Kuriose Statistik:
Deutsche verlegen alle drei Jahre ihr Handy (Berliner sogar jährlich)

Bevor du weiterliest: Wo ist eigentlich dein Handy? Viele werden den routinemäßigen Kontrollgriff zum Handy kennen, denn gerade in Zeiten der Smartphones ist ein Verlust richtig schmerzhaft. Eine Statistik zeigt: Handy-Vergesser sind in bester Gesellschaft.


Berliner wissen in etwa so oft wie New Yorker nicht, wo ihr Handy abgeblieben ist.

Berliner wissen in etwa so oft wie New Yorker nicht, wo ihr Handy abgeblieben ist.

Verlorene Handys könnten sich in diesem Jahr allein in Deutschland auf einen Schaden von 700 Millionen Euro summieren, sofern sie nicht wiedergefunden werden. Das jedenfalls sagt das Unternehmen Lookout und verweist dabei auf die eigene Handy-Verlust-Studie. Auf dieser Website könnt ihr euch die Ergebnisse selbst anschauen. Beim Herumspielen mit den Grafiken erfährt man auch einiges über die Unterschiede weltweit oder in welcher US-amerikanischen Stadt besonders häufig Handys verloren gehen.

Weitere interessante und kuriose Zahlen aus den Ergebnissen habe ich euch einmal im Folgenden aufgelistet.

Studie Mobile Lost And Found
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Berliner Handynutzer sind deutlich schusseliger als Zürcher

  • Im Schnitt müssen Deutsche alle drei Jahre nach ihrem Handy suchen.
  • Berliner suchen sogar einmal jährlich nach ihrem Mobiltelefon und damit doppelt so häufig wie Münchner, Kölner und Hamburger.
  • Während des Kölner Karnevals 2011 war die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts noch einmal 30 Prozent höher als sonst. Während des Karnevals in Paris stieg die Wahrscheinlichkeit gar um 72 Prozent.
  • Im Gegensatz dazu verlegen Zürcher ihr Handy nur alle vier Jahre.
  • Am häufigsten geht ein Mobiltelefon im Hotel verloren. Danach folgen auf Platz 2 Bars/Kneipen und auf Platz 3 Clubs/Discos.
  • Zwei Drittel aller Handys gehen zwischen 21.00 Uhr und 2.00 Uhr verloren oder werden gestohlen.
  • Allein an den Weihnachtsfeiertagen kamen weltweit Handys im Wert von 11 Millionen US-Dollar (rund 8,3 Millionen Euro) abhanden.

Hintergrund: Für die Studie hat Lookout nach eigenen Angaben anonymisierte Daten von 15 Millionen Nutzern weltweit ausgewertet, davon mehrere hunderttausend in Deutschland. Insgesamt ortete Lookout vergangenes Jahr neun Millionen Smartphones im Auftrag seiner Kunden, wie aus dieser Pressemitteilung hervorgeht.

“Verloren” meint im Zusammenhang dieser Zahlen also: Ein Lookout-Kunde hat den Dienst genutzt, um sein Handy zu lokalisieren. Diese Zahlen wurden dann auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet. Da hohe Zahlen im Sinne des Unternehmens sind, muss man die Angaben logischerweise mit einer gewissen Grundskepsis betrachtet. Aber interessant sind sie dennoch.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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8 Kommentare

  1. Also verstehe ich das richtig… jedes Mal wenn ich das IPhone meiner Frau bzw. Sie, mein IPhone per iCloud -IPhone Suchen- lokalisiere gilt das in deren Augen als verloren ?

    Oh, dass wäre teuer… Wir nutzen diesen Dienst SEHR häufig. Diese apple eigene Suchfunktion ermöglicht, dass wir uns in der Stadt zum Shoppen auch mal trennen um uns anschließend wieder zu orten. :-)
    Also wir verlieren, in diesem Zuge, unsere iphones bis zu 100X im Jahr.
    :-)

    • Sie werten ihren eigenen Dienst aus. Da geht es um diverse Sicherheitsfunktionen vor allem im Business-Umfeld und eben auch um dieses Feature.

  2. Brrr, nimm das i bei Züricher raus, d.h. ‘Zürcher’

  3. Ich kauf spätestens nach 2 Jahren ein neues Händy, kommt als statistisch nie vor, es nach 3 Jahren zu verlieren.

    Wer sich gegenseitig und ständig orten will, kann dazu auch Google Latitude nehmen. Das geht ohne Kosten und ohne eine anfrage extra zu senden,

  4. Achso, ok dann hab ich`s “geschnallt”. Dachte schon.
    @mega, stimmt alle 24 Monate gibt’s ohnehin, per Vertragsverlängerung, ein Neues da “verlieren” wohl so einige die alten Teile. Und wenn diese verschenkt werden. :-)

  5. Ich meinte das eigentlich nur rein Statistisch, das ein Händy keine 3 Jahre alt wird.

    Aber wo wir dabei sind: Verträge mit Händy lohnen heute eigentlich nicht mehr. Da nimmt man besser einen Tarif direkt von einem Netzbetreiber oder dessen Discount-Marke, der ohne GG auskommt. Und das Händy kauft man dann besser einzeln.

  6. Ja, dass habe ich schon des Öfteren gehört. Einige meiner Bekannten beziehen
    Ihre Handy`s direkt und buchen die geringsten Tarife.
    Ist wahrscheinlich ein Rechenexempel wenn es bspw. um ein Smartphone mit Flatrate (Internet) geht.

    @Christian,

    das mit den Zürchern und Zürichern ist so ne Sache.
    So wie ich das, in den Jahren, verstanden hatte dürfen sich echte Eidgenossen Zürcher schimpfen.
    Frisch zugezogene Hektiker (meist Frischlinge nicht privater Banken) und neureiche Yuppies mit hochgeklappten Burberry-Hemdkrägen, sind als (Ja-ja-die) Züricher zu betiteln und gelten NICHT als “wahre” Schweizer.

    Sollte man sich nach Monaten verinnerlicht haben, dass Understatement ein höheres Ansehen genießt als plakativ präsentierte Labels kommt man dem Zürcher schon ziemlich nahe. Zudem besitzt eine Tüte Luxemburgerli von Sprüngli mehr Stil als eine Hermes Birken bag (for men) und schon wird man nicht mehr
    als Züricher verschrieen oder als Tourist verwechselt.

    Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Zumal man mir auch schon einen “Züricher” nachsagte. Vor einigen Jahren, in Luzern, mit hochgeklapptem (Burberry) Kragen im de Balance.
    Schon scheiße, wenn zwei süße Mädels zu einem rüberblicken und abwertend:,,lueg a mol en Züricher” spotten. :-)

    Die Ausnahme der Regel stellen natürlich reiche, ansässige Russen oder (die wenigen noch verbliebenen reichen) Amerikaner dar. Allerdings streben diese nur selten Bekanntschaften mit Gebürtigen an und wollen (meist) als “Außenseiter” auch verstanden werden. :-))

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