Coverbee Diamanten-Laptophülle:
Die 11-Millionen-Dollar-Tasche

Coverbee stellt eine Laptophülle vor, die mit über achttausend Diamanten besetzt ist – entsprechend stolz ist auch der Preis.

Coverbee Diamant-Laptophülle {pd Coverbee;http://www.coverbee.de/laptophulle/diamant/}

Coverbee Diamant-Laptophülle (Quelle: pd Coverbee)

Es gibt ja schon viele Gelegenheiten sein Geld loszuwerden, aber das hier ist nach meiner immerhin fünfzigjährigen Lebenserfahrung die abgefahrenste: Coverbee verkauft dem, der es möchte, eine Laptophülle, die mit 8.800 Diamanten besetzt ist. Und das sind echte Diamanten – keine schnöden Glaskristalle, wie sie beispielsweise Swarovski auf alles pappt, wo Klebstoff hält.

Als «krönender Abschluss» ist der Rand der Diamanten-Tasche aus echtem Zobelfell – aus praktischen Gründen selbstverständlich, damit die edlen Steine nicht das Notebook verkratzen. So viel edles Material hat natürlich seinen Preis: auf 11 Millionen US-Dollar taxiert Coverbee seine Tasche und liefert sie auch nur an «ernsthafte Interessenten» aus.

Hier klingelt nicht DHL an der Tür…

Stichwort Auslieferung: Um die armen DHL- und Hermes-Fahrer nicht in Versuchung zu führen, bringt die Tasche die Firma «Brinks», die sonst Goldbarren und andere Wertsachen transportiert.

Über den Sinn dieser Tasche brauchen wir kein Wort zu verlieren: Es wird in dieser Welt durchaus häufig noch mehr Geld für noch Überflüssigeres ausgegeben. Ich hätte eher Probleme mit dem Fellrand, denn nachher bespritzt noch jemand meine wertvolle Tasche mit roter Farbe…

Auf der Website zur Diamanten-Laptophülle beschreibt Coverbee den aufwändigen Herstellungsprozess und die Philosophie hinter der Tasche: Trotz aller Armut – solange jemand so etwas kaufen will, sei die Welt noch in Ordnung.

P.S.: Wem Diamanten dann vielleicht doch etwas zu dick aufgetragen sind, kann es auch bodenständiger haben. Hier hatte ich euch die Lederhosen-Laptophülle von Coverbee vorgestellt…

 

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10 Kommentare

  1. “solange jemand so etwas kaufen will, sei die Welt noch in Ordnung”

    Ja, sicher, solange man sich durch Ausbeutung anderer noch ausgiebig bereichern kann, um sich so einen Mist zuzulegen, ist für einige wenige die Welt noch in Ordnung. Das ist mit Abstand eine der dümmsten, abgehobensten und arrogantesten Aussagen, die ich JEMALS gehört habe. Wer diesen mentalen Dünnschiss von sich gibt, sollte mal seinen Palast verlassen und sich ein wenig in der Welt umsehen, von der der Grossteil nämlich alles andere als in Ordnung ist. Anfangen kann er direkt dort, wo die Diamanten für dieses Produkt, dessen Dekadenz mir nur Übelkeit verleiht, abgebaut werden.

  2. Und ich dachte meine L&V Tasche für`s iPad / Macbook air schieße über`s Ziel, aber dass hier baut mich auf :-)

    @Viator,
    ich stimme Dir voll zu !!!
    Auf dieser Welt gibt es für den Großteil unserer Mitbewohner keine Gerechtigkeit.
    Nur funktioniert, heute wie damals, Unterdrückung durch die Androhung und Ausübung von Gewalt durch Waffen.

