Iridium Extreme:
Das Über-All-Telefon

Iridium stellt ein neues Handy vor, das dank Satelliten-Funk nahezu überall eine Verbindung herstellen kann.


Iridium Extreme {pd Dürr;http://www.expeditionstechnik.de/iridium/iridiumextreme01.jpg}

Iridium Extreme (Quelle: pd Dürr)

Das einzige Paket, das Chuck Noland (gespielt von Tom Hanks) bis zum Ende von «Cast Away» nicht öffnete, enthielt ein wasserdichtes Satellitentelefon mit Solarzelle. Wir mutmassen, es könnte glatt eines für das Iridium-Netz gewesen sein. Denn laut Auskunft des deutschen Vertreibers Expeditionstechnik Därr ist es das einzige Satellitennetz, das weltweit eine Verbindung ermöglicht.

An Telefone für Satellitenkommunikation stellen Anwender andere Anforderungen als an Smartphones. Deswegen sieht das neueste Gerät von Iridium, das Extreme, eher wie ein Nokia-Klassiker mit aufgeschraubtem Pistolen-Schalldämpfer aus, als wie ein modernes Kommunikationsinstrument. Und doch, man kann damit nicht nur telefonieren sondern es auch für Datentransfers nutzen: eine der neuen Funktionen ist ein WLAN-Hotspot, mit dem man die Daten vom Notebook via Iridium-Verbindung auf Reise schicken kann. Natürlich ist das noch nicht Alles:

Das Extreme hat nämlich auch einen GPS-Empfänger, der die Koordinaten erfassen und per Trackingfunktion verfolgen kann. Via Notrufknopf werden die an ein «Notrufzentrum» übermittelt, damit man auch in der Wüste oder im Eismeer eingesammelt werden kann – laut Expeditionstechnik Därr ist auch die Polarregion abgedeckt. Und damit das Satellitentelefon auch in solchen Gefilden überleben kann, ist es so robust wie es aussieht und entspricht der zivilen Norm IP 65 und der militärischen 810F. Nur ein Solarzelle ist nicht enthalten. Hierfür muss man extra Equipment kaufen, dass es ja mittlerweile auch zuhauf gibt.

Bei Därr kostet das Iridium Extreme circa EUR 1500. Ein paar Worte noch zu den Gesprächskosten: Grundgebühr ist keine fällig, Anrufe kosten EUR 1,10 je Minute, für ankommende Telefonate muss nichts bezahlt werden.

Dafür löhnt der Anrufer: Ohne Call-by-Call-Vorwahl 4,65 EUR aus dem deutschen Festnetz, wer ein 01090 davor setzt, ist mit 2,31 EUR je Minute dabei. Iridium gilt übrigens als fiktives Land, man kann also mit einer Auslandsvorwahl im weltweiten Netz unterwegs sein. SIM-Karten gibt es mit Vertrag oder Prepaid – da kann man nur hoffen, das letztere in dem Handy steckte, das den armen Chuck Noland von der Insel hätte retten können…

 

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3 Kommentare

  1. Ach, ich ging der Annahme dass die Iridium Satelliten vor Jahren in der Atmosphäre verglüht worden sind. Es hiess die Betreiber wären insolvent.

  2. Ja, insolvent, so hab ich das auch in Erinnerung. Aber ich glaube, die waren v.a. durch die Initialkosten überschuldet. Der Nachfolgebetreiber, der die funktionstüchtigen Sachwerte aus der Konkursmasse wohl zum (relativen) Spottpreis kaufen konnte, freut sich jetzt bestimmt…

  3. Boar ist das teuer ;) Also ich weiß nicht, ob es für ein Satellitentelefon günstig ist aber 1500 € ist auch ersteinmal eine Hausnummer!

    Ich habe mal eben geschaut, Globalstar Satellitentelefon kann man ab 250€ bekommen. Ich nehme mal an, dass diese nicht überall funktionieren. Allerdings ist der Preisunterschied schon gigantisch!

Ein Pingback

  1. [...] einen solchen auch der Oma ins Wohnzimmer zu stellen, wenn das von der Safari oder dem Nordpoltrip per Satellitentelefon geschickte Bild grösser sein soll als [...]

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