Amiga mini (Quelle: Commodore USA)

Neu im Programm bei Commodore USA gibt es nun den Amiga mini. Vom Vorfahren behalten hat dieser aber nur noch den Vornamen, alles andere musste aktueller Hardware und massentauglichem Design weichen. Das Gehäuse erinnert zwar ein wenig an einen Apple Mac mini, kommt aber um einiges voluminöser daher. Ausgestattet mit einer Vierkern-CPU mit 3,5 GHz, schnellem WLAN, Gigbit-LAN und einer großen SATA-Festplatte ist der Amiga von heute gut gerüstet. Zusammen mit der schnellen Nvidia-GeForce-Grafik sollte die Darstellung von hochaufgelöstem Video jederzeit flüssig sein und dank HDMI-Ausgang bietet sich der Einsatz als Wohnzimmer-PC geradezu an. Wenn da nicht der, für meinen Geschmack, horrende Preis wäre: In der Maximalkonfiguration möchte Commodore USA fast 2.000 US-Dollar für seinen Amiga haben.

C64 mit Hardware-Update

C64 (Quelle: Commodore USA)Außer dem Design hat die aktuelle Version des C64 wiederum kaum etwas mit seinem Vorfahren gemeinsam. Die integrierte Hardware ist weitestgehend zeitgemäß und wird von Commodore USA auf dem aktuellen Stand gehalten.

So kommt der gute alte C64 heute mit einer Intel Dual-Core.CPU daher und wird mit 2,13 GHz getaktet. 4 GB RAM und eine Grafikeinheit von Nvidia sorgen für einen angemessene Performance und die Konnektivität kommt mit Gigabit-LAN, schnellem WLAN und Bluetooth ebenfalls nicht zu kurz. In dieser Konfiguration möchte Commodore USA dann aber auch fast 1.300 US-Dollar dafür in Rechnung stellen. Als Barebone gibt es den C64 für deutliche günstigere 345 US-Dollar. Beide Konfigurationen gibt es derzeit aber wenigstens mit kostenlosem weltweiten Versand.

Commodore OS Vision

Passend zum C64 und Amiga gibt es von Commodore USA auch ein eigenes Betriebssystem. Aber schaut selbst:

Weitere Informationen, auch zu den Bestellmöglichkeiten, gibt es auf der Herstellerseite.

Fragt sich nur noch, wie sinnvoll diese Neuauflagen sind. Habt ihr dazu eine Meinung?

 

Frank Busch

Frank Busch ist einer der Autoren von neuerdings.com. Er ist Internetintensivnutzer, technikaffin und arbeitet hauptberuflich für ein amerikanisches Software-Unternehmen.

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