    Und da wir (in Deutschland) auf Platz 3 des weltweiten Waffenexports liegen, ist wohl davon auszugehen das auch die ,,veganische, gegen die Ausbeutung der 3. Welt demonstrierende” Gymnasiallehrerin, indirekt davon profitiert.
    Und da reicht schon der schicke “Porsche-Design-Toaster” von Siemens. Und zack hat man eine Leopard 2 Kanzel mitfinanziert. Die Dinger sind tatsächlich von Porsche, da Porsche lediglich “nebenbei” auch Autos produziert…

    Ich heiße dies bestimmt nicht für gut, allerdings bin ich der Meinung dass es nicht ständig angesprochen gehört, vor Allem dann nicht, wenn man selbst die 3. Welt nie betreten hat und “nur” aus dem Focus oder Spiegel kennt.

    • Ich meinte es doch noch etwas anders. Erst einmal benötigt man weder (direkte) Gewalt, noch Waffen, um andere zu unterdrücken. Unser System ist darauf ausgelegt, andere allein dadurch unterdrücken und ausbeuten zu können, dass man Verfügungsgewalt über Resourcen hat, die andere für ihre Existenz (bzw. Einkommen) benötigen. Sowas nennt man hydraulischen Despotismus. Man hat als “ehrlicher Arbeiter” keine 11 Millionen für Schnickschnack übrig. Mit ein paar wenigen Ausnahmen kommt man dadurch zu soviel Besitz, indem man andere für sich arbeiten lässt, und sei es auch nur indirekt durch Geldanlagen – Geld arbeitet nämlich nicht selbst. Im nicht seltenen Extremfall sind es billige Arbeiter ggf. im Ausland, die gezwungen sind, sich für das Mindeste – und oft nicht mal das – zu verkaufen. Das nennt man dann schlicht und unverfänglich Profitmaximierung. Solange noch Menschen dadurch zugrunde gehen, dass ihnen lebensnotwendige Resourcen fehlen, halte ich es für völlig unmoralisch, dass wir als Gesellschaft einzelnen überhaupt derartig unverschämten Reichtum erlauben. (Das sieht sogar unser Grundgesetz so – “Eigentum verpflichtet…”, aber das wird natürlich praktisch ignoriert – “…zu nichts”.) Eigentum, Besitz, Reichtum sind nichts anderes als Resourcen, über die jemand verfügt und sie dabei gleichzeitig allen anderen entzieht, gerechtfertigt allein durch eine Regelung (Gesetz) und indirekte Gewalt (Strafandrohung). Nutzen dürfen es andere dann höchstens zum Profit der Eigner (Kapitalismus). Es geht dabei nicht mehr darum, das Notwendige und vielleicht etwas darüber hinaus zum Leben zu haben, sondern um Macht = Die Möglichkeit anderen den eigenen Willen aufzuzwingen. Ich sage nicht, dass Besitz an sich unmoralisch ist, aber es gibt durchaus Grenzen. Die sind bei denjenigen, die solche Produkte erwerben können klar überschritten. Das ist der Grund, warum ich solche Produkte, die nicht nur durch Ausbeutung (Stichwort: Minenarbeiter) entstanden sind, sondern auch nur von Ausbeutern bezahlt werden können, einfach geschmacklos. Dabei sieht unsere perverse Gesellschaft solche Dinge sogar noch als erstrebenswerte Statussymbole an. Mit 11 Millionen liesse sich richtig eingesetzt viel Leid mindern. Diese stattdessen für etwas völlig Überflüssiges auszugeben, an dem so schon Blut klebt, ist meiner Meinung nach verwerflich. Aber die Mächtigen und Reichen sind es mit Sicherheit nicht aus Barmherzigkeit, auch wenn sich einige gerne so präsentieren, indem sie einen Bruchteil ihres Reichtums für oft noch pseudogemeinnützige Zwecke öffentlichkeitswirksam einsetzen.

      Die Antwort ist jetzt doch etwas umfangreicher ausgefallen, als geplant. Sorry.

