GETAC und i.Safe Executive 1.0:
Funkenmariechen, oder so ähnlich..

Das Executive 1.0 von Getac und i.safe Mobile ist etwas für besonders harte Kerle. Wer mit diesem Toughphone unterwegs ist, kann selbst in explosionsgefährdeten Bereichen noch telefonieren – um beispielsweise der Liebsten eine MMS von einer Ölbohrplattform zu senden.


Getac/i.safe Mobile - Executive 1.0 {pd Getac/i.safe Mobile;www.getac.com}

Getac/i.safe Mobile - Executive 1.0 (Quelle: pd Getac/i.safe Mobile)

Wir Normalsterblichen bringen vielleicht den Chef zum kochen oder die Ehefrau zum explodieren; und das obwohl wir weder Sternekoch noch Bombenexperte sind. Gewisse Personen sind spezialisiert darauf, Explosionen unter allen Umständen zu vermeiden. Diese bewegen sich mit äusserster Vorsicht in sogenannten Ex(plosions)-Bereichen. Dazu gehört, dass sie keine elektronische Geräte verwenden, da diese durch Funkenschlag Gasgemische entzünden können – ein alltägliches Beispiel sind Tankstellen, an denen Handyverbot herrscht. Um in Ex-Bereichen trotzdem weiterquasseln zu können, gibt es spezielle Handys, die nach ATEX-Anforderungen zertifiziert sind. Getac und i.safe Mobile entwickelten gemeinsam ein Gerät, welches als erstes für die Verwendung in Gefahrenzone 2 zugelassen sei: das Executive 1.0.

Wie lange die Entwicklung eines Smartphones dauern kann, sieht man am Executive 1.0: Geworben wird mit Windows Mobile 6.5 Professional und einem HVGA-Touchscreen, was eher «yesterdays’ news» darstellt – wir erinnern uns, momentan stehen wir bei Windows Phone 7.5. Doch sollte das wirklich das einzige Smartphone für Zone 2 sein, so ist das besser als gar keines - obwohl man sich schon fragen muss, ob Windows Mobile 6.5 nicht vielleicht zur Weissglut treiben könnte, was im Ex-Bereich vielleicht nicht ganz optimal ist. Wie es sich für ein Toughphone gehört, widerstehen Gehäuse und Elektronik Stürzen aus 1,5 Metern Höhe sowie Staub und Spritzwasser.

Für die tech-affinen hält das Executive 1.0 WLAN, Bluetooth, HSDPA, einen micoSD-Kartenslot und einen Wechselakku mit 2060 mAh bereit. Der Touchscreen ist drucksensitiv ausgeführt, wodurch er auch mit Handschuhen bedient werden kann – kapazitiv würde in einer Ex-Zone für «Bombenstimmung» sorgen. Das Smartphone erscheint uns Normalsterblichen eher uninteressant, doch Betriebsingenieure könnten sich freuen – oder sie machen es wie eh und je und lassen das Telefon in der Warte.

Weitere Infos erhält man bei Getac oder i.safe Mobile.

 

Ein Kommentar

  1. Auf Windows mobile 6.5 laufen noch extrem viele Innerbetrieble Spezialaplikationen, zb. mit SAP-Schnittstelle oder ähnliches.

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