GoPro HD Hero2 im Test (2/3):
Tolle Bedienung, guter Weißabgleich

Die GoPro HD Hero2 überzeugt bei der Bedienung mit Verständlichkeit und Einfachheit. Auch die Lichtausbeute ist überdurchschnittlich gut.


GoPro HD Hero2 - (Bild: kaz)

GoPro HD Hero2 - (Bild: kaz)

Im ersten Teil des Tests hatte ich die GoPro HD Hero2 schon mit viel Lob überschüttet – die konkreten Beweise liefere ich nun nach. Außerdem wollen wir uns den Einstellungen widmen und die Möglichkeiten ausloten, die diese Kamera noch zu bieten hat.

Leicht verständlich

Die Hero2 macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie ist «doppelt so gut» wie der Vorgänger. In Sachen Bedienung kann ich das nur bestätigen, denn aus dem groben LCD mit Taschenrechner-Buchstaben wurde ein Dot-Matrix-Display mit aussagekräftigen Icons. Vorbei sind die Zeiten der kryptischen Abkürzungen. Mit der neuen GoPro braucht es (fast) keine Bedienungsanleitung mehr, alles erschließt sich von ganz allein. So schaltet man im Nu durch die verschiedenen Modi: Videoaufzeichnung, Fotografie, Selbstauslöser, Zeitraffer und Einstellungen. Das Menü bedient man Vorzugsweise ohne das Klarsichtgehäuse, denn die Drücker sind mit Federn gelagert und haben einen ordentlichen Widerstand – gut gegen versehentliches Bedienen, schlecht für die Fingerkuppen. Im praktischen Einsatz stellt sich die «One-Button»-Einstellung schnell als optimalste Lösung heraus: Lange den unteren Knopf betätigen und schon kann die Abfahrt beginnen. Einfacher geht’s nimmer.

Einstell-Dich-Ein

Das Menü ist wie schon erwähnt übersichtlich, aber nicht erschöpfend. So können der Blickwinkel (FOV) und die Video-Auflösung oder die Bilder pro Sekunde verändert werden. Dummerweise aber nicht unabhängig voneinander. Im FullHD-Modus sind zwar 170°, 120° und 90° auswählbar, doch die Bildfrequenz kommt nicht über 25  fps hinaus. Umgekehrt sind bei 720p zwar bis zu 50 fps drin, aber nur bei 170° Blickwinkel. Glücklicherweise ist das kein Hardware-Defizit, sondern kann durch genügend Nörgelei bei GoPro und ein (hoffentlich baldiges) Firmware-Update schnell behoben werden. Für den Moment bedeutet dies aber, dass Slow-Motion-Videos «nur» mit 720p möglich sind.

GoPro HD Hero2 - (Bild: kaz)

GoPro HD Hero2 - (Bild: kaz)

Wie die Zeit verfliegt…

Die Hero2 ermöglicht auch Zeitrafferaufnahmen in beliebigen Intervallen von 1 Sekunde bis rauf zu 60 Sekunden. Leider hält der Akku in jedem Falle nur zwei Stunden durch. Zwar ist es möglich über ein USB-Ladegerät konstant Strom zu liefern – wieso ist bei einem Preis von EUR 350 kein Ladegerät dabei?! – doch dafür muss die Kamera aus dem wasserdichten Gehäuse entnommen werden. Ungeschützt schrumpfen die Einsatzorte auf trockene, vor Regen geschützte Gebiete zusammen. Der Zeitraffer-Modus schießt Bilder von 11 , 8 oder 5 MP-Größe und legt die Dateien ab 1000 Bildern zur besseren Sortierung in einem weiteren Ordner ab.

Zurückhaltend farbenfroh

Eine der wichtigsten Eigenschaften einer Kamera ist der Weißabgleich. Muss man nach der Aufnahme auch noch Rechenpower für den Farbabgleich opfern, dauert die Editierung am Ende länger als erwartet. GoPro leistet auch an dieser Stelle hervorragende Arbeit. Vorallem bei schnell wechselnden Lichtbedingungen reagiert die GoPro ruhig und zielsicher: Grelle Bildpunkte werden sanft abgeblendet, während der Rest des Bildes hell bleibt.

Fokussiert

Beliebter Streitpunkt bei Videokameras ist der Autofokus: Nervöses zucken, ein- und auszoomen und am besten noch hörbare Motorgeräusche vergällen dem Cineasten schnell die Freude an den eigenen Videos. GoPro entschied sich für die einzig sinnvolle Lösung: Fixfokus. Ab einer Entfernung von ca. 50-80 cm erscheint die Umgebung zusehends schärfer und wird durch die gute Lichtempfindlichkeit unterstützt. Es würde mich nicht wundern, wenn Tierschützer und Aktivisten eine GoPro auf ihre nächtlichen Eskapaden mitnehmen.

Vorläufiges Fazit

Die GoPro HD Hero2 ist ausgezeichnet in der Bedienung, eine Anleitung ist überflüssig. Durch den guten Weißabgleich und die hohe Qualität auch bei düsterem Licht kann man sich fast gar nicht mehr von ihr trennen.

Weitere Videos, die Audioqualität und wie dicht sie gegen Wasser ist sowie ein abschließendes Urteil erwarten uns im dritten Teil.