  3. Ich habe mir die Tasche, letzte Woche, für mein mit swarovski-Steinen besetztes Notebook gekauft. Sieht toll aus.
    Leider kann ich das Notebook aber jetzt nicht mehr aufladen und benutzen, da ich meine Stromrechnung nicht mehr bezahlen konnte.

    Ist aber nicht schlimm. Das Notebook, samt Tasche, verhindert wenigstens, dass meine ganzen Mahnungen wegen dem Wind vom Schreibtisch fliegen…

    Hat sich echt gelohnt!

  4. @Viator,
    trotz der Weisheit aus Deinen Beschreibungen unserer Situation bleibt die Erkenntnis aus.
    WIR sind DIE !

    Minenarbeiter unterscheiden ebenso wenig zwischen unseren Eheringen und Laptophüllen wie Näherinnen zwischen Kik und Burberry.

    Der Unterschied zwischen jenen Menschen und uns liegt in der Freiheit dagegen vorzugehen.
    Nur warum sollten wir dies wollen? Zumal unsere Industrienationen Jahrhunderte benötigten um diesen Zustand zu ermöglichen.

    Das Wasser läuft aus der Leitung, der Arzt behandelt unsere Krankheiten, der Staat sorgt für Sicherheit.
    Der Gedanke das es auf dieser Welt ein Volk gäbe, welches 300Liter reines Trinkwasser in ein Gefäss füllt um sich darin zu Waschen um es nach 20 Minuten wegzuschütten , erregt bei über 85% der Weltbevölkerung wohl eine ähnliche Emotion aus wie bei Dir zum Thema Laptoptasche.

    Es liegt bei uns ein Flugzeug zu besteigen und einer von Jenen zu werden welche Du beklagst.
    Auch das ist es was “Freiheit” bedeutet und die tatsächliche Perversion liegt darin, spaß daran zu haben sich darüber auszulassen. Es ist ein Frage und Antwortspiel:,,wer weiß mehr”.
    Denn wenn wir ehrlich sind ist bereits das kleine Lämpchen am Fernseher dekadent. Denn nur in Deutschland benötigen wir jährlich die Energie eines Atomkraftwerkes um unsere Systeme in Standby zu lassen und mit 500.000.000 € ließen sich ganze Regionen unterstützen.
    Aber prompt steigen die Löhne und wer will schon teuere Sneakers ?!

    • “Wir” sind nicht “Die”. Wie ich schon sagte, es gibt Grenzen. Aber sicherlich kann jeder von uns etwas tun. Ich bemühe mich, meinen Teil beizutragen, durch die Art, wie ich lebe, was ich kaufe, was ich tue. Spass macht das nicht, aber es gibt eben Wichtigeres. Ich finde die derzeitige Situation sehr frustrierend, glaube aber, dass die meisten – auch hier – tatsächlich Opfer eines Systems sind, dass von “Denen” gefurcht wurde, von denen ich aber auch viele als Opfer ansehe, die sich in einem perversen Spiel vorteilhafter positionieren konnten.

  5. Absoluter Quatsch so etwas, jedoch wird es wohl auch für diese Hülle mindestens einen Abnehmer geben, denn sonst würde sie wohl nie produziert werden…

  6. Interessant, welche Diskussionen allein die Ankündigung eines solches Objektes auslöst. Nach Lektüre des gesamtes Textes auf der CoverBee Website bin ich allerdings der Meinung, dass genau dies beabsichtigt wurde – und nur dies (abgesehen natürlich von einem Publicityeffekt für die eigene Marke). Ich vermute, dass diese “Tasche” ein reines Phantasieprodukt ist. Mal sehen…

  7. Jenseits der Diskussion halte ich die Laptoptasche doch für ein PR-Erzeugnis. Der Werbetext mutet auch stellenweise satirisch an, das ist kein Zufall. These: Die Tasche gibt es nicht, und es gibt weder die Hoffnung auf Kunden noch Pläne, sie zu produzieren.

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