Olympus OM-D:
Ein kleiner Vorgeschmack auf Unbekanntes

Eine neue Olympus kündigt sich an und möchte in die Fussstapfen der berühmten OM-Serie treten. Genaue Details verrät der Hersteller jedoch noch nicht.


Olympus OM-D {4/3 Rumours;http://www.43rumors.com/ft5-one-more-pic/}

Olympus OM-D (Quelle: 4/3 Rumours)

Olympus stand einst für professionelle Fotografie – für Kameras, die billiger als die Konkurrenz sind, leichter, kleiner, haltbarer und trotzdem ganz vorne an der Spitze mitspielten. Legendäre Modelle wie die einstige OM-1 oder OM-2, baumelten um einige der berühmtesten Fotografenhälse ihrer Zeit – das war in den 70er und 80er Jahren.

Auch meine ersten fotografischen Erlebnisse geschahen mit einer Olympus aus der OM-Serie, die bis heute noch treu ihre Dienste verrichtet. Doch die Zeiten ändern sich: die japanische Firma hat viel Boden gegen die Konkurrenz verloren, weil man den Start der Digitalkameras verschlief und viele Kunden mit einem merkwürdigen Speicherkartenformat, der xD-Card, vergraulte.

Mit der OM-D-Reihe möchte Olympus offenbar versuchen, an die glorreichen Zeiten anzuknüpfen. In einer angeblich durchgerutschten Werbung, beschreibt der Hersteller sein Modell als «groundbreaking» und beschwört den Beginn einer völlig neuen Ära von Spiegelreflexkameras herauf, nämlich solchen ohne Spiegel. Die Schwerpunkte sollen auf Gewicht und Größe gelegt worden sein. Allerdings finden sich keinerlei technische Angaben dazu.

Hervorgehobene Funktionen wie elektronischer Sucher, der das Bild so darstellt, wie es aufgenommen wird oder die angesprochene Absenz eines Spiegels, sind kein Novum. Auch Wechselobjektive gibt es schon seit längerem. Worauf dürfen wir uns also freuen? Was am Design auffällt: Die kleine Erhebung, bei der Firmennamengravur, diente damals dafür, das Licht über einen Spiegel in den Sucher zu spiegeln. Ist das Nostalgie, oder springt da ein Kuckuck heraus?

Olympus hat mich in den letzten Jahren enttäuscht. Ich hoffe inständig, dass die Japaner jetzt eine wirkliche Überraschung aus dem Hut zaubern! Warten wir es ab.

Via 4/3 Rumours.

 

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3 Kommentare

  1. Unter Micro Four Thirds Usern wird die “OM-D” als Premiummodell der bestehenden m.43 Linie gehandelt, sprich die erste, mit eingebautem Viewfinder. Wirklich entscheidend wird aber eher der Sensor sein, der ist bei m.43 zurzeit klar die Achillesferse und entspricht nicht mehr dem Stand der Zeit. Ansonsten überzeugen die micro four thirds Kameras von Olympus durchaus, da gibt es eigentlich nichts zu meckern.

  2. …” sprich die erste, mit eingebautem Viewfinder.” Na ja da gibt es noch die G1, Gh1, die GH2, die G3 …von Panasonic erstere 2008 erschienen und hatte schon eingebauten Viewfinder.

    Vorteil M43, die Objektive können kleiner gebaut werden. Was nützt eine Nex von Sony, wenn ich vorne fast nur “kiloschwere- voluminöse-Glas-Klotze” anschließen kann?

    Wer – wenn nicht Profifotograf – druckt noch größer als A4 oder A3 aus?

    Vorteil des M43 weiterhin. Ordentliches Bokeh (Schärfenuntiefe) beim Fotografieren und vor allem, was ja reine Filmkameras so gut wie gar nicht fertigbringen, beim Videodreh.

  3. Ok ich präzisiere: Die erste M43 Kamera von Olympus mit eingebautem Viewfinder. Panasonic hat das natürlich schon mehrfach gehabt, allerdings in ziemlich grossen DSLR-Style Bodies. Panasonic hat aber auch schon einen 16MP Sensor.

    Das gesagt bin ich sehr zufrieden mit der E-PL2, auch mit externem Viewfinder und relativ veraltetem Sensor. Zusammen mit der Panasonic Leica 25mm/1.4 eine tolle Combo.

Ein Pingback

  1. [...] letzten spiegellosen Systemkameras aus dem Hause Olympus, bekam nun kurzerhand – wie als Gerücht schon vor einigen Tagen aufgetaucht – die zweite Typenbezeichnung OM-D verpasst. Damit versucht Olympus an die OM-Legende [...]

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