 

Mehr lesen

Panasonic HX-A500: 4K-Actioncam am Kopf

26.3.2014, 0 KommentarePanasonic HX-A500:
4K-Actioncam am Kopf

Als erste Actioncam ihrer Klasse kann die Panasonic HX-A500 4K-Videos mit 25 Bildern pro Sekunde (fps) aufnehmen. Durch ihre zweiteilige Bauart kann man beispielsweise das Objektiv an der Schläfe tragen, während sich das Aufnahmegerät in einem Case am Oberarm befindet.

GoPro Hero 3 ausprobiert: Wozu braucht man eine Actioncam, wenn man kein Extremsportler ist?

13.12.2013, 12 KommentareGoPro Hero 3 ausprobiert:
Wozu braucht man eine Actioncam, wenn man kein Extremsportler ist?

Die Werbefilme für Actioncams wie die GoPro Hero 3 sind immer mitreißend. Aber was macht man eigentlich mit so einer Kamera, wenn man nicht zufällig Fallschirmspringer, Downhillbiker oder Windsurfer ist? Sven Wernicke hat es einmal ausprobiert.

VicamPlus: Das iPhone 5 als wasserdichte, GoPro-kompatible Actioncam

14.2.2013, 0 KommentareVicamPlus:
Das iPhone 5 als wasserdichte, GoPro-kompatible Actioncam

Das VicamPlus-Case macht ein iPhone 5 nicht nur in Grenzen wasserdicht und spendiert ihm drei weitere Linsen für die Kamera, es ist zudem kompatibel zur bunten Welt des GoPro-Zubehörs.

Buhel G33 Intercom: Bluetooth-Brille mit Geräuschunterdrückung

6.2.2012, 4 KommentareBuhel G33 Intercom:
Bluetooth-Brille mit Geräuschunterdrückung

Die Buhel G33-Intercom Skibrille ermöglicht Quasseln ohne Umgebungsgeräusche und Musikübertragung - für bis zu neun Stunden.

Actionpro SD20F im Test (2/2): Der Konkurrenz eine Aufnahme voraus

27.12.2011, 5 KommentareActionpro SD20F im Test (2/2):
Der Konkurrenz eine Aufnahme voraus

Die Actionpro rehabilitiert sich durch ihre duchdachten Funktionen und mausert sich zu einem Preis-/Leistungssieger.

Actionpro SD20F im Test (1/2): Vorbild-Figur

19.12.2011, 10 KommentareActionpro SD20F im Test (1/2):
Vorbild-Figur

Die Actionpro SD20F will ein ständiger Begleiter bei aufregenden Sportarten und Unternehmungen sein. Hat sie das Zeug dazu? Dieser Test wird es zeigen.

GoPro Hero 3 ausprobiert: Wozu braucht man eine Actioncam, wenn man kein Extremsportler ist?

13.12.2013, 12 KommentareGoPro Hero 3 ausprobiert:
Wozu braucht man eine Actioncam, wenn man kein Extremsportler ist?

Die Werbefilme für Actioncams wie die GoPro Hero 3 sind immer mitreißend. Aber was macht man eigentlich mit so einer Kamera, wenn man nicht zufällig Fallschirmspringer, Downhillbiker oder Windsurfer ist? Sven Wernicke hat es einmal ausprobiert.

VicamPlus: Das iPhone 5 als wasserdichte, GoPro-kompatible Actioncam

14.2.2013, 0 KommentareVicamPlus:
Das iPhone 5 als wasserdichte, GoPro-kompatible Actioncam

Das VicamPlus-Case macht ein iPhone 5 nicht nur in Grenzen wasserdicht und spendiert ihm drei weitere Linsen für die Kamera, es ist zudem kompatibel zur bunten Welt des GoPro-Zubehörs.

Lehmann Aviation LA100: Automatische Drohne verleiht Actioncams Flügel

1.2.2013, 0 KommentareLehmann Aviation LA100:
Automatische Drohne verleiht Actioncams Flügel

Mit der LA100-Drohne von Lehmann Aviation kann man seiner GoPro-Actioncam Flügel verleihen: Beides zusammen ergibt eine automatisch fliegende Kamera. Für Spionage ist sie allerdings nur eingeschränkt verwendbar.

Scosche Boombottle ausprobiert: Sound to go

6.12.2013, 1 KommentareScosche Boombottle ausprobiert:
Sound to go

Scosche hat mit seiner Boombottle einen wetterfesten Bluetooth-Lautsprecher produziert, der sich transportieren lässt wie ein Coffee-to-go-Becher. Wir haben uns die Boombottle angehört und ausprobiert, wie alltagstauglich der Lautsprecher mit der ungewöhnlichen Form ist.

Eco Terra Boombox: Strandbeschallung mit wasserdichtem Audio Case

24.5.2013, 0 KommentareEco Terra Boombox:
Strandbeschallung mit wasserdichtem Audio Case

Die Eco Terra Boombox ist eine robuste Lautsprecheranlage, die sowohl sand- als auch wasserdicht ist und gleichzeitig Smartphone oder MP3-Player vor Witterungs- und Umwelteinflüssen schützt.

Earl E-Ink Outdoor Tablet: Das macht was mit

13.5.2013, 6 KommentareEarl E-Ink Outdoor Tablet:
Das macht was mit

Für all die Abenteurer dort draußen will Earl das passende Tablet sein. Es kommt mit rauen Umgebungen zurecht, bei denen andere Tablets längst aus Protest den Dienst einstellen. Und es bietet diverse nützliche Features.